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Landwirtschaft – wie hier in Fraunberg/Kreis Erding – wird in Zukunft das Bild von Bayern weiter prägen. Die Zahl der Höfe geht aber zurück. 

Landwirtschaft

Weniger Bauernhöfe – aber Rückgang gebremst

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Nach zweieinhalb dürren Jahren können Bayerns Bauern langsam aufatmen. Der Strukturwandel scheint sich zu verringern. Betroffen sind aber nach wie vor die kleineren Betriebe.

München – Es ist eine Zahl, die den Landwirten in Bayern neue Hoffnung geben kann. Während von 2010 bis 2013 die Zahl der bäuerlichen Betriebe jährlich um 1,6 Prozent zurückgegangen ist (in absoluten Zahlen von 97 873 auf 93 300), reduzierte sich die Prozentzahl des jährlichen Betriebsrückgangs auf 1,1 Prozent. 2016 registrierte das bayerische Landesamt für Statistik 90 162 Agrarbetriebe im Freistaat. Gestiegen ist auch die durchschnittliche Hektargröße pro Betrieb von 30 Hektar im Jahr 2007 auf nun 35 Hektar.

Wie das Landesamt am Freitag berichtete, sind es insbesondere die Betriebe mit geringer Flächenausstattung, die zurückgehen. Hingegen steigt die Zahl der Höfe mit über 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Allein 4219 Betriebe haben zwischen 100 und 200 Hektar Land, zwischen 200 und 500 Hektar sind es 701 Betriebe. Fünf Landwirte können sogar mehr als 1000 Hektar Fläche vorweisen. In Oberbayern sind nach der Statistik 23 679 Betriebe angesiedelt mit einer Fläche von 750 543 Hektar. 317 070 Hektar davon sind Dauergrünland.

„Auf den Agrarmärkten hat sich die Lage weitgehend gedreht. Beim Getreide sieht es zwar immer noch nicht rosig aus, aber zumindest auf dem Fleisch- und auf dem Milchmarkt sind die Preise deutlich gestiegen“, sagte Markus Peters, Sprecher des Bayerischen Bauernverbands. Das heiße zwar nicht, dass überall schon kostendeckend produziert werden könne. Aber es sei zumindest nach der dunklen Strecke Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Einen Stopp des Strukturwandels sieht Peters nicht, er werde sich allenfalls bremsen lassen. Grund seien der technische Fortschritt und die Digitalisierung. In der Wirtschaft gehe ein ständiger Wandel vor sich, der auch vor der Landwirtschaft nicht halt mache. In Bayern hätten aber viele Betriebe mehrere Standbeine und könnten damit auch mehr Wertschöpfung generieren. „Damit können sie sich ein wenig diesem Kreislauf entziehen.“ Bayern sei nach wie vor das Bundesland mit den kleinsten Höfen, zumeist Familienbetriebe. „Das wird auch in Zukunft das Modell sein. Die Landwirtschaft in Bayern funktioniert, weil genau diese Familienbetriebe diese Vielfalt ausmachen und die nötige Widerstandsfähigkeit haben, nach zwei, drei Jahren Durststrecke weiterzumachen.“ Das sei der Garant für die wirtschaftliche Stabilität.

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