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Rund um den Spitzingsee waren die Räumfahrzeuge im Dauereinsatz.

Kälteeinbruch in Bayern: Der 48-Stunden-Winter

München - Auf einen Kälteeinbruch hatten uns die Meteorologen ja vorbereitet. Aber dass es gleich so dick kommt? Jedenfalls rauschte der Freistaat am Wochenende vom sonnigen Altweibersommer direkt in den tiefsten Winter.

 Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sank die Temperatur in München innerhalb von zwölf Stunden um mehr als 15 Grad! Ab 500 Metern Höhe gab es am Samstag erste Graupelschauer – so auch in der Landeshauptstadt. In den Bayerischen Alpen und den Mittelgebirgen im Freistaat fiel der erste Schnee des Jahres.

Der 48-Stunden-Winter: Im Bayerischen Wald meldete der Wetterdienst 16 Zentimeter Schnee auf dem rund 1500 Meter hohen Großen Arber, in den Bayerischen Alpenlagen am Wendelstein rund 40 Zentimeter Neuschnee. Erst am Sonntagnachmittag begann dieser langsam zu schmelzen. Auf der Zugspitze (2962 Meter) wurden am Sonntag gar 90 Zentimeter Schnee gemessen. Nur zur Erinnerung: Am Donnerstag herrschten in Bayern noch sommerliche 23 Grad und strahlender Sonnenschein.

Der erste Schnee in Bayern

Der erste Schnee in Bayern

Die Kaltfront – sie wirkte sich auch auf den Straßenverkehr aus. So kamen am Samstagnachmittag auf der A 93 bei Siegenburg (Kreis Kelheim) wegen der plötzlich einsetzenden Graupelschauer acht Fahrzeuge ins Schleudern und krachten ineinander. Dabei kam ein 76-Jähriger aus München ums Leben. Nach Polizeiangaben hatte er sein Fahrzeug bereits verlassen und war von einem rutschenden Auto erfasst und überrollt worden. Auch auf der A 95 auf der Höhe von Wolfrats­hausen kam es am Samstag durch das Wetter zu einem Massenunfall. Weil die Fahrbahn durch den plötzlichen Schneefall glatt wurde, kamen hier zwei Wagen ins Schleudern und krachten in die Leitplanke. Daraufhin konnten mehrere Autofahrer nicht mehr bremsen und rasten in die Unfallwagen.

Die Bilanz: 15 Menschen wurden verletzt. Bereits am Freitagabend gab es auf der Autobahn 93 bei Mainburg (Kreis Kelheim) eine Massenkarambolage – mit 14 Fahrzeugen. Hier wurden gar 17 Personen verletzt, eine Frau lebensgefährlich. Ab heute sollen die Temperaturen übrigens wieder ansteigen – auf 12 bis 14 Grad. Mit dem Schnee ist es erst mal vorbei, verspricht der Wetterdienst.

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