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Duschen verboten: Auf den Berghütten wird das Wasser knapp.

Wanderer müssen auf Duschen verzichten

Auf den Berghütten wird das Wasser knapp

München – Die Hitzewelle sorgt für extremen Wassermangel in den Bergen: Bei den ersten Hütten des Alpenvereins wird schon das Wasser rationiert. Waschräume werden geschlossen, Wanderer bekommen nur noch geringe Mengen Wasser zum Zähneputzen.

„Durch die Hitze haben einige Betreiber schon ein deutliches Problem“, erklärte Xaver Wankerl, der beim Deutschen Alpenverein für die Hütten zuständig ist, auf Nachfrage unserer Zeitung. In den letzten Wochen habe es in den Bergen viel zu wenig geregnet. Dadurch versiegen auch die Quellen, aus denen die Wanderhütten zum Teil ihr Wasser beziehen. Für die Betreiber gibt es nur eine Lösung: „Wasser sparen“, sagt Wankerl. Im schlimmsten Falle müssten die Hütten ihren Betrieb komplett einstellen.

Betroffen von der aktuellen Wasserknappheit sind unter anderem die Meilerhütte des Alpenvereins Garmisch-Partenkirchen im Wettersteingebirge, die von-Schmidt-Zabierow-Hütte des Alpenvereins Passau in den Loferer Steinbergen/Tirol, das Berggasthaus Herzogstand am Walchensee, die Brunnsteinhütte in Mittenwald, das Watzmannhaus in Ramsau und die Hütten im Ammergebirge. Die Wirte haben erste Maßnahmen ergriffen: Um das Wasser für die Toiletten zu sparen, hat Bruno Verst, Wirt des Watzmannhauses, drei Trockentoiletten mit dem Helikopter einfliegen lassen. Auch der Waschraum ist nur noch eine halbe Stunde am Tag geöffnet. Per Seilbahn oder Lkw wurde Wasser auf einige Hütten gebracht.

Auf der Brunnsteinhütte bleiben die Waschräume ganz geschlossen. „So wenig Wasser wie in diesem Jahr hatten wir noch nie“, so Hans-Peter Gallenberger, der die Hütte seit 32 Jahren bewirtet. Normalerweise können Wanderer bei ihm kostenlos ihre Trinkflaschen befüllen. Doch selbst dafür ist nicht mehr genug da. „Wir warten auf den Regen“, sagt der Wirt. Xaver Wankerl rät Wanderern, die auf einer Hütte übernachten wollen, sich rechtzeitig zu informieren, ob noch Wasser zur Verfügung steht. Die Kontaktdaten sind im Internet unter www.alpenverein.de zu finden. „So kann sich jeder bei Bedarf mit Hygienetüchern eindecken“, sagt Wankerl.  jor/tab

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