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Bei diesen Temperaturen stürzen sich viele in die Fluten.

Nach Sturm und Regen rollt nun eine Mega-Hitzewelle an

Das Wetter ändern kann keiner - aber mit diesen Expertentipps können Sie es lesen

Natürlich lässt sich das Wetter nicht ändern. Aber: Es lässt sich lesen! Wie das geht, verrät der Meteorologe Andreas Jäger in seinem neuen Buch „20 Wetterregeln, die man kennen muss“.

Jägers wertvollste Tipps lesen Sie hier. Außerdem verraten wir Ihnen, wie das Wetter in der kommenden Woche wird.

Manchmal ist es wie verhext: Kaum hat man seine Picknickdecke ausgebreitet, braut sich ein Gewitter zusammen. So wie am Wochenende. In der Nacht auf Sonntag zogen heftige Unwetter über den Freistaat. Rund um den Wörthsee war die Feuerwehr im Dauereinsatz. Am Münchner Flughafen durften zwischenzeitlich keine Maschinen mehr landen und auf der Reitanlage in Riem wurde das Isle-of-Summer-Festival abgebrochen – ausgerechnet, als der Star-DJ Fritz Kalkbrenner auf der Bühne stand

Die Königskerze dient Sepp Haslinger als Wetter-Orakel

Sepp und die Zeichen der Königskerze

Sepp Haslinger (77) war schon immer gern draußen: barfuß auf Bergen oder nach einem Gewitter am See. Das Höchste der Gefühle aber war, wenn sein Großvater hinausfuhr, um gemeinsam mit den Knechten im Wald zu arbeiten. Wann immer Haslinger damals mitdurfte, spitzte er die Ohren und lauschte den Weisheiten der Alten. Besonders fasziniert haben ihn die Gespräche über das Wetter. Diese Leidenschaft begleitet den 77-Jährigen bis heute. Seit Jahren sagt Sepp Haslinger das Wetter voraus – treffsicher! Als Orakel dient ihm die sogenannte Verbascum thaspus, die kleinblütige Königskerze.

„Im Prinzip ist es ganz einfach“, so der Mann aus Benediktbeuern. „Hat die Königskerze nur ein paar Blüten am Stängel, steht ein milder Winter bevor. Steht die Pflanze hingegen in voller Pracht, ist mit sehr viel Schnee zu rechnen.“

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Zurückzuführen sind Haslingers Vorhersagen auf die Aufzeichnungen zahlreicher Ordensschwestern. Schließlich diente die Königskerze den Nonnen früher als Allheilmittel. In Form von selbst gemachten Salben oder Tees zum Beispiel wurde das Gewächs zur Bekämpfung von Magenschmerzen eingesetzt. Auch Erkältungen konnte die Königskerze lindern.

Um die Menschheit vor Schnee und Kälte und somit vor den Folgen des Winters zu bewahren, so die Schlussfolgerung der Nonnen, stellt die Natur jedes Jahr ein lebensrettendes Elixier bereit – in Form der kleinblütigen Königskerze. „Je nach Bedarf“, ist sich Haslinger sicher, trägt die Pflanze mal mehr, mal weniger Blüten. Heute, im Zeitalter der Schulmedizin, sei die Bevölkerung zwar nicht mehr auf die heilende Kraft der Königskerze angewiesen, so Haslinger. Trotzdem sei das Wissen um das sonnengelbe Orakel wertvoll – „nach wie vor“. In ein paar Wochen macht sich der 77-Jährige wieder auf den Weg – zu Waldrändern, Bahndämmen und Kiesgruben. Da fühlt sich die Königskerze nämlich am wohlsten. Sobald die Pflanze blüht, will Haslinger einen Blick in die Zukunft wagen und schauen, wie das Wetter in diesem Winter wird.

Abendrot

Abendrot, Schönwetterbot! Diese alte Bauernregel lässt sich sogar wissenschaftlich belegen. Schließlich braucht es für ein derart leuchtendes Farbenspiel einen teils wolkenlosen Himmel. Und zwar im Westen, wo die Sonne untergeht. Ist der Himmel abends klar, wird’s schön.

Regenbogen

Der Regenbogen gilt als launische Diva. Denn: Türmen sich die Farbschichten am Vormittag auf, ist mit schlechtem Wetter zu rechnen, weil der Regen im Westen schon lauert. Ein Regenbogen am Nachmittag verheißt hingegen Sonnenschein. Klare Sicht im Westen.

Federwolken

Die sogenannten Cirruswolken fühlen sich in einer Höhe von 5000 Metern daheim, weiß Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Weil Wasser in diesen Lagen nur noch in gefrorener Form vorkommt, ist bei „Federwölkchen“ mit keinem Regenschauer zu rechnen.

Partielle Mondfinsternis

Mond

Ein Mond mit Hof – also mit Lichtkranz – gilt als ältestes Wetterzeichen. Es wurde bereits vor 2700 Jahren von den Assyrern in Ton gedrückt. Bis heute gilt der Hof als Schlechtwetterbote. Fällt gleichzeitig noch der Luftdruck ab, sollten Sie Ihren Ausflug streichen.

Schwalben

Siehst du Schwalben niedrig fliegen, wirst du Regenwetter kriegen – diese Regel stimmt! Das liegt allerdings nicht daran, dass Vögel besonders wetterfühlig sind – sondern daran, dass die Insekten, denen die Schwalben hinterherjagen, bei einem Tief am Boden fliegen.

