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Badeunfälle bei Flüchtlingen

In Bayern

Erste Badetote: Wasserwacht bietet Schwimmkurse für Flüchtlinge

München - Um Badeunfälle mit Flüchtlingen möglichst zu vermeiden, bietet die Wasserwacht Bayern auch dieses Jahr speziellen Schwimmunterricht an. Denn auch heuer hat es bereits erste Badetote gegeben, darunter auch zwei Flüchtlinge.

Es habe selbst in dieser Saison bereits Badetote gegeben, darunter mindestens zwei Flüchtlinge, sagte Peter Astashenko, Geschäftsführer der Wasserwacht Bayern. Anfang Mai war bei Bad Aibling ein 17-jähriger Asylbewerber gestorben. Er war auf einem Surfbrett auf einen See gerudert, vom Brett gekippt und ertrunken. „Er ist zehn Meter vom Ufer entfernt ins Wasser gefallen und nicht mehr an der Oberfläche erschienen“, berichtete Astashenko.

Rund 1100 Schwimmausbilder der Wasserwacht geben bayernweit Kurse, organisiert von 526 Ortsgruppen. „Es ist der Auftrag und die Intention der Wasserwacht, gegen den Ertrinkungstod zu kämpfen.“

Die Ausbilder betreuen jedes Jahr rund zehntausend Kinder und Jugendliche. Bei diesen nimmt die Schwimmfähigkeit bundesweit ab, nicht zuletzt tragen Bäderschließungen und eine Zunahme von Spaßbädern dazu bei. Sprachbarrieren seien keine Hürde. „Schwimmen lernen ist kein Problem, das können Sie auch mit Händen und Füßen vermitteln.“ Nötig seien aber engagierte Helferkreise, die den Kontakt herstellten.

112 Ertrunkene in Bayern 2015

Im vergangenen Sommer ertranken in Bayern laut Astashenko 112 Menschen. Wie viele von ihnen Flüchtlinge waren, wird nicht erfasst. Allerdings könnten viele der Neuankömmlinge überhaupt nicht schwimmen, schildert Astashenko - und damit auch die Gefahr gerade an Badeteichen und Flüssen nicht abschätzen. „Sie sehen, da sind viele Leute im Wasser, das macht Spaß. Plötzlich fällt die Uferböschung ab. Sie rutschen unter Wasser, kriegen Panik, holen einmal tief Luft und ertrinken.“

Staatliches Geld für die Schwimmkurse gibt es nicht. „Schwimmkurse sind keine Leistung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz“, sagte eine Sprecherin des bayerischen Sozialministeriums.

dpa

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