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Die gerettete Steinbruchziege wurde von Kindergartenkindern jetzt Flöckchen getauft.

Aufschluss dank Ohrmarke 

Verunglückte Ziege heißt jetzt Flöckchen - und hat eine bewegte Geschichte hinter sich

Der wildlebenden Steinbruchziege, die in Bergnot geraten war, geht es nach ihrer Rettung nun zunehmend besser. Ihre Ohrmarke gab jetzt Aufschluss über ihre Herkunft. 

Update 27. April, 11:15 Uhr 

Miltenberg - Die aus einen Steinbruch gerettete Ziege hat nun einen Namen. Jungen und Mädchen des Kindergartens in Collenberg haben die weiße Hausziege „Flöckchen“ genannt, wie eine Sprecherin des Landratsamtes Miltenberg am Freitag sagte. Die etwa zwölf Jahre alte Geiß war vor mehr als einer Woche in einem Steinbruch im Landkreis Miltenberg in Bergnot geraten. In einer mehr als 60 Meter hohen Steilwand war das Tier etwa eine Woche lang auf einem kleinen Vorsprung gefangen. Erst durch den Einsatz der Bergwacht konnte die Ziege gerettet werden. Seitdem ist sie in Quarantäne und wird langsam aufgepäppelt. „Es geht ihr jeden Tag besser“.

Mittlerweile hat sich dank der Ohrmarke auch die Herkunft von Flöckchen klären lassen, wie die Sprecherin weiter sagte. Die Geiß war demzufolge vor zwei Jahren vor dem Tod geflüchtet. „Das Tier ist offensichtlich beim Ausladen an einem Schlachtbetrieb davongelaufen.“ Seitdem lebte die Ziege wild im Steinbruch.

Nun kann sich „Flöckchen“ auf einen gemütlichen Lebensabend vorbereiten. Die Suche nach einem größeren, artgerechten Gehege laufen und gehen der Sprecherin zufolge gut voran. „Sobald die Hörner abgeheilt sind, kann sie weitergegeben werden.“ Im Zuge der Rettungsaktion und der ersten Panik nach der Rettung hatte das Tier beide Hörner verloren.

Update 24. April, 11:08 Uhr

Fast eine Woche nach ihrer dramatischen Rettung geht es der Steinbruch-Ziege langsam besser. „Sie nimmt vermehrt Futter auf und ist nicht mehr ganz panisch“, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Miltenberg am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Behörde sei weiter auf der Suche nach einem großen Gehege und es sehe derzeit gut aus. „Es ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern, aber es ist alles auf einem guten Weg.“

Was war geschehen?

Etwa eine Woche lang war die weiße Hausziege, die seit mindestens zwei Jahren wild in der Gegend lebte, auf einem Vorsprung in einer steilen Felswand in einem Steinbruch bei Collenberg gefangen. Sie konnte weder vor noch zurück. Am Mittwoch befreiten Retter der Bergwacht die ausgehungerte Geiß aus ihrer misslichen Lage, indem sie sie erst betäubten und dann langsam abseilten. Seitdem lebt das Tier bei einer Mitarbeiterin des Veterinäramtes des Landkreises Miltenberg.

Ziege in Quarantäne 

Weil das Tier von Parasiten befallen ist, steht es zudem unter Quarantäne und wird entwurmt. Außerdem wurde das Tier bei der Rettungsaktion an einem Horn verletzt, das zweite hatte es sich weniger später selbst abgestoßen. „Aber die Wundversorgung sieht gut aus“, so die Sprecherin weiter.

Update 23. April, 15:47 Uhr

Der aus einem Steinbruch geretteten Ziege geht es nicht gut. „Das Tier ist nicht im allerbesten Zustand“, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Miltenberg am Montag. Das Tier fresse nicht und sei von Parasiten befallen; es stehe deshalb derzeit unter Quarantäne. Am Montagabend sollte die Geiß noch einmal umfassend von einem Tierarzt untersucht werden. „Wir hoffen alle, dass sie sich stabilisiert und es gut wird“, so die Sprecherin weiter. Zunächst hatte das „Main-Echo“ darüber berichtet.

Auch in der Gemeinde Collenberg werden die Daumen gedrückt. Dass die Ziege nicht wieder zurück in den Steinbruch darf, stehe bereits fest, sagte der zweite Bürgermeister, Peter Mayer, auf Nachfrage. Das gehe von Amts wegen nicht - „wobei das sicherlich das probateste Mittel wäre“. Die Gemeinde und das Landratsamt suchen deshalb nach großen Gehegen in der Region. „Die Ziege ist ein Wildtier geworden“, so Mayer. Sie müsse deshalb auch entsprechend gehalten werden. Vielleicht frisst die namenlose, weiße Hausziege dann auch wieder etwas. Im Moment verweigert das seit Jahren freilebende Tier sogar Leckereien.

Weiße Ziege aus Bergnot gerettet - dramatische Szenen in der Steilwand

Collenberg –  Kein Witz: Das Tier war auf einem kleinen Vorsprung in Bergnot geraten. Weil der Geiß damit der sichere Tod drohte, hatte die Gemeinde Collenberg (Landkreis Miltenberg) die regionale Bergwacht eingeschaltet. Die sollte das Tier in Sicherheit bringen.

Ziege in Bergnot

Die weiße Hausziege stand in etwa 40 Metern Höhe auf einem gerade einmal fünf Meter langen und 30 Zentimeter breiten Vorsprung. „Und der ist auch noch nach unten geneigt“, beschrieb Einsatzleiter Florian Bofinger von der Bergwacht Miltenberg am Mittwoch die Lage. Bofinger und seine ehrenamtlichen Kollegen waren bereits seit Sonntag in dem Steinbruch im „Ziegeneinsatz“. Futter sollte den Weg in die Freiheit weisen. Doch alle Lock- und Rettungsversuche scheiterten. „Leider saß sie heute Morgen immer noch auf ihrer Felsbank“, sagte Mayer. Das Tier sei mittlerweile auch „schon ziemlich abgemagert“.

Knabbert am Busch, sonst gibt es nichts. Bergwachtler versuchen, die verwilderte Hausziege zu retten.

Der Steinbruch liegt in einem Naturschutzgebiet, das nicht betreten werden darf. Die Ziege lebt Mayer zufolge seit zwei Jahren wild in dem Steinbruch. Vermutlich sei sie von einem Hund auf den Felsvorsprung gescheucht worden. Viele Menschen im Ort hofften auf einen guten Ausgang der Rettungsaktion. Bürgermeister Mayer sagte: „Sie ist ein bisschen unser Maskottchen geworden.“

Am Abend dann tatsächlich die gute Nachricht: Die Ziege konnte mit einem Medikament ruhiggestellt und von Bergrettern abgeseilt werden, sagte Bofinger. Bei einer Veterinärin durfte sie sich dann von dem Stress erholen.

lby

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Kommentare

Chat noir
(1)(0)

Dann "alles Gute", Flöckchen!

Don Quijote
(2)(0)

Geht man davon aus, dass Ziegen etwa 15 Jahre alt werden, waere es an der Zeit, das Tier endlich mit anderen Ziegen die alten Tage verbringen zu lassen. Artgerecht kann nur in einer Herde bedeuten!

elfünfa.Antwort
(0)(0)

Hm.