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Die Toilette in jeglicher Form steht im Zentrum der Ausstellung

„Es erinnert uns  an unsere tierische Natur“

Toilette, Klo und Co.: Museum führt ins „stille Örtchen“

Nürnberg - Eine Ausstellung über einen der intimsten Orte, das stille Örtchen: nicht gerade alltäglicher Museumsinhalt. Auch Rapper Jan Delay hat es in die Sammlung geschafft.

Was auf dem Klo passiert, bleibt meistens dort - als zu peinlich und intim ist das alltägliche Geschäft verschrien. Dass es dabei durchaus kommunikativ zugehen kann, zeigt von Donnerstag an die Ausstellung „Besetzt! Geschichten im stillen Örtchen“ im Museum für Kommunikation in Nürnberg. Zwölf mobile Toilettenhäuschen gewähren dort Einblicke in Themen, die man auf dem ersten Blick nicht mit einer Wasserspülung in Verbindung bringen würde.

„Dieses Thema Klo, das vermeiden wir gerne im Umgang miteinander, weil es erinnert uns auch so an unsere tierische Natur. Das kann kaum ästhetisch überformen. Das kann man nur peinlich verschweigen“, sagte die Kunsthistorikerin Martina Padberg der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Daher sei es interessant, bestimmte Vermeidungsstrategien beiseite zu lassen, sich zugleich mit hehren Bereichen der Kunst, der Literatur und der Musik, die für das Thema eine Rolle spielen, zu befassen.

Spülung drücken, Jan Delay hören

Künstlerisch geht es etwa in einem Häuschen zu, in dem Tonspuren in Form von Klorollen rund um das Thema Klogang angebracht sind. Wer die Spülung betätigt, bekommt zum Beispiel Jan Delays Song „Im Arsch“ zu hören.

Die Ausstellung „Besetzt! Geschichten im stillen Örtchen“ läuft bis zum 2. Juli.

dpa

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