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Mann (30) wagt hochgefährlichen Sprung - jetzt drohen ihm Konsequenzen: Entscheidung naht

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    Katarina Amtmann
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Niklas Winter ist mit einem Wingsuit vom Watzmann gesprungen. Doch jetzt drohen ihm dafür Konsequenzen. Denn er hat gegen ein Verbot verstoßen.

  • Der Chiemgauer Niklas Winter sprang im Herbst mit einem Wingsuit vom Watzmann.
  • Bei besten Bedingungen gönnte er sich den vollen Adrenalinkick - doch die Sache hat ein Nachspiel.
  • Weil er gegen ein Verbot verstoßen hat, soll er zahlen.

Update vom 16. Januar, 14.35 Uhr: Bis Anfang nächster Woche will Extremsportler Niklas Winter sich überlegen, wie er sich zu den Vorwürfen und vor allem zu der Aufforderung, das Video von dem Sprung aus dem Netz zu nehmen, positioniert. Dass er sich erst kurz vor Ablauf der Frist bei der Behörde gemeldet hat, erklärt Winter mit dem Medienrummel: „Weil sich das erst innerhalb der letzten Woche so hochgeschaukelt hat und natürlich auch viele Reaktionen von anderen Menschen dazugekommen sind, die mein Bild von der Aktion nochmal beeinflussen.“ 

Andreas Bratzdrum, Sprecher des Landratsamtes, äußerte sich am Donnerstag ebenfalls zu dem Vorfall: „Im Oktober hat uns die Nationalparkverwaltung informiert, dass im Internet ein Video von diesem Sprung zu sehen ist“, erzählte Bratzdrum. „Daraufhin haben wir dieses Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.“ Winter hatte ursprünglich bis zum Mittwoch Zeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern und das Video von seinem Sprung aus dem Internet zu nehmen. Diese Frist wurde nun um ein paar Tage verlängert.

Für die Entscheidung der Behörde, ob und in welcher Höhe sie für den Sprung ein Bußgeld verhängt, sei nun das Verhalten des Mannes maßgeblich, erläuterte Bratzdrum. „Wir sind im Gespräch, und es wird in Kürze eine Entscheidung geben.“ Die Spannbreite des möglichen Bußgeldes liegt zwischen 50 und 2500 Euro.

Nach Sprung vom Watzmann: Extremsportler droht Strafe

Update vom 16. Januar, 12.16 Uhr: Nach seinem aufsehenerregenden Sprung vom Watzmann hat sich Extremsportler Niklas Winter im letzten Moment der Anhörungsfrist beim Landratsamt Berchtesgadener Land gemeldet. Ihm droht ein Bußgeld, da er gegen ein Verbot verstoßen habe (siehe Meldung unten). 

In dem Telefongespräch wurde Winter nochmal erklärt, warum das Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet wurde. Das sagte Landratsamt-Sprecher Andreas Bratzdrum am Donnerstag. „Er überlegt es sich jetzt nochmal die nächsten Tage, was er macht.“ Das Landratsamt will „in Kürze“ seine Entscheidung treffen.

Mann springt mit Wingsuit vom Watzmann - jetzt droht ihm ein Bußgeld

Erstmeldung vom 10. Januar

Berchtesgaden – Die Bedingungen waren ideal: Bei schönstem Herbstwetter stieg der aus dem Chiemgau stammende Sportler Niklas Winter auf den Watzmann im Berchtesgadener Land. Der 30-Jährige, der in München studiert, wollte oben mit einem Spezialanzug, einem sogenannten Wingsuit, abspringen und dann so lange ins Tal gleiten wie möglich. „Ich denke, das ist mit der längste Sprung, den man in Deutschland machen kann.“ Der Anzug besteht aus Stoffflächen. Wenn man die Arme ausbreitet, sieht es aus wie bei einer Fledermaus.

Sprung am Watzmann: Wingsuit wird als „Luftfahrzeug“ definiert

Doch nun bekommt es der Naturliebhaber mit dem Naturschutz zu tun: Weil er gegen das Flugverbot im Nationalpark Berchtesgadener Land verstoßen hat. Laut Verordnung des Alpen- und Nationalparks sei es laut Landratsamt grundsätzlich verboten, mit Luftfahrzeugen zu starten und zu landen. Ein Wingsuit wird laut Luftverkehrsgesetz als „Luftfahrzeug“ definiert. 

Winter hingegen spricht nicht vom Fliegen, sondern von einem Sprung. Mit Kameras hat er den Sprung aufgezeichnet – auch die Landung. Dieses Video stellte er online. Mit dem Resultat, dass gegen ihn ein Bußgeldverfahren eröffnet wurde. Die Nationalparkverwaltung informierte das Landratsamt Berchtesgadener Land über die Ordnungswidrigkeit. Winter wurde angehört, er gab den Flug zu. Das Verfahren soll Ende Februar abgeschlossen sein.

Nach Sprung vom Watzmann: Mann (30) droht Bußgeld

Dem 30-Jährigen droht ein Bußgeld von maximal 2500 Euro. Noch läuft Winter zufolge eine Frist bis zum 15. Januar. Wenn er bis dahin das Video löscht, würde das Bußgeld reduziert werden. Er hat noch nicht entschieden, ob er das machen will. Doch eines ist für ihn sicher: „Es war mein schönster Wingsuit-Sprung in Deutschland.“

Drei Münchner wollten bei einem Meter Neuschnee und großer Lawinengefahr zum Watzmannhaus aufsteigen. Als die Retter sie endlich fanden, mussten sie erstmal diskutieren.

Ein 26-jähriger Skifahrer aus dem Landkreis Dachau ist im österreichischen Vorarlberg ums Leben gekommen. Er wurde von einer Lawine begraben.

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Das Landratsamt Deggendorf hat eine eindringliche Warnung herausgegeben. Grund ist ein Fall von Hasenpest - die Infektionskrankheit ist auch für Menschen hochgefährlich.

Ein Dorf mitten in Bayern macht mit einem YouTube-Video auf sich aufmerksam. Und das mit gutem Grund. Nach dem Tod des Dorf-Wirtes ist die Situation alles andere als gut.

Rubriklistenbild: © YouTube

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