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Neue Unwetter-Warnungen für Bayern: „Lokal heftiger Starkregen“ - auch Hagel möglich

  • Thomas Eldersch
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Am Wochenende zogen heftige Gewitter über Bayern hinweg. Die Feuerwehren waren mancherorts im Dauereinsatz. Nun geht die neue Woche fast genauso weiter.

Wetter-News Bayern: Weiter hohes Gewitterrisiko - DWD warnt

Update vom 8. Juni, 7.58 Uhr: Die Menschen in Bayern müssen sich in manchen Regionen weiterhin auf ungemütliches Wetter einstellen. Vor allem nördlich der Donau und an den Alpen sind am Dienstag Gewitter mit lokal heftigem Starkregen möglich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. In kurzer Zeit können dann bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Auch Hagel und Windböen seien möglich. Die Höchsttemperaturen liegen am Dienstag zwischen 20 und 27 Grad.

In der Nacht zum Mittwoch soll das Gewitterrisiko zunächst abnehmen. Im Tagesverlauf bleibt es den Meteorologen zufolge aber unbeständig. Bei bis zu 26 Grad seien neben Sonne und Wolken auch teils kräftige Schauer und Gewitter möglich. 

Update vom 7. Juni, 21.15: Auch zu Beginn der Nacht auf Dienstag gibt es im Westen Bayerns und in Alpennähe noch einzelne Gewitter, die lokal unwetterartig ausfallen können. Starkregen mit bis 40 l/qm Niederschlag innerhalb kurzer Zeit ist möglich, vor allem im südlichen Schwaben. Zudem fällt kleiner Hagel bei Böen bis 70 km/h. Im weiteren Verlauf der Nacht herrscht dann abnehmendes Gewitterrisiko. Am Dienstag im Tagesverlauf schwerpunktmäßig nördlich der Donau und an den Alpen erneut aufkommende Gewitteraktivität mit ähnlichen Begleiterscheinungen. In der Landeshauptstadt startet der Dienstag zunächst freundlicher, erst im Laufe des Tages steigt auch hier das Regenrisiko.

Update vom 7. Juni, 17.44 Uhr: Auch am späten Nachmittag gelten weiterhin amtliche Unwetter-Warnungen für viele Regionen in Bayern. Fast im gesamten Alpenraum warnt der Deutsche Wetterdienst etwa: „Im Laufe des Abends Zusammenwachsen der Gewitterzellen mit unwetterartigem Starkregen über mehrere Stunden hinweg. Dabei lokal heftiger Starkregen um 30 l/qm, punktuell extrem heftiger Starkregen um 50 l/qm in kurzer Zeit. Weitere Begleiterscheinungen sind Hagelansammlungen oder Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9).“. Rund um Bad Reichenhall gilt sogar jetzt schon eine Warnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel.

Die gleiche Warnung spricht der DWD zudem für den Norden des Freistaats aus. Von Coburg über Bamberg, Amberg bis fast nach Regensburg gilt die Warnung.

Die Vorab-Info zu möglichen Gewittern im Verlauf des Abends gilt zudem auch fast im kompletten Freistaat. Nur Im Eck zwischen München, Ingolstadt, Regensburg und Passau gilt aktuell keine Warnung.

Unwetter-Warnung in Bayern - diese Regionen sind betroffen

Update vom 7. Juni, 14.57 Uhr: Sobald der Nachmittag in Bayern anbricht, heißt es in den vergangenen Tagen, die Zeit für Unwetter ist gekommen. Da macht auch der heutige Montag keine Ausnahme. Die Warnkarte des DWD leuchtet in grellen Rot-Tönen. Besonders östlich von Bayreuth in Oberfranken kracht es derzeit heftig. Die höchste Warnstufe wurde hier ausgerufen: „Amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit extrem heftigen Starkregen und Hagel.“ Hier sind Niederschlagsmengen zwischen 40 und 60 l/qm2 möglich. Hagelkörner können bis zu zwei Zentimeter groß werden.

Aber auch in Mittelfranken um die Metropolregion Nürnberg herum kommt es derzeit zu schwerem Gewitter. Ebenso in der Oberpfalz bis hin nach Niederbayern wüten Unwetter. Hier können es teilweise 20 bis 40 Liter Regen auf den Quadratmeter werden. Dazu sind Windböen mit bis zu 60 Kilometern in der Stunde möglich.

Wetter: Der Juni war bislang in Bayern zu warm

Update vom 7. Juni, 9.18 Uhr: Wieder ein Tag mit heftigen Gewittern und Starkregen ist rum. Viele Regionen in Bayern hoffen jetzt auf Entspannung, nachdem dort die Feuerwehren Dauerschichten gefahren haben. Doch Meteorologe Dominik Jung von qmet.de macht ihnen wenig Hoffnung. „Die Unwetterlage ist noch lange nicht vorbei“, so der Wetter-Experte. Die Woche soll es weiter schwülwarm bleiben. Dazu ist es derzeit viel zu heiß im Freistaat. Nach dem zu kalten Mai und April kommt jetzt das andere Extrem. Im deutschen Schnitt sind es 3,8 Grad zu viel. Im Bayerischen Wald teilweise sogar 5,4 Grad. Und in der feuchtwarmen Luft fühlen sich dann 23 Grad ganz schnell mal wie 28, 29 oder sogar 30 Grad an.

