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Januar oder Juli? Auf der Edelweißspitze am Großglockner ist am Donnerstagvormittag alles weiß.

Und das mitten im Juli

Erster Schnee! Chaos-Sommer erreicht neuen Höhepunkt

München - Der Chaos-Sommer erreicht einen neuen Höhepunkt: In den Alpen hat es über Nacht geschneit. Die Schneefallgrenze sinkt und sinkt.

Jetzt spielt der Sommer völlig verrückt: In den Alpen glitzern die Gipfel weiß, Berghütten und Alpenstraßen sind schneebedeckt. Über Nacht ist die Schneefallgrenze stellenweise bis auf 1500 Meter gesunken, berichtet das Wetterportal wetter.net.  Einige Pässe in den Alpen sind gesperrt oder nur noch mit Schneeketten befahrbar. Darauf weist der ADAC hin. 

Besonders winterlich gibt sich der Juli in den österreichischen und Schweizer Bergen: Die beliebte Großglockner Hochalpenstraße ist beispielsweise schneebedeckt und auch auf der Edelweißspitze liegt Schnee, wie die Bilder der Webcam zeigen. Dabei wurden in Österreich vor ein paar Tagen noch 35 Grad gemessen. Auch in den bayerischen Alpen herrscht unbeständiges Wetter mit Regen- und Schneeschauern. Die Höchsttemperaturen betragen -3 bis 8 Grad, die Tiefstwerte in der Nacht 1 bis -7 Grad. 

"Der Sommer hält sich für den Winter"

„Für Mitte Juli ist so eine tiefe Schneefallgrenze extrem selten", so Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. "Es kann mal im Juni oder im späten August bis auf diese Höhen herab schneien, aber im Juli ist das nun wirklich ein eher seltenes Schauspiel. Dieser Sommer hält sich nun nicht nur für den Herbst, sondern sogar für den Winter“, staunt der Meteorologe.

In Deutschland und besonders in Bayern macht das Polentief Ulrike dem Sommer einen Strich durch die Rechnung. Es bringt dicke Wolken und jede Menge Regen. Vor allem in Bayern dauern die Niederschläge weiter an. Im Osten und Süden Bayerns gelten entsprechende Unwetterwarnungen. Besonders nass war es bisher an und in den bayerischen Alpen: Dort fielen in den vergangenen 72 Stunden lokal über 150 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Aber auch München regnete es binnen 48 Stunden über 60 Liter pro Quadratmeter. 

In der Nacht zum Freitag sollte man besser einen kuscheligen Pyjama anziehen, denn die Temperaturen fallen auf 6 bis 9 Grad. Auch am Freitag bleibt es kühl: 15 und 21 Grad werden von den Meteorologen von wetter.et prognostiziert. 

Schwacher Trost: Am Wochenende wird es wärmer

Zum Wochenende wird es in Bayern wieder etwas wärmer: In München werden für Samstag immerhin 21 Grad vorhergesagt, am Sonntag bis zu 24 Grad, die Regenwahrscheinlichkeit ist gering. Doch Anfang nächster Woche soll es schon wieder kühler und wechselhafter werden - von einem stabilen Schönwetterhoch kann leider nicht die Rede sein.

mm/tz

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