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AKW Gundremmingen.

Wegen technischem Defekt: AKW abgeschaltet

Gundremmingen - Im Kernkraftwerk Gundremmingen hat ein technischer Fehler am Sonntag zur Schnellabschaltung von Block B geführt.

Betroffen war die Elektronik der Turbinensteuerung. “Alle Sicherheitssysteme haben wie vorgesehen funktioniert“, sagte ein Kraftwerks-Sprecher am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Eine Turbinengruppe habe ausgetauscht werden müssen, damit sei der Defekt wieder behoben worden. Noch am Sonntagabend wurde Block B wieder angefahren. Den Angaben zufolge bestand keine Gefahr für das Personal oder die Anwohner.

Erst Ende Mai hatte das Kernkraftwerk Gundremmingen im schwäbischen Landkreis Günzburg Block B nach einer planmäßigen Revision wieder ans Netz genommen. Die Doppelblockanlage mit zwei Siedewasserreaktoren gehört zu 75 Prozent dem Konzern RWE, E.ON Kernkraft hält ein Viertel der Anteile. Laut dem von der Bundesregierung festgelegten stufenweisen Atomausstieg soll Block B im Jahr 2017 vom Netz gehen, Block C könnte 2021 folgen.

Der schwäbische Atomaktivist Raimund Kamm bezeichnete die Anlage nach der Schnellabschaltung als “Deutschlands gefährlichstes AKW“. Die Siedewasserreaktoren hätten gegenüber den sonst üblichen Druckwasserreaktoren deutliche Sicherheitsnachteile, sagte er am Montag laut Mitteilung. Zudem lagerten in Gundremmingen rund 4000 alte Brennelemente.

dpa

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