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Schrecklicher Fund am Wendelstein: Skifahrer entdeckt Leiche - Polizei hofft auf Hinweise

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Von: Jonas Napiletzki, Katharina Haase

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Einsatzkräfte der Bergwachten Brannenburg und Bayrischzell am Wendelstein
30 Einsatzkräfte der Bergwachten Brannenburg und Bayrischzell machten sich auf den Weg zur Bergung eines Toten am Wendelstein. © Bergwacht Bayrischzell

Am Wendelstein bei Brannenburg hat ein Skifahrer einen toten Mann am Berg aufgefunden. Die Polizei hofft nun auf Hinweise von möglichen Zeugen.

Brannenburg - Tragisches Unglück am Wendelstein: Wie die Polizei mitteilt, fand ein Skifahrer am Samstag, 22. Januar, an der nördlichen Seite des Wendelsteins ein tote Person auf. Bei dieser handelte es sich ersten Erkenntnissen zufolge um einen 41-jährigen Mann tschechischer Staatsangehörigkeit, der im Landkreis Starnberg wohnhaft war. Wie die Ermittlungen der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei ergaben, ist von einem Unfallgeschehen auszugehen.

Zu dem Einsatz kam es am Samstagnachmittag im Bereich der „Zeller Scharte“, unterhalb des sogenannten „Hotelhangs“. Der Skifahrer fand den leblosen Mann dort gegen 16 Uhr auf. Als er feststellte, dass keinerlei Lebenszeichen von dem dort Liegenden ausgingen, rief er umgehend die Einsatzkräfte zur Hilfe. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen ist wohl ein schweres Sturzgeschehen todesursächlich gewesen. Näheres muss allerdings noch durch eine Obduktion geklärt werden. Hinweise auf eine Fremdbeteiligung gibt es keine. 

Tödliches Unglück am Wendelstein: Skifahrer findet Leiche - Polizei hofft auf Zeugen

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Die Bergung des Leichnams fand unter erschwerten Bedingungen statt. Am Wendelstein habe zur Zeit des Einsatzes stürmisches Schneetreiben geherrscht, berichtet einer der Ehrenamtlichen, der daran beteiligt war. Die Spuren des Tourengehers waren bereits verwischt, der Körper mit einigem Schnee bedeckt gewesen. Auch deshalb könne man nicht auf Anhieb sagen, wie lange das Unglück zurückliegt.

Der  Tote wurde nach der Bergung mit der Zahnradbahn nach Brannenburg gebracht.
Der Tote wurde nach der Bergung mit der Zahnradbahn nach Brannenburg gebracht. © Bergwacht Bayrischzell

Die örtliche Einsatzbewältigung erfolgte durch die speziell ausgebildeten Polizei-Alpinbeamten, die von 30 Bergwachtangehörigen der Bergwachten Brannenburg und Bayrischzell unterstützt wurden. „Wir waren mit dem Schneemobil im Einsatz und haben parallel dazu versucht, von der Seilbahn und der Zahnradbahn aus zum Unglücksort zu gelangen“, schildert der Bergretter. Der Leichnam wurde bis zur Wendelsteinzahnradbahn gebracht und von dort aus mit der Bahn ins Tal transportiert. Wegen des schlechten Wetters war ein Hubschrauberflug nicht möglich gewesen. Die schnelle Hilfe der Zahnradbahnbetreiber sei ein großes Glück gewesen. „Die haben ihr Möglichstes getan“, so der Bergwachtler.

Immer wieder kommt es beim Skifahren in den Bergen zu tödlichen Unfällen und medizinischen Notfällen. Am Brauneck verstarb vor Kurzem ein Skifahrer auf der Piste an einem plötzlichen Notfall. In den französischen Alpen wurde ein fünfjähriges Mädchen während des Skikurses tot gefahren.

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Die Polizei bittet in dem Fall auch um Hinweise aus der Bevölkerung: Personen, die relevante Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Todesfall gemacht haben, werden gebeten, sich persönlich oder telefonisch unter (08034) 90680 bei der Polizeiinspektion Brannenburg zu melden. kah*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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