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Wie der CSU-Bundestagsabgeordnete Alois Karl auf seiner Internetseite mitteilt, muss er wegen einer Watschn gegen eine Milchbäuerin nicht mit einem Strafverfahren rechnen.

Watschn-Affäre: Ermittlungen gegen CSU-Politiker eingestellt

Neumarkt - Der Bundestagsabgeordnete Alois Karl (CSU) muss wegen einer Watschn gegen eine Milchbäuerin nach eigenen Angaben nicht mit einem Strafverfahren rechnen.

Die Ermittlungen zu dem Fall seien eingestellt worden, teilte Karl auf seiner Internetseite mit. Die Justizpressestelle des Oberlandesgerichtes Nürnberg (OLG) bestätigte am Montag allerdings die Einstellung des Verfahrens noch nicht.

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Der Neumarkter Bundestagsabgeordnete hatte bei einem Fest im oberpfälzischen Lauterhofen eine demonstrierende Bäuerin geohrfeigt, weil die Frau ihm Milch über die Kleidung geschüttet hatte. Die Landwirtin klagte anschließend über Schmerzen und erstattete schließlich Anzeige. Zu einem von Karl angebotenen Versöhnungstreffen kam es nicht. Der 59 Jahre alte Parlamentarier entschuldigte die Watschn damit, dass er reflexartig auf die Milch-Attacke reagiert habe.

Bei der Bundestagswahl Ende September konnte Karl trotz der Affäre sein Direktmandat verteidigen. Der ehemalige Oberbürgermeister von Neumarkt kam allerdings auf nur noch 47,3 Prozent der Erststimmen, vier Jahre zuvor hatte er noch 58,8 Prozent erreicht.

Der Abgeordnete teilte mit, dass die Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen ihn mangels öffentlichem Interesse eingestellt worden seien. Ein OLG-Sprecher bestätigte nur, dass es in dem Fall eine Entscheidung gebe. Da den Beteiligen diese Entscheidung aber noch nicht schriftlich mitgeteilt worden sei, gebe die Staatsanwaltschaft noch keine Auskunft zu dem Ergebnis.

Auch der Hamburger Rechtsanwalt der Milchbäuerin, Michael Günther, sagte am Montag, dass ihm noch kein Ergebnis bekannt sei. Nach Zustellung des Bescheids der Ermittler werde er mit seiner Mandantin prüfen, ob die Entscheidung akzeptiert werde oder nicht. Im Fall einer Einstellung komme eine Beschwerde in Betracht, meinte Günther.

dpa

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