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Vom Winde verweht: Der Schnee landet auf dieser Straße zwischen Rott und Landsberg, weil kein Zaun ihn aufhält.

Sparmaßnahmen

Schneeverwehungen: Immer weniger Fangzäune

München – Der Winter hat den Freistaat im Griff und behindert vielerorts den Straßenverkehr - Räumfahrzeuge sind im Dauereinsatz. Schuld ist der starke Wind, der den Schnee über die Fahrbahn weht. Fangzäune scheint es immer seltener zu geben.

Beispiel Wackersberg im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Dort beschloss der Gemeinderat im Mai, auf einen Teil der Schneefangzäune zu verzichten – aus Kostengründen wurden nur ein Drittel der Schutzschilde montiert. Auch der stellvertretende Leiter der örtlichen Polizeiinspektion Bad Tölz, Josef Mayr, sagt: „Mir ist aufgefallen, dass früher mehr Schneefangzäune rumgestanden sind.“ Die dortige Straßenmeisterei bestätigt das nicht – man könne eben nicht überall Zäune aufstellen, ein Meter koste 50 Euro. Im Großraum Weilheim gibt es noch vier bis fünf Kilometer Schneefangzäune – das waren vor zehn Jahren deutlich mehr. Damals hatten die Straßenmeistereien auch mehr Personal, um sie aufzustellen, sagt Walter Lehner vom Staatlichen Bauamt. Der Sprecher vom ADAC Südbayern, Axel Arnold, hat keine offiziellen Zahlen – doch privat habe er den Trend durchaus beobachtet. Dabei sei es unumstritten, dass die Zäune zur Sicherheit der Autofahrer beitragen, sagte Arnold. Vor allem kurz nach einer Ortsausfahrt befahre der Verkehrsteilnehmer plötzlich verschneite Straßen.

Zu tödlichen Unfällen kam es in der Region wegen der Schneefälle nicht – allerdings wurde eine 22-Jährige aus Peißenberg am Montag schwer verletzt. Sie wurde von einem bislang Unbekannten ausgebremst. Wegen des Schnees geriet sie ins Schleudern und wurde eingeklemmt.  

jpa/gre

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