Ein Blitz entlädt sich hinter dunklen Wolken
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Ein Blitz entlädt sich hinter dunklen Wolken.

Weitere Gewitter erwartet: Jäger stirbt bei Unwetter

Ein schwerer Sturm reißt in einem Wald in Oberbayern einen Hochsitz um. Ein Jäger verliert dabei sein Leben. Wieder erwarten Meteorologen in Teilen des Freistaats Starkregen, Gewitter, Hagel und Sturmböen.

München - Keine Verschnaufpause an der Wetterfront: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für den späten Montagnachmittag und am Abend mit weiteren schweren Gewittern in Teilen Bayerns. Vor allem in Alpennähe sei mit Starkregen, Sturmböen, Hagel und Gewittern zu rechnen, teilte der DWD am Montag in München mit. Auch in Teilen Frankens könne es zu schweren Gewittern kommen, sagen die Meteorologen voraus. Örtlich seien Starkregen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter, Hagelkörner mit bis zu drei Zentimeter Durchmesser und Sturmböen bis 110 Stundenkilometer möglich.

Ab dem späten Montagabend soll sich die Wetterlage entspannen. Für die nächsten Tage rechnen die Meteorologen nach derzeitigem Stand nur noch mit vereinzelten Schauern und Gewittern in Bayern. In der Nacht zum Dienstag erwartet der DWD im Umfeld größerer Gewässer starken Nebel. Am Mittwoch werde es voraussichtlich nur noch in den Alpen zu einzelnen starken Gewittern kommen.

Bereits am Wochenende hatten starke Unwetter vor allem in Oberbayern gewütet - in Eglfing im Landkreis Weilheim-Schongau kam dadurch nach Angaben der Polizei vom Montagmorgen sogar ein Mensch ums Leben. Der 57-jährige Jäger saß am Sonntagnachmittag in einem Waldstück auf einem Hochsitz, als dieser nach bisherigen Erkenntnissen von einer Windböe umgerissen wurde. Obwohl Ersthelfer und der Rettungsdienst den Verunglückten umgehend versorgten, erlag dieser noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

In der Nähe von Rosenheim hatte laut Polizei eine Mure eine Straße mit Schlamm verschüttet. Bäume waren umgestürzt und Straßen und Keller geflutet worden. In den Landkreisen Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen gab es insgesamt über 100 unwetterbedingte Einsätze, wie die Feuerwehr mitteilte. Zwei Menschen wurden den Angaben zufolge leicht verletzt, als ein Baum auf ihr Auto fiel. dpa

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