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Wie auf diesem Archivfoto war Bayern am Sonntag von der Sonne verwöhnt.

Alle Infos im News-Ticker

Temperaturen bis zu 20 Grad - kommt jetzt der Frühling?

Frühlingsgefühle im Freistaat: Am Wochenende könnte die 20-Grad-Marke geknackt werden. Richtig sonnig wird es allerdings trotzdem nicht.

  • Nach knapp zweiwöchigem Dauerfrost sind die Temperaturen im Freistaat wieder über die Null-Grad-Grenze geklettert
  • Während der Kältephase wurde auf der Zugspitze eine Rekord-Tiefsttemperatur von -30,5 Grad gemessen. So kalt war es dort in einer Februarnacht seit 117 Jahren nicht mehr.
  • „Wärmeblase“ mit warmer Frühlingsluft aus Südwesteuropa: Die Temperaturen könnten am Wochenende zum ersten Mal in diesem Jahr die 20-Grad-Marke knacken.

Update vom 13. April 2018: Der Frühling gibt Vollgas: Bis zu 30 Grad werden in Bayern im April erwartet. Doch vorher wird es wohl noch ungemütlich.

Update vom 16. März 2018: Nach den milden Temperaturen droht jetzt die nächste eisige Kältefront über weite Teile Bayerns zu ziehen. Wir sagen Ihnen in unserem News-Ticker, wo es in Bayern und in München besonders kalt wird und wie die Wetterprognose für die nächsten Tagen wird. 

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Mittwoch, 7. März 2018

16:27 Uhr: Zum Wochenende steigen die Temperaturen im Freistaat gewaltig. Wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net ankündigt, wird dann sogar zum ersten Mal in diesem Jahr die 20-Grad-Marke geknackt. Er spricht von einer richtigen „Wärmeblase“, die uns nun aus Südwesteuropa erreicht. Ein Kälterückfall ist in den kommenden fünf bis zehn Tagen also nicht in Sicht. Doch Achtung: Richtig sonnig wird es trotz der frühlingshaften Temperaturen in Bayern nicht. „Ganz im Gegenteil: Es gibt immer wieder Wolken und Regen“, so der Wetterexperte. 

Die Natur macht sich dennoch für den Frühling bereit - zum Leidwesen aller Allergiker. Überall beginnt es zu blühen und die Pollen sind wieder verstärkt unterwegs. 

Schlecht sind die Aussichten nicht nur für Allergiker, sondern auch für alle Wintersportler. Das warme und nasse Wetter führt bis in die Hochlagen zu starkem Tauwetter - der Schnee schmilzt auch in den Alpen. 

Montag, 5. März 2018 

16.12 Uhr: Dauerfrost ade, Bayern taut langsam auf. Nach Tagen mit teils rekordverdächtigen Tiefsttemperaturen können sich die Bürger im Freistaat Hoffnung machen, die Daunenjacke gegen den leichteren Mantel tauschen zu können. „Es wird deutlich milder“, sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst. Schon am Sonntag ließ sich im Süden Bayerns die Sonne blicken, die Temperaturen kletterten, niedrige zweistellige Werte kamen erstmals seit langem zumindest wieder in Reichweite.

Ein richtiger Frühlingsbote ist das Tauwetter aber nicht. Zwar bleibt es in der Tendenz in der kommenden Woche relativ mild bei Temperaturen um oder knapp unter zehn Grad. Dabei fällt auch nur vereinzelt Regen. Ein Durchbruch mit noch wärmerer Luft und längeren Sonnenscheinphasen ist jedoch nicht in Sicht. Nachts kann es auch immer wieder Frost mit Glättebildung geben.

Bei dieser Wetterlage schmelzen - zur Freude der Skifahrer - auch die Schneemengen nicht so schnell. So liegen auf der Zugspitze derzeit knapp vier Meter Schnee. Am beliebten Skigebiet Brauneck sind es immerhin gut zwei Meter, ähnlich ist es in den Berchtesgadener Alpen. Schwarzenberg im Allgäu meldete rund eineinhalb Meter Schnee.

Die Lawinengefahr bleibt bei guten Schneeverhältnissen weiter mäßig bis gering. „Die Absturzgefahr ist höher einzuschätzen als die Gefahr, verschüttet zu werden“, fasste der Lawinenwarndienst die Situation am Samstag zusammen. Generell besteht in den bayerischen Alpen oberhalb von 1800 Metern eine mäßige Lawinengefahr, darunter wird sie als gering eingestuft.

Örtliche Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen oberhalb von 1800 Metern, im kammnahen Steilgelände sowie in eingewehten Rinnen und Mulden. Dort ist die Auslösung von kleineren Schneebrettlawinen möglich. Die Experten erwarten nicht, dass sich die Lage in den kommenden Tagen wesentlich ändern wird.

Freitag, 2. März 2018

15:45 Uhr:Nach einem frostigen Samstagmorgen wechseln sich im Laufe des Tages Sonne und Wolken ab. Für den Südwesten kündigt der Deutsche Wetterdienst Temperaturen bis zu 7 Grad an, am Sonntag sind sogar bis zu 15 Grad möglich. Bitterkalt bleibt es nur im Nordosten. 

