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Sahara-Hitze bringt Bayern zum Glühen: Höchster Wert seit 1881 - und dann fürchtet Experte den „großen Knall“

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Von: Thomas Eldersch

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Hoch Yona schaufelt mehr und mehr Hitze nach Deutschland. Bis weit über 30 Grad kann dabei das Thermometer klettern. Dann droht ein stürmischer Wetterwechsel.

München - Heiß, heißer am heißesten. Bald gibt es keine Steigerungsformen mehr für das Wetter in Deutschland. Der Juni packt schon alles aufs Tableau, was sonst nur im Hochsommer aufgefahren wird. Bis zu 40 Grad sollen diese Woche noch drin sein. Und auch in Bayern werden Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke erreicht.

Wetter in Bayern: Historischer Juni - Höchstwerte um die 40 Grad möglich

Meteorologisch gesehen ist der Juni schon ein Sommermonat - kalendarisch allerdings noch nicht. Da beginnt der Sommer erst am 21. Juni. „Jedenfalls erwarten wir die höchstmöglichen Temperaturen für die aktuelle Jahreszeit. Immerhin haben wir eigentlich noch Frühling“, sagt Wetterexperte Dominik Jung von qmet.de. Und da sind die prognostizierten 40 Grad im Osten der Republik schon außergewöhnlich. „Seit 1881 hat es in Deutschland in einem Juni noch nie 40 Grad gegeben.“

Bei der Halbzeitbilanz spielt der Juni laut Meteorologe Jung auch in der Champions League mit. Mit 3,4 Grad im Schnitt ist er wesentlich wärmer als im langjährigen Klimamittel. Bisher ist der Monat auch noch zu trocken. Nur 29 Prozent des üblichen Niederschlags ist bisher erreicht worden. Dafür hat die Sonne mehr als ergiebig geschienen. 61 Prozent des durchschnittlichen Sonnenscheinsolls wurden bislang schon erfüllt. Mit den angekündigten Spitzenwerten in den kommenden Tagen können diese Werte noch weiter nach oben geschraubt werden, vermutet Jung.

Zum Wochenende hin droht Bayern ein Wetterwechsel

Grund für die Hitzewelle ist Hoch Yona, das heiße Luft aus dem Südwesten Europas und aus der Sahara nach Deutschland schaufelt. Was auch für Bayern Temperaturen jenseits der 30 Grad bedeutet. Jeden Tag ist ab jetzt eine neue, kleine Steigerung auf dem Thermometer abzulesen. Während am heutigen Dienstag, 15. Juni, der Schnitt bei rund 27 Grad liegt, überschreitet die Quecksilbersäule spätestens am Donnerstag vielerorts die 30 Grad. Tropische Nächte über 20 Grad lassen allerdings bis zum Wochenende noch auf sich warten. Heute Nacht wird es fast schon frisch bei Werten zwischen zwölf und 15 Grad.

Zum Wochenende hin bahnt sich ein Wetterwechsel an. „Mit der Hitze kommt auch die große Schwüle ab Donnerstag“, sagt Experte Jung. Das kann dann in Bayern spätestens am Sonntag zu einem „großen Knall“ führen. Gewitter mit Hagel und Sturmböen sind dann wieder möglich. Bis dahin zeigt sich allerdings der Frühling, der schon als Sommer getarnt ist, von seiner besten Seite. (tel)

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