Wetter-Ticker für den Freistaat

Schafskälte: Nach sonnigem Mai-Wochenende erneut heftiger Wetterwechsel - sogar mit Schnee

  • Thomas Eldersch
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Wetterwechsel in Bayern angekündigt. Nach und nach bahnt sich der Sommer seinen Weg in den Freistaat. Den Anfang macht Hoch Waltraud am Wochenende.

Update vom 28. Mai 2021: Dank Hoch Waltraud wird das letzte Mai-Wochenende angenehm warm und trocken. Temperaturen oberhalb der 20 Grad sind mancherorts drin. Dabei scheint vor allem am Sonntag in fast ganz Bayern die Sonne. Perfekt um also endlich mal wieder den Grill aus dem Schuppen zu holen und den Sommer einzuläuten.

Die Gelegenheit sollte auch unbedingt genutzt werden, weiß Wetter-Experte Dominik Jung von qmet.de. Denn schon ab Mitte kommender Woche droht eine erneute Abkühlung. „Wir bewegen uns dann ja auch in den Zeitraum der Schafskälte hinein. Schafskälte ist eine Zeit Anfang Juni, in dem es nochmal sehr kühl werden kann.“ Und sie scheint in diesem Jahr pünktlich zu kommen - zumindest nach aktuellen Prognosen, so der Meteorologe. Dabei könnte es am ersten Juniwochenende sogar noch einmal in den Alpen schneien. Und das entspreche dann genau den Langzeitprognosen, so Jung. „Die sehen ja ‚nur‘ einen normal temperierten Sommer bzw. Juni vorher. Gefühlt nach den vielen zu warmen Sommern wäre es dann eher ein recht kühler.“

Vorhersage für Bayern: Am Wochenende gibt es Grillwetter

Update vom 27. Mai, 2021: Der Mai hat sich dazu entschieden, sich von seiner schönen Seite zu verabschieden. Am Wochenende kommt mit Hoch Waltraud sommerliches Wetter nach Bayern. Besonders für den Sonntag kann der Grill schon mal auf Vordermann gebracht werden. Da wird es wohl im ganzen Freistaat sonnig und warm.

Am morgigen Freitag macht der Regen in einem großen Teil von Bayern endlich einmal Pause. Nur noch in Hof und Berchtesgaden können ein paar Tropfen fallen. Dabei werden Höchstwerte von 17 Grad in Unterfranken und 14 Grad unter den Regenwolken erreicht. Am Samstag tröpfelt es dann vor allem in Oberfranken noch einmal. Im Westen Bayerns schaut immer mal wieder die Sonne raus. Unter den grauen Wolken bleibt es frisch mit 15 Grad. Am wärmsten wird es Richtung Bodensee und Unterfranken. Da sind sogar bis zu 18 Grad drin.

Der Sonntag gibt sich - ganz dem Namen nach - fast in ganz Bayern sonnig. Nur eine oberbayerische Stadt wehr sich krampfhaft gegen den Wetterwechsel durch Hoch Waltraud - in Berchtesgaden regnet es. Dort werden es auch nur 13 Grad. Würzburg führt die Temperatur-Tabelle in Bayern an mit 18 Grad. Ab Sonntag wird es dann auch von Tag zu Tag wärmer und ab Mitte der kommenden Woche verziehen sich immer mehr die letzten Wolken und machen Platz für die Sonne.

Wetter in Bayern: Der Frühling war zu kalt aber auch zu trocken

Update vom 26. Mai 2021: Kriegt Bayern doch noch rechtzeitig zum meteorologischen Sommerstart am kommenden Dienstag die Wetterwende? Mit ein wenig Sahara-Luft müsste es klappen. „Da kann ich endlich mal Hoffnung machen auf eine deutliche Wetterbesserung“, schreibt Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Schlimmer könne es wohl auch kaum noch kommen, meint der Experte von qmet.de. Sein Fazit über den Frühling in Deutschland und damit auch in Bayern fällt - wen wundert’s - wenig positiv aus. Eine Überraschung gibt es aber dann doch.

„Der Frühling war zu trocken.“ Mit dieser Aussage verwundert Jung wohl jeden, der in den letzten Wochen nicht in einer Höhle gelebt hat. Aber im Vergleich zum Klimamittel von 1961 bis 1990 hat zwölf Prozent Niederschlag* gefehlt. Aber ohne gleich komplett das Vertrauen in unsere Einschätzung des Wetters zu verlieren. Der Frühling war auch zu kalt. Um genau 0,5 Grad. Aber auf die Sonne war verlass. Sie hat zu 97 Prozent ihr Soll erfüllt. Das Fazit von Jung: „Der Frühling war leicht zu kühl, zu trocken und in Sachen Sonnenschein normal.“

Wetter in Bayern: Viel Regen und eine kühle Nacht steht uns bevor

Bevor es allerdings in der kommenden Woche trockener und vor allem wesentlich wärmer werden kann, wird es in Bayern noch einmal nass und ungemütlich. Am heutigen Mittwoch regnet es in einem breiten Band von Franken bis runter nach München. Nur der äußerste Südosten bleibt verschont. Dabei werden es 18 Grad in Passau* und kühle zehn Grad in Feuchtwangen. Zum Abend hin und in der Nacht zieht der Regen dann weiter in den Süden. Es wird eine feuchtkalte Nacht in Oberbayern und Schwaben. Im Norden fallen nur noch einzelne Tropfen. Mit Werten zwischen sechs und zehn Grad bleibt es frisch.

