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Ein Biker starb, vermutlich, weil jemand eine Ölspur gelegt hat

Soko sucht Serientäter

Ölfleck-Anschlag: Weiterer Fall wird bekannt

Markt Rettenbach - Die Serie von Ölfleck-Anschlägen auf Verkehrsteilnehmer in Bayern und Baden-Württemberg nimmt immer größere Ausmaße an. Jetzt ist ein weiterer Fall bekannt geworden.

Nach einem tödlichen Ölfleck-Anschlag auf einen Motorradfahrer im Allgäu ist erneut ein ähnlicher Fall bekanntgeworden. Bei dem Unfall, der sich bereits im Oktober 2007 bei Wittislingen (Landkreis Dillingen) ereignete, wurde ein damals 31 Jahre alter Autofahrer schwer verletzt. Wie die Kripo am Mittwoch mitteilte, meldete vor wenigen Tagen ein Mitarbeiter einer Straßenmeisterei diesen Unfall, der ebenfalls durch mit Altöl gefüllte Glasflaschen verursacht wurde. Der Täter hatte die Flaschen auf der Straße zertrümmert und so Schleuderfallen gelegt.

Der Wagen des 31-Jährigen war am Ende einer Kurve auf einem dieser Ölflecken ins Schleudern geraten und hatte sich überschlagen. Wie bei dem tödlichen Motorradunfall wurden auch hier grüne Glassplitter auf der Fahrbahn gefunden. Zudem entdeckten die Ermittler im weiteren Streckenverlauf sieben weitere zertrümmerte Flaschen.

Im April 2011 war ein 37 Jahre alter Familienvater bei Markt Rettenbach im Unterallgäu mit seinem Motorrad auf solch einer vorsätzlich gelegten Öllache gestürzt, in ein entgegenkommendes Auto gekracht und gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes gegen den unbekannten Ölflaschenwerfer.

Lange hatte die Sonderkommission keine konkrete Spur. Inzwischen sucht sie nach einem Serientäter. Anfang Februar war bekanntgeworden, dass es bereits eine Reihe von Ölfleck-Anschlägen in Bayern und Baden-Württemberg gab, bei denen aber niemand verletzt wurde. Der oder die Täter sollen von 2007 bis 2011 immer wieder Altöl auf Straßen verteilt und so gefährliche Schleuderfallen offensichtlich gezielt für Biker geschaffen haben.

An den sichergestellten Glasscherben hat die Kripo den genetischen Fingerabdruck des Täters identifiziert. Bislang wurden 1000 Speichelproben nach einer freiwilligen DNA-Reihenuntersuchung ausgewertet - ohne Erfolg.

dpa

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