Wegen tropischer Hitze

Gewittersturm hält Feuerwehr in Atem

Nürnberg/Augsburg - Erst tropische Hitze - dann eine Gewitterfront. Heftige Windböen und starke Regenfällen haben der Feuerwehr in Schwaben und Franken in der Nacht viel Arbeit gemacht.

Nach der tropischen Hitze der Vortage hat ein schwerer Gewittersturm Polizei und Feuerwehr in weiten Teilen Bayerns zu Dauereinsätzen gezwungen. Allein in der Oberpfalz waren in der Nacht zum Montag bei Polizei und Rettungsleitstelle rund 600 Notrufe eingegangen.

Vor allem in Amberg-Sulzbach und Neustadt an der Waldnaab hatten Einsatzkräfte mit beschädigten Stromleitungen, abgedeckten Dächern, vollgelaufenen Kellern, umgestürzten Bäumen und überfluteten Straßen zu kämpfen, wie die Rettungsleitstelle in Weiden berichtete.

In Mittelfranken rückten Polizei und Feuerwehr in der Nacht zum Montag 86 Mal aus, weil starke Windböen Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt hatten. Sintflutartige Regenfälle und Hagel ließen zudem in tieferen Ortslagen die Keller volllaufen, wie die Polizei berichtete.

In Fürstenfeldbruck sind wegen dem heftigen Sturm mehrere Holzwände bei einem Drive-In Schalter von McDonald's auf Autos getürzt.

In Edelfeld (Landkreis Amberg-Sulzbach) und Neustadt an der Waldnaab wurden zwei fahrende Autos von umstürzenden Bäumen getroffen, ein Mensch wurde hierbei leicht verletzt. Im Erlanger Stadtteil Büchenbach und in Wendelstein (Landkreis Roth) fuhren Autofahrer gegen entwurzelte Bäume - sie blieben unverletzt.

Schwere Verletzungen erlitt dagegen ein 25-jähriger Mann, als auf einem Parkplatz am Heiligmannsee im schwäbischen Landkreis Günzburg ein Baum auf seinen Wagen stürzte. Er stand mit seiner 19-jährigen Bekannten hinter dem Auto, als der Sturm den Baum umriss. Die 19-Jährige kam mit leichten Verletzungen davon.

In Vorra (Landkreis Nürnberger Land) brachten Gewitterböen einen Schornstein zum Einsturz, wie die Nürnberger Polizei berichtete.

Die Polizei in Kempten registrierte in der Nacht zum Montag insgesamt 30 Einsätze wegen umgeknickter Bäume, herabgefallener Äste oder umherfliegender Firmen- und Verkehrsschilder. Drei Autos wurden beschädigt. In Nordschwaben blieb es dagegen nach Angaben der Augsburger Polizei ruhig, dort gab es keine unwetterbedingten Einsätze.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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