Am Donnerstag schaut tatsächlich im Süden ab und zu mal die Sonne raus. Dabei springt das Thermometer in Landshut auf bis zu 15 Grad. In Unter- und Oberfranken regnet es allerdings schon wieder - wie könnte auch anders sein. In Hof sind deshalb auch nur zehn Grad drin.

Wetter: Pfingstwochenende war vielerorts in Bayern zu nass

Erstmeldung vom 25. Mai 2021: München - Vielerorts in Bayern fiel das Pfingstwochenende ins Wasser. Regen, Regen und nichts als Regen scheint das Motto des Frühlings 2021 zu sein. Doch mit dem Juni steht der erste Sommermonat vor der Tür. Die Prognosen der Meteorologen für ein entspanntes Sonnenbad am Baggersee fallen jedoch eher düster aus. Entspannt die Sonne genießen kann man im Augenblick vor allem an einem Ort, an dem das eigentlich nicht möglich sein sollte.

Wetter in Bayern: Jetstream hält warme Luft von Deutschland fern

Nach zwei zu kalten Monaten in Folge sprechen viele schon vom Ende des Klimawandels. Aber wie Dominic Jung, Meteorologe von qmet.de schreibt, ist Deutschland keine Insel und Wetter ist nicht Klima. In vielen Bereichen der Erde ist es für die Jahreszeit massiv zu heiß. Am Polarkreis hatte es vor wenigen Tagen noch 30 Grad. „Sonnenbaden während Eisberge vorbeitreiben“, schreibt Jung. Auch in Sibirien sei es zu trocken und zu warm. Der Permafrostboden taut weiter munter auf. Im Iran und Irak wurden vor drei Tagen 50 Grad gemessen. In Südspanien sind es immerhin noch 35 Grad. Zahlreiche Mai-Wärmerekorde - nur eben nicht bei uns.

„Die Juni-Prognose ist gruselig“, beginnt Jung seine Wetter-Vorhersage für Mitteleuropa und damit auch auf Bayern. Die Wettermodelle sehen einen normalen bis leicht zu kühlen ersten Sommermonat voraus. Nach den sonneverwöhnten Juni-Monaten der vergangenen Jahre ein echtes Downgrade. Schuld hat der Jetstream. Mit einer „Kältedelle genau über Mitteleuropa“ gebe es derzeit keine Chance für warme Luftmassen zu uns zu kommen, so der Diplom-Meteorologe. Aber ein kurzes Sommer-Intermezzo könnte dennoch drin sein. Zu Beginn des Monats könnten ein paar Ausreißertage mit bis zu 25 Grad möglich sein. Dann drohen allerdings erneut Gewitter, Starkregen und Sturmböen.

Wetter in Bayern: Sturmböen und Gewitter in Franken

Der Trend für die kommenden Tage geht zwar temperaturmäßig ein wenig nach oben. Jedoch kann Petrus seine Schleusen einfach nicht geschlossen halten. Bis Freitag regnet es immer mal wieder - teils auch ergiebig. Vor allem der Donnerstag fällt besonders im Süden Bayerns ordentlich ins Wasser. Am heutigen Dienstag (25. Mai) wird es vor allem im Südosten noch einmal richtig nass, während es in Franken stürmt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt hier vor Sturmböen zwischen 55 und 65 km/h. Es drohen außerdem Gewitter. Die Temperaturen bewegen sich dabei in der Spitze um die 15 Grad am Bodensee. In Hof wird es mit elf Grad am kühlsten.

Der Mittwoch fängt so bescheiden an, wie der Dienstag aufgehört hat. Bis auf den äußersten Südosten regnet es in ganz Bayern. Durchschnittlich wird es dabei nur zwölf Grad warm. Berchtesgaden und Lindau bilden mit 16 Grad die Spitze des Eisbergs. Am Donnerstag regnet es weiterhin ergiebig in der Südhälfte Bayerns. Unter den Regenwolken werden es maximal 14 Grad. In großen Teilen Frankens und in der Oberpfalz kommt auch mal die Sonne raus. Da sind dann bis zu 17 Grad drin. (tel)

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Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa

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