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21 landwirtschaftliche Betriebe im Allgäu sind von der Rinder-TBCbetroffen.

Gefährliche Infektionskrankheit

Weitere Fälle von Rinder-TBC im Allgäu

Sonthofen - Im Landkreis Oberallgäu sind weitere Fälle von Rinder-Tuberkulose (TBC) nachgewiesen worden. 74 Rinder mussten bislang getötet werden.

Wie Andreas Kaenders vom Landratsamt in Sonthofen am Mittwoch mitteilte, seien 21 landwirtschaftliche Betriebe betroffen. Die Bauernhöfe bleiben seinen Angaben zufolge 16 Wochen lang gesperrt und dürfen in dieser Zeit keine unbehandelte Milch und Rinder verkaufen. Wo sich die Tiere angesteckt haben, ist bislang unklar. Eine Möglichkeit sei, dass ein Zusammenhang zum Rotwildbestand besteht. So könnten sich Rinder, die den Sommer auf einer Alpe verbracht haben, dort infiziert haben.

Das Landratsamt hatte eine schrittweise Reihenuntersuchung aller Rinderbestände angeordnet, nachdem im Herbst ein Fall von TBC aufgetreten war. Sie ist noch lange nicht abgeschlossen. Bislang wurden erst 145 der knapp 2000 Betriebe untersucht. „Das Hauptziel ist, möglichst schnell und effektiv eine Tierseuche zu bekämpfen, von der wir noch nicht wissen, wo sie herkommt“, sagte Kaenders.

Auch in anderen Allgäuer Landkreisen ist die gefährliche Infektionskrankheit aufgetaucht. Im Unterallgäu wurden nach Angaben des Landratsamtes in Mindelheim auf vier Höfen acht Tiere wegen TBC-Verdachts getötet. Die Untersuchungen dauern noch an. Im Ostallgäu gibt es bislang einen bestätigten Fall.

Rinder-TBC ist auf den Menschen übertragbar. Das größte gesundheitliche Risiko geht von erregerhaltiger Rohmilch aus. Seit 1997 gilt Deutschland offiziell als frei von Rinder-TBC, obwohl jedes Jahr vereinzelt Fälle auftreten.

dpa

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