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„Seid vorsichtig“: Experte kündigt „Blitzwinter“ in Bayern an

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Von: Thomas Eldersch

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Auf Bayern steuert eine Schneewalze zu. Dabei kann es Ende der Woche auch in tieferen Lagen schneien.
Auf Bayern steuert eine Schneewalze zu. Dabei kann es Ende der Woche auch in tieferen Lagen schneien. © (Symbolbild) Jens Büttner/dpa

Zum Ende der Woche wird es winterlich in Bayern. Polarluft strömt aus dem Norden in den Freistaat und hat eine dicke Schneewalze mit an Bord.

Update vom 19. Januar: Der „Blitzwinter“ kommt am Donnerstag nach Bayern und hat kalte Polarluft und jede Menge Schnee im Gepäck (siehe Erstmeldung). Auch die Münchner dürfen sich bis Samstag über Schnee freuen. Wie Meteorologe Jan Schenk von The Weather Channel Deutschland vorhersagt, ist bis einschließlich Samstag (22. Januar) immer wieder mit Schneeschauern zu rechnen. Dabei sind bis Samstagnachmittag in der Landeshauptstadt bis zu 15 Zentimeter Neuschnee zu erwarten.

Ferner warnt der Experte vor einer drohenden „Schnee-Glättelage“. Besonders im Süden wird es daher für Autofahrer gefährlich. „Seid vorsichtig“, so Schenk in seinem Video.

In Richtung Alpen ist es naturgemäß sogar noch etwas mehr: Hier können sich bis zu 20 Zentimeter Neuschnee ansammeln.

„Blitzwinter“ kommt nach Bayern: Schnee bis in tiefe Lagen - Autofahrer aufgepasst!

Erstmeldung vom 18. Januar: München - Bislang zeigte sich der Winter 2021/22 eher von seiner zahnlosen Seite. Zur Winter-Halbzeit - gemeint ist der meteorologische Winter - am vergangenen Wochenende resümierten Meteorologen, dass er bislang 2,5 Grad wärmer war, als das 30-jährige Mittel, so fasst es der Experte Dominik Jung zusammen. Der Januar war bislang sogar vier Grad zu warm. Doch das soll sich jetzt gegen Ende der Woche ändern. Der „Blitzwinter“ kommt am Donnerstag.

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Wetter in Bayern: Polarluft bringt Schnee und Glättegefahr

„Extrem kalte Höhenluft“, schreibt Meteorologe Jung, klopft schon an unsere Tür. Wetter.net nennt es sogar einen „Höhentrog“. Es kommt also etwas auf den Freistaat zu und hat kalte Polarluft sowie eine Menge Schnee im Gepäck. Der Mittwoch wird für die Jahreszeit noch einmal sehr mild. In Unterfranken steigt das Thermometer auf fünf Grad. In Augsburg sind sogar sechs Grad und Sonne drin. Doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass uns ein Wetterwechsel bevorsteht. Schon in der Nacht auf Donnerstag rauschen die Werte in den Keller. Minus sechs Grad in Passau und Kempten. Und in Berchtesgaden kratzt man mit minus neun Grad an der Zweistelligkeit.

Am Donnerstag kommt dann der „48-Stundenwinter nach Deutschland“, so Jung. Ein Schneesturm soll übers Land ziehen und es sind sogar Wintergewitter möglich. Dabei sinkt die Schneefallgrenze teils bis auf 400 Meter ab. Darunter wird es Schneeregen geben. In Staulagen - besonders in den Mittelgebirgen - können bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen. „Wegen Glättegefahr ist auf den Straßen Vorsicht geboten“, warnt Meteorologin Adrienne Jeske von wetter.net. Und während in Deutschland am Freitagnachmittag die Schneefälle nachlassen, dreht Bayern noch einmal eine Extrarunde.

Wetter in Bayern: Der Winter 2022 wird zu warm

Die Luft wird am Wochenende wieder milder. Die Temperaturen schaffen es aber trotzdem kaum über den Gefrierpunkt. In Unterfranken wird es mit vier Grad am wärmsten. Dort kann es am Samstag auch regnen. Ansonsten schneit es im restlichen Freistaat bei Werten zwischen null Grad in München und drei Grad in Regensburg. Erst am Sonntag lassen die Schneefälle nach und es bleibt bei einem grauen bayerischen Himmel.

Noch bis Ende Februar geht meteorologisch gesehen der Winter. Doch viel von ihm zu erwarten, haben wir laut Experte Jung nicht mehr. „Ob die große Kälte nun im Februar kommt, ist möglich, aber sehr unwahrscheinlich.“ Und der März soll nach ersten Prognosen sogar extrem zu warm ausfallen. All das Geunke vom Eiswinter mit viel Schnee im vergangenen Jahr scheint also schneller wieder verschwunden zu sein, als der kommende Wintereinbruch in Bayern. (tel)

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