Nicht nur DWD alarmiert

Bayern: Deutliche Warnung vor gefährlichem Wetter-Wechsel - „Auf ersten Blick nicht erkennbar“

  • Thomas Eldersch
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Noch bis in die kommende Woche bleibt es arktisch kalt in Bayern. Dann bahnt sich langsam der Frühling einen Weg - doch mit ihm geht eine große Gefahr einher.

  • Das Wetter* in Bayern zeigt sich derzeit noch einmal von seiner frostigen Seite.
  • Zunächst ist es noch arktisch kalt - doch ein Umschwung ist in Aussicht (siehe Update vom 15. Februar, 8:01 Uhr).
  • Die Wasserwacht-Bayern warnt in diesem Zusammenhang jedoch vor einer Gefahr (siehe Update vom 15. Februar, 11.05 Uhr).

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Update vom 15. Februar, 11.05 Uhr: Vielerorts in Bayern waren sie am vergangenen Wochenende zu sehen: Schlittschuhläufer, die auf zugefrorenen Weihern und Seen ihre Runden drehten. Doch auch, wenn die bittere Kälte (siehe Update vom 14. Februar, 08.05 Uhr) einen anderen Eindruck gemacht haben mag - von den Eisflächen geht demnächst eine große Gefahr aus.

Nun, da die Kälte in den kommenden Tagen etwas abklingen soll (siehe Update vom 15. Februar, 8:01 Uhr), geht die Wasserwacht in Bayern mit einer deutlichen Warnung an die Öffentlichkeit - das Betreten des Eises könne lebensgefährlich sein, heißt es.

Die Mitteilung der Wasserwacht im Wortlaut:

„Durch den Dauerfrost der vergangenen Wochen haben viele Seen in Bayern eine Eisschicht gebildet, die vielerorts nicht tragfähig sind. Die Eisdecke ist zu dünn und es besteht Einbruch- und damit Lebensgefahr. Die vorhergesagten wärmeren Temperaturen lassen das Eis tauen, was für Laien auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.“

Entdeckt man eine ins Eis eingebrochene Person, soll zunächst laut um Hilfe gerufen und über die 112 ein Notruf abgesetzt werden, heißt es von der Wasserwacht weiter. „Ohne Rettungsausbildung sollte man nur vom Ufer aus helfen und andere auf die Notsituation aufmerksam machen. Denn wer nicht als Retter ausgebildet ist, sollte nicht einfach ins Wasser gehen“, teilt der Vorsitzende der Wasserwacht-Bayern mit.

Wetter in Bayern: Glatteis, Schnee und Frost am Montag - Deutscher Wetterdienst warnt

Update vom 15. Februar, 8:01 Uhr: In Bayern müssen sich die Menschen am heutigen Montag auf Glatteis, Schnee und Frost einstellen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) beginne es am Nachmittag zwischen Unterfranken und Schwaben zu schneien. Gegen Abend geht der Schnee dann in Regen über. Der DWD warnt vor Glatteis auf den Straßen. Die Höchstwerte liegen bei minus 2 bis 5 Grad, die Tiefstwerte bei minus 10 bis minus 15 Grad. In den Alpengipfeln und den Kammlagen des Bayerischen Waldes sind zudem stürmische Böen möglich.

In den kommenden Tagen soll die eisige Kälte der letzten Tage etwas abklingen. In tieferen Lagen bleibt es auch in der Nacht bei Plusgraden, wenn auch einstellig. Zudem bleibt es meist trocken, bei gebietsweise dichter Bewölkung. Nur vereinzelt fällt Regen. Im Tagesverlauf des Donnerstag könnten in Schwaben sogar bereits um die 12 Grad plus erreicht werden.

Wetter in Bayern: Im Freistaat bleibt es zunächst bitterkalt - doch allmählich soll Frost abschwächen

Update vom 14. Februar, 8.05 Uhr: Am Sonntag bleibt es im ganzen Freistaat zunächst bitterkalt. Bis 12 Uhr gilt sogar noch eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor strengem Frost. Dazu heißt es: „Es tritt Frost zwischen -10 °C und -15 °C auf. Über Schnee sinken die Temperaturen auf Werte bis -20 °C.“ Die DWD-Warnkarte ist deshalb für ganz Bayern orange eingefärbt (siehe Erstmeldung).

Am Vormittag sowie im weiteren Tagesverlauf gibt es viel Sonne, nur an den östlichen Mittelgebirgen zeitweise lockere Wolkenfelder. Allmählich soll sich der Frost dann abschwächen, die Temperaturen steigen am Untermain bereits auf + 1 Grad, sonst minus 4 bis 0 Grad. „In der Nacht zum Montag von Westen dichtere mittelhohe Wolkenfelder. Tiefsttemperatur -8 Grad westlich des Spessarts, sonst nochmals strenger Frost bis lokal -20 Grad in den Tälern der östlichen Mittelgebirge und der Alpen.“ Das teilte der DWD mit. Ab Dienstag kann sich die Lage dann jedoch ändern, die Temperaturen steigen (siehe Erstmeldung).

Wetter in Bayern: Nach Dauerfrost kündigt sich ein gefährlicher Wetterwechsel an - der DWD warnt

Erstmeldung vom 13. Februar: München - Seit Tagen hält der strenge Frost den Freistaat in seinem eisigen Griff. Daran wird sich vorerst auch nichts ändern. Temperaturen im zweistelligen Minusbereich in der Nacht und sonnige, aber kalte Tage bleiben uns vorerst erhalten. Aber schon am Dienstag kann sich die Wetterlage dramatisch ändern.

Wetter in Bayern: Temperaturen in der Nacht weiterhin im zweistelligen Minusbereich

Für Sonntag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für ganz Bayern viel Sonne voraus. An den östlichen Mittelgebirgen kann sich jedoch am Vormittag noch ein wenig Hochnebel halten. Am Untermain klettert nach Tagen im Minusbereich das Thermometer sogar mal wieder auf plus ein Grad. Im Rest Bayerns bleibt es frostig mit Werten knapp unter dem Gefrierpunkt. In der Nacht zum Montag ziehen die Temperaturen noch einmal richtig an. Bis zu minus 18 Grad sind dabei möglich.

Bis Montag gilt in Bayern noch die Warnung vor strengem Frost.

Am Montag schieben sich dann vermehrt dicke Wolken über Bayern. Es wird merklich wärmer. Im Allgäu sind bis zu sieben Grad drin. In einem Band von Mittelfranken bis zu Oberpfalz kann es immer mal wieder zu Schneefällen kommen. In Schwaben und Unterfranken verwandelt sich der feste in flüssigen Niederschlag* - es kann regnen. Der DWD warnt deshalb nachdrücklich vor Glatteis auf den tiefgefrorenen Straßen.

Wetter: Regen für ganz Bayern vorhergesagt

Feucht wird es dann ab Dienstag verbreitet in ganz Bayern. Wetteronline.de meldet für den gesamten Freistaat Regen. In Alpennähe und im Bayerischen Wald kann daraus Schnee* werden. Die Temperaturen steigen dabei weiter an. Bis zu elf Grad sind in Kempten im Allgäu drin. Am kältesten bleibt es in der Oberpfalz und in Unterfranken mit drei Grad. In der Nacht rutscht das Thermometer wieder in ganz Bayern in Richtung Gefrierpunkt. Erneut herrscht große Glatteisgefahr. Erst zum kommenden Wochenende hin lassen die Niederschläge langsam nach. Der Frühling bahnt sich seinen Weg nach Bayern mit Topwerten um die elf Grad. (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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