Außerdem macht dem Wetterexperten die fehlende Luftströmung Sorgen. Möglicherweise ein Phänomen des Klimawandels meint Jung. Der fehlende Durchzug führt dazu, dass Gewitter über lange Zeit an einem Ort feststecken „und das führt eben zu besagten Sturzfluten“. Schon jetzt sind durch Unwetterschäden in Deutschland Millionenbeträge zusammengekommen. Im schwäbischen Dillingen kamen gestern rund 100 Liter auf den Quadratmeter zusammen. Der Experte warnt daher dringend, „bei Sturzfluten nicht in den Keller gehen, es droht Überflutungsgefahr“.

DWD-Warnung vor Gewittern für große Teile Bayerns

Heute kann es laut DWD wieder in großen Teilen Bayerns zu Gewittern kommen. Ab 13 Uhr kann es fast im ganzen Freistaat wieder schütten. Nur der Südosten bleibt weitestgehend verschont. Große Teile Niederbayerns, Oberbayerns und der Oberpfalz bleiben trocken. Dabei werden Temperaturen um die 23 erreicht. Im Allgäu wird es etwas kühler mit 18 Grad. In der Nacht kann es noch vereinzelt zu Gewittern kommen. Das Thermometer bleibt dabei überall in Bayern im zweistelligen Bereich. Am wärmsten wird es in Unterfranken mit 15 Grad.

Wetter in Bayern: Starkregen über Schwaben

Update vom 6. Juni, 19.58 Uhr: Die Regenschauer in Teilen Frankens und der Oberpfalz haben abgenommen. Die höchste Warnstufe wurde aufgehoben. Eine neue Region wird jetzt jedoch auf der DWD-Warnkarte mit dunkelrot markiert. Nördlich von Augsburg hat sich ein Starkregenband festgesetzt. Hier kommen im Moment Niederschlagsmengen von 30 bis 50 Litern auf den Quadratmeter zusammen. Die Warnung gilt noch bis 21 Uhr. Bis dahin könnten es nochmal rund 20 bis 30 Liter werden.

Für die übrigen Teile Schwabens gibt es weiterhin eine DWD-Warnung vor Starkregen. Diese gilt bis Montagmorgen 4 Uhr. Dabei können bis zum Morgengrauen noch einmal 20 bis 35 Liter pro Quadratmeter runterkommen. Größtenteils trocken davon kommen große Teile Ober- und Niederbayerns sowie der nordwestliche Teil Unterfrankens.

Ursprungsmeldung vom 6. Juni, 17 Uhr

München - Die ersten Tage des diesjährigen Sommers haben es bereits in sich gehabt. Vielerorts hat feuchtwarmes Wetter* zu schweren Unwettern mit Starkregen geführt. Und laut Deutschem Wetterdienst (DWD) scheint es noch nicht ausgestanden zu sein. Eine Region in Bayern ist dabei am Sonntag besonders betroffen.

DWD gibt für Teile Bayerns höchste Warnstufe aus

Immer wieder hat es an diesem Wochenende die Region zwischen Bayreuth, Nürnberg* und Regensburg* getroffen. Auch am Sonntagnachmittag gab der DWD für diese Region die höchste Warnstufe aus (Stand: 16.30 Uhr). Es drohen dort „extrem heftiger Starkregen und Hagel“. Bei schwerem Gewitter* können Niederschlagsmengen um die 50 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Derzeit kann es in ganz Oberfranken, Teilen der Oberpfalz, Niederbayerns, Oberbayerns und Mittel- sowie Unterfrankens zu Unwettern kommen. Aber auch Schwaben bleibt nicht verschont. Dort ziehen mittlerweile ebenfalls Wolkenfelder mit Starkregen im Gepäck durch. Erst am Montag soll sich die Lage in weiten Teilen Bayerns wieder entspannen.

Der DWD gibt für Teile Frankens und der Oberpfalz die höchste Warnstufe aus.

Besonders Oberfranken hat es am Samstag heftig getroffen. Die Polizei meldete mehr als 100 Einsätze - vorwiegend um die Gemeinde Bindlach (Landkreis Bayreuth) herum und im Landkreis Coburg. Zahlreiche Keller seien vollgelaufen, sagte ein Sprecher am Sonntag. Bei Gößweinstein im Landkreis Forchheim kam es zu einem Erdrutsch. Auf der A72 bei Köditz im Landkreis Hof schleuderte eine fünfköpfige Familie mit ihrem Auto auf regennasser Fahrbahn gegen die Mittelleitplanke. Anschließend schlitterte das Auto quer über die Fahrbahn in einen Wildschutzzaun. Dabei wurden die Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Mehrere Blitzeinschläge in Niederbayern und der Oberpfalz

Auch in der Oberpfalz und Niederbayern musste die Feuerwehr und die Polizei immer wieder ausrücken. Bei Vilseck setzte ein Blitzeinschlag die Bahnschranken außer Betrieb. Die Züge mussten auf Sicht fahren. Im Landkreis Dingolfing fing ein Strommast Feuer, nachdem dort ebenfalls der Blitz eingeschlagen hatte.

Heftig ging es auch in Schwaben zu. Dort liefen im Landkreis Donau-Ries rund zwei Dutzend Keller voll, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Auf dem Bodensee kenterten bei Sturm mehrere Segelboote. Die Landesleitzentrale Vorarlberg löste internationalen Seenotalarm aus. Zahlreiche Polizeiboote, Feuerwehren, Wasserretter und Hubschrauber waren im Einsatz. Im Nachbarland Österreich wütenden ebenfalls heftige Gewitter. Die Ötztalstraße in Tirol musste nach einem Felssturz gesperrt werden. „Obergurgl ist derzeit über keinen Verkehrsweg erreichbar“, teilte die Polizei in Sölden mit. Eine Luftbrücke stelle die Versorgung der Bevölkerung sicher. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © A. Hartl / imago images

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