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Wetter-Chaos in Bayern: Hohe Waldbrandgefahr im Norden – starke Gewitter im Süden

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Von: Thomas Eldersch

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Luftmassen liefern sich über Bayern einen Kampf. Vielerorts setzt sich schwülwarmes Gewitterwetter durch. Im Norden steigt die Waldbrandgefahr weiter an.

München – Als könnte sich Petrus nicht entscheiden – und um bei den biblischen Vergleichen zu bleiben –, fällte er jetzt ein salomonisches Urteil über Bayern. Im Norden des Freistaats bleibt es sonnig und trocken bei Top-Werten um die 30 Grad. Während der Süden mit einem Gewitter nach dem anderen zu kämpfen hat und mit fast schon kühlen 23 Grad in München leben muss.

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Wetter in Bayern: Im Norden Waldbrandgefahr, im Süden Gewitter

Der Grund für das zweigeteilte Wetter in Bayern ist allerdings nicht der Apostel Jesus, sondern zwei verschiedene Luftmassen, die über die Vorherrschaft konkurrieren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schreibt in seiner Prognose: „Eine Luftmassengrenze über Bayern trennt trockene und mäßig warme Luft im Norden von feuchtwarmer und labiler Luft im Süden. Im Tagesverlauf kommt die labile Warmluft weiter nordwärts voran.“ Feucht und labil heißt in diesem Zusammenhang Gewitter.

Im Süden des Freistaats bleibt es am Mittwoch, 22. Juni, den ganzen Tag schwül warm. Dabei kann es örtlich zu Unwettern mit Starkregen um 20 l/qm in der Stunde kommen. Auch Hagel und Sturmböen sind möglich. In einzelnen Regionen kann es sogar noch heftiger werden. Hier sind 25 Liter Regen auf den Quadratmeter drin. Die Hagelkörner können einen Durchmesser von zwei Zentimeter erreichen. Und der Wind weht mit bis zu 85 km/h.

Wie schon erwähnt, sieht die Situation im Norden komplett anders aus. Hier sehnt sich vor allem der Wald nach einer feuchten Abkühlung von oben. Der DWD schreibt: „In Nordbayern besteht verbreitet eine hohe Waldbrandgefahr (Warnstufe 4), örtlich auch eine sehr hohe (Warnstufe 5 von 5).“ Und die ersten Tropfen werden hier wohl nicht vor Freitag fallen. Die Stadt Hof reagierte deswegen. Seit diesem Mittwoch, 22. Juni, ist bis Ende August der Betrieb von offenen Feuerstätten im Freien, „insbesondere Lagerfeuer, Sonnwendfeuer und Feuerstellen“ verboten, teilte die Stadt mit. „Der Grund hierfür ist das hohe Risiko, dass sich aufgrund der Trockenheit das Feuer unkontrolliert ausbreiten kann.“ Andere Städte stellten ähnlich Regeln auf.

Wetter in Bayern: Es bleibt unbeständig – am Wochenende wird es warm und trocken

Am Donnerstag haben sich die letzten Gewitter verzogen und es wird in ganz Bayern sonnig. Dabei klettert laut wetteronline.de das Thermometer in Würzburg und Bamberg auf 32 Grad. In München und Kempten ist schon bei 28 Grad Schluss. Am Freitag kann es im gesamten Freistaat krachen. Gewitterwolken von Unterfranken bis Oberbayern. Es kühlt auf etwa 26 Grad in Ober- und Unterfranken ab. Im Allgäu werden es gerade einmal 22 Grad. Das Wochenende wird vielerorts sonnig und trocken. (tel)

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