„Ein echter Kaltstart in den Hochsommermonat“

Wetter in Bayern: Experte erklärt Hochsommer für beendet - Der DWD warnt vor Gewittern

  • VonTanja Kipke
    schließen

Niedrige Temperaturen und Dauerregen vermiesen auch am Donnerstag noch den Ferienstart. Wetterexperte Jung hat einen düsteren Ausblick für den weiteren August.

Update vom 5. August, 18.38 Uhr: Der Dauerregen im Süden Bayerns hat mittlerweile nachgelassen. Doch der Wettergott scheint sich nicht beruhigen zu wollen. Über Teile Schwabens, Unterfrankens und Oberbayerns ziehen einige Gewitterwolken. Dabei können laut DWD in kurzer Zeit bis zu 25 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen. Bislang reicht das Gewitterband von der Landesgrenze nach Baden-Württemberg bis zur Landehauptstadt München. Da es aber weiter nach Osten zieht, kann es im Laufe des Abends auch in Teilen Südost-Bayerns krachen.

In Schwaben, Unterfranken und Oberbayern ziehen Gewitterwolken übers Land.

Erstmeldung vom 5. August, 10.48 Uhr: München - Das Wetter* zeigt sich weiterhin von seiner herbstlichen Seite. Von einem heißen August ist weit und breit nichts zu sehen. Eine Wolkendecke versperrt am Donnerstag den meisten Bayern die Sicht auf die Sonne. Die Temperaturen sind - wie am Vortag - mit 13 bis 15 Grad eher herbstlich. Bereits am Mittwoch warnte der DWD im Süden des Freistaats vor Dauerregen. Bis Donnerstagmittag soll es damit nun weitergehen.

Wetter in Bayern: Im Süden regnet es unaufhörlich - Gewitter kommen von Westen

Am Alpenrand regnet es seit fast 20 Stunden unablässig. Der Regen scheint bis Mittag auch noch zu bleiben. Auf der Warnkarte des DWD sind zahlreiche Landkreise orange eingefärbt. Das bedeutet: „Warnung vor markantem Wetter“. Es werden Niederschlagsmengen zwischen 30 und 40 Liter pro Quadratmeter erwartet. Folgende Landkreise sind von der Wetterlage betroffen: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim, Traunstein, Altötting und Berchtesgadener Land.

Für den Landkreis und die Stadt Rosenheim* gibt es seit heute Morgen (5. August) auch eine Hochwasserwarnung. Aufgrund der Niederschlagsmengen steigt der Wasserstand am Inn. Die Meldestufe 1 ist bereits erreicht. Deshalb gilt eine „Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen“.

Der Dauerregen am Alpenrand hält noch bis Mittag an.

Damit aber noch nicht genug. Laut des Wetterberichts des DWD ziehen am Mittag von Westen Gewitter* in den Freistaat. Dabei kann es lokal zu Unwettern mit Starkregen bis 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit kommen. Vor allem zwischen Rhön und Oberpfälzer Wald sowie nordöstlich davon treten die Gewitter auf. Vereinzelt gibt es auch Hagel und Böen bis 60 km/h. „In der ersten Nachthälfte allmählich abklingende Schauer und Gewitter“, so der DWD.

Meteorologe Dominik Jung gibt düsteren Ausblick für die nächsten Wochen

Laut Meteorologe Dominik Jung von wetter.net sei der August nach den ersten vier Tagen tatsächlich um zwei Grad kälter als das Klimamittel. „Das war somit ein echter Kaltstart in den Hochsommermonat“, erklärt er. Auch für die nächsten Wochen hat er keine hochsommerlichen Prognosen zu verkünden. Der Hochsommer ist damit wohl erstmal abgesagt.

„Schauer und Gewitter, teilweise auch Unwetter bleiben uns leider auch in der nächsten Woche erhalten. Auch die kommenden Tage bringen nahezu täglich Starkregen*“, so der Meteorologe. Jedoch treten diese Wetterlagen meist nur lokal begrenzt auf. Ein Lichtblick gibt es allerdings: In der nächsten Woche soll es zumindest wärmer werden, wenn auch nicht mehr hochsommerlich. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Übrigens: Die wichtigsten Geschichten aus dem schönen Nürnberg gibt‘s jetzt auch in unserem brandneuen, regelmäßigen Nürnberg-Newsletter.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare