Auswirkungen auf die Ernte

Regen in Bayern ärgert Urlauber und freut die Bauern

München - Verregnete Pfingstferien ärgern Eltern und Schüler gleichermaßen. Die Bauern in Bayern freuen sich hingegen über fast jeden Tropfen. Wenn der Regen aber nicht bald nachlässt, hat das negative Folgen für die Ernte.

Pfingstferien - und wieder Regen. Was die Urlauber in trübe Stimmung versetzt, kommt den Bauern recht - vor allem im Norden Bayerns, wie Theo Däxl vom Bayerischen Bauernverband berichtet. „In den fränkischen Regionen ist man heilfroh über Regen. In München kann man sich kaum vorstellen, wie trocken es da zum Teil war.“

In Schwebheim, im traditionellen Kräuteranbaugebiet in Unterfranken, habe es bis vergangene Woche acht Millimeter seit Jahresbeginn geregnet. „Die freuen sich über jeden Tropfen.“ Wenige Millimeter Regen ist fast schon wüstenhaft: In München regnet es im ganzen Jahr im Schnitt etwa 800 Millimeter, in Südbayern bis 1200.

Allerdings weicht der starke Regen gerade im Süden die Böden stark auf und erschwert so die Ernte. Die Erntehelfer stehen im Schlamm, und die Früchte müssen besser gewaschen werden - viel Arbeit.

Zudem habe die Kühle das Wachstum gebremst, sagt der Referent für Obst- und Gartenbau. „Der Regen hat dem Spargel gar nicht so schlecht getan, aber es müsste halt irgendwann mal wieder aufhören.“

Gerade die Erdbeeren, denen Regen in der Reife schadet, sind noch nicht so weit. „Die Erdbeerernte ist zum Glück noch nicht richtig losgegangen.“ Für die Herbstgemüse - Kraut, Einlegegurken, Rote und Gelbe Rüben habe sich der Regen positiv ausgewirkt. „Sie kriegen immer Niederschläge und können schön wachsen.“

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dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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