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Groß ist der Andrag im Sommersemester an der Universität Erlangen.

Wegen Doppel-Abitur: Bürger sollen Studenten aufnehmen

Erlangen - Wegen des doppelten Abiturjahrgangs wird der Wohnraum für Studenten in Erlangen knapp. Oberbürgermeister Siegfried Balleis trat nun mit einem ungewöhnlichen Anliegen an seine Bürger heran:

Schon jetzt hätten sich für das Sommersemester rund 2000 neue Studenten immatrikuliert, teilte die Universitätsleitung drei Wochen vor Ablauf der Einschreibungsfrist am Donnerstag mit. Üblicherweise nehmen nur rund 300 junge Menschen im Frühjahr ihr Studium in Erlangen auf.

Oberbürgermeister Siegfried Balleis (CSU) und Universitätsrektor Karl-Dieter Grüske richteten daher einen eindringlichen Appell an alle Erlanger und die Bewohner des Umlands: “Wenn Sie Wohnraum zur Verfügung haben, bitte nehmen Sie Studenten auf!“ Laut Balleis könne etwa eine 80 Jahre alte Witwe, “die jetzt allein auf 180 Quadratmetern wohnt“, einem angehenden Wissenschaftler ein Zimmer zur Verfügung stellen.

Stadt und Universität möchten auch einen Testlauf zum sogenannten “Service-Wohnen“ starten: Eine Gruppe von Studenten zahlt nur die halbe Miete für eine Wohngemeinschaft und erledigt als Gegenleistung etwa die Gartenarbeit für ihren Vermieter. München, Freiburg und Jena hätten schon gute Erfahrungen mit diesem Projekt gemacht.

Trotz der momentanen Engpässe zeigten sich Stadt und Universität zufrieden mit der Entwicklung des Wohnungsangebots für Studenten: “Allein das Studentenwerk hat in den letzten fünf Jahren 1753 neue Wohnheimplätze geschaffen, andere Träger zusammen 1600 Plätze“, sagte Grüske. “Erlangen hat eine der höchsten Studentenwohnheimdichten in Deutschland.“ Angesichts von 4100 neuen Studienplätzen, die im selben Zeitraum entstanden, sei diese Erweiterung aber auch bitter nötig gewesen.

dpa

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