Morgenrot

Morgenrot mit Regen droht – diese Aussage gilt als sehr vage und ist eigentlich zu vernachlässigen – sagt die Statistik. Fakt ist aber, dass das sonnige Wetter bei uns in den Alpen generell nicht allzu beständig ist. Da kann ein Tag mit Sonne starten und mit Regen enden.

Kirchenglocken

Wussten Sie, dass man einen Wetterumschwung hören kann? Dahinter steckt eine ganz einfache Erklärung. Denn: Schall breitet sich bei sogenanntem Inversionswetter sehr gut aus. Dadurch wirken Kirchenglocken zum Beispiel bei schlechtem Wetter sehr viel lauter.

Schäfchenwolken

Schäfchenwolken gleichen – wie ihr Name bereits vermuten lässt – einer Schäfchen-Herde, die über den Himmel galoppiert. Genauso romantisch wie dieses Bild ist auch seine Botschaft. Schließlich gelten die buschigen Bündel als Schönwetterboten schlechthin!

Vogelbeeren

Jedes Jahr im Februar erklimmt Sepp Haslinger seinen Hausberg. Sein Ziel: der rote Vogelbeerbaum. Haben die Vögel die Pflanze über den Winter abgeerntet, ist mit einem warmen Sommer zu rechnen. Warum? Das lässt sich wissenschaftlich (noch) nicht erklären.

Gewitterwolken

Wenn Sie dunkle Wolkentürme sehen, die sich gegenseitig aufbauschen, dann ist es Zeit, nach Hause zu gehen, weiß Meteorologe Dominik Jung. Denn: Gewitterwolken sind unberechenbar, auch wenn sie weit weg erscheinen. Der Wind kann plötzlich drehen.

Der 100-jährige Kalender

Oft genügt ein kurzer Blick aufs Handy – und schon wissen wir, wie das Wetter morgen wird. Praktisch – aber eigentlich gar nicht nötig! Schließlich sind unsere Vorfahren früher auch ganz gut zurechtgekommen. Ohne Satelliten, ohne Smartphone und ohne Supercomputer. Ein Landwirt zum Beispiel, der das Wetter-ABC nicht beherrschte, drohte zu verhungern. Ein plötzlicher Platzregen wie am Wochenende? Fatal! Doch unsere Vorfahren wussten: Der Himmel schickt seine Zeichen voraus – man muss sie nur lesen können.

Vor rund 400 Jahren begann Mauritius Knauer, ein Zisterzienser-Mönch, seine Beobachtungen aufzuschreiben. Im Jahr 1700 wurde der sogenannte 100-jährige Kalender zum ersten Mal veröffentlicht. Glaubt man der diesjährigen Ausgabe, müssen wir uns auf einen nassen Sommer einstellen. Allerdings – so die Prognose – schickt Petrus zwischendurch auch immer mal wieder ein paar wärmende Sonnenstrahlen vom Himmel. Der Herbst soll – zumindest in der zweiten Hälfte – traumhaft werden. Der Winter: schneereich.

Der putzige Siebenschläfer teilt sich mit dem gleichnamigen Tag nur den Namen.

Sieben Wochen voller Sonnenschein

Wie das Wetter am Siebenschläfertag, so der Juli werden mag – ihren Namen verdankt diese Bauernregel einer uralten Legende: Wir schreiben das Jahr 249, als sieben junge Christen Schutz in einer Berghöhle bei Ephesus suchten. Allerdings wurden die Buben trotz ihres Verstecks von ihren Verfolgern aufgespürt, erfasst – und daraufhin lebendig eingemauert. Knapp 200 Jahre später wurden die Verfolgten zufällig wieder entdeckt. Kurze Zeit später erwachten sie aus ihrem Schlaf und bezeugten den Glauben an die Auferstehung.

Über die Jahre hinweg hat sich die Bedeutung dieser Legende grundlegend gewandelt. So gilt der Siebenschläfertag, der traditionell am 27. Juni gefeiert wird, heute als meteorologische Größe. Glaubt man der Bauernregel, so ist der besagte Tag für die kommende Wetterlage verantwortlich. Heuer würde das sieben Wochen voller Hitze und Sonnenschein bedeuten. sb

Nach dem gewittrigen Wochenende ist nun eine rekordverdächtige Hitzewelle im Anmarsch. In den nächsten Tagen wird es richtig heiß - der Deutsche Wetterdienst warnt.

Alle Sommer wieder sorgen die Unbekleideten an der Isar für Aufregung und Empörung. In diesem Jahr geht es in München um ein äußerst pikantes Problem. 

Der Meteorologe Jörg Kachelmann nimmt kein Blatt vor den Mund. Der Schweizer warnt mit drastischen Worten vor Hitze-Tipps, die für alte Menschen seiner Meinung tödlich enden können.

Im Sommer fragen sich viele: Gibt es Hitzefrei im Büro? Und wenn ja, ab wie viel Grad? Wir verraten Ihnen, welche Rechte Sie als Arbeitnehmer haben.

Reizvolle Seiten des sommerlichen Wetters in der Landeshauptstadt: Lena Meyer-Landrut planscht in München ganz ungeniert in der Isar - Überraschende Aufnahmen 

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