Die neue Woche startet leicht wechselhaft - die  Temperaturen schwanken innerhalb Deutschlands enorm. Während es im Südwesten bis zu 10 Grad warm wird, werden Richtung Ostsee nur knappe Plusgrade erreicht. Durchgreifendes Frühlingswetter ist nicht in Sicht. Auch wenn es tagsüber taut, bleiben die Nächte eisig.

7.58 Uhr: Nach tagelangem Dauerfrost erwartet Bayern am Wochenende Tauwetter. Es wird etwas milder. Wie der Deutsche Wetterdienst am Freitag mitteilte, schneit es am Samstag bis zum Mittag vor allem im Norden Bayerns noch leicht, im südlichen Schwaben setzt gegen Abend leichter Regen ein. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 0 Grad am Frankenwald und 9 Grad an den Alpen.

In der Nacht zum Sonntag liegen die Temperaturen der Prognose zufolge zwischen 2 Grad und minus 4 Grad. Stellenweise könnte es gefrierenden Regen und glatte Straßen geben. Am Sonntag kann es vereinzelt regnen, an den Alpen scheint dagegen die Sonne. Die Temperaturen liegen zwischen 4 Grad am Frankenwald und 12 Grad im Alpenvorland.

Auch zu Beginn der Woche bleiben die Temperaturen mild und warm. Die Nächte können den Angaben nach noch immer Minusgrade bringen. Daher warnte der Deutsche Wetterdienst vor Straßenglätte.

Donnerstag, 1. März 2018

13.51 Uhr: Der Freistaat steht vor einem radikalen Wetterwechsel. Während in der Nacht auf Freitag noch zweistellige Minusgrade erreicht werden, stellt sich am Wochenende der Frühling vor. 

Schneefälle, die in Bayern von Donnerstag auf Freitag nach und nach in Regen übergehen, sind Vorboten des großen Wetterumschwungs. Besonders am Freitag werden Autofahrer zu besonderer Vorsicht angehalten - nach Eisregen besteht auf spiegelglatten Straßen akute Rutschgefahr. 

Zum Wochenende hin breitet sich die warme Frühlingsluft im Freistaat aus. Das Hoch über Nordeuropa bleibt für weite Teile Bayerns wetterbestimmend. Mit südwestlicher Strömung gelangt milde Luft zunächst in den Alpenraum. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für München am Sonntag frühlingshafte Werte von bis zu zwölf Grad.

10.14 Uhr: Für die einen hat die eisige Nacht für mehr Einsätze gesorgt, andere haben trotz Kälte für neue Einsätze trainiert. Der Alpine Einsatzzug des Polizeipräsidiums in Rosenheim und die Bergwacht im Sudelfeld nahe Oberaudorf haben für den Ernstfall geprobt. Mit Helikopter, Spürhund, Drohne und im Schnee vergrabener Testperson. Lesen Sie hier wie die Hilfsmittel zum Einsatz kommen und verschüttete Menschen retten können.

Derzeit ist die Lawinengefahr trotz des vielen Schnees zwar gering, dennoch ist Vorsicht geboten. Alle Infos dazu gibt es im Lawinen-Ticker.

9.55 Uhr: „Hallo Frühling“ heißt es heute zumindest bei den Meteorologen, bei denen der 1. März als klimatologischer Frühlingsanfang gilt. Zu spüren ist davon aber noch nichts. Gerade hat Bayern die kälteste Nacht des Jahres hinter sich und auch am Morgen liegen die Temperaturen weit unter minus 10 Grad, gefühlt bei bis zu minus 25 Grad. Auf die kältestes Nacht des Winters folgt sozusagen die kälteste Nacht des Frühlings, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, denn so kalt werde es in diesem Frühling höchstwahrscheinlich nicht mehr.

Es sei eine Milderung in Sicht, wenn auch nur vorübergehend. Die Temperaturen steigen zum Wochenende hin und erreichen am Montag bis zu 10 Grad. Mit den milden Temperaturen kommen aber auch Regenschauer.

Fazit des Meteorologen: Es wird in den nächsten Tagen deutlich wärmer, allerdings lässt der Durchbruch zu anhaltendem Frühlingswetter noch auf sich warten: „Dauerhaft warmes oder gar sonniges Frühlingswetter scheint bis Monatsmitte nicht in Sicht zu sein. Der verlängerte Arm des Winters reicht bis in den März hinein“.

Trotz der eisigen Temperaturen in den letzten Tagen: Die Winter-Bilanz für Bayern fällt eher mild aus.

Mittwoch, 28. Februar 2018

6.16 Uhr: Am Tag müsse weiter mit Dauerfrost gerechnet werden, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Und das genau einen Tag vor dem Frühlingsbeginn. Die Aussichten sehen allerdings weniger frostig aus: Von Westen her wird es laut DWD in den kommenden Tagen langsam etwas wärmer. Am Wochenende besteht dann im Süden und Westen Glättegefahr - hier fällt vereinzelt gefrierender Regen.

Dienstag, 27. Februar 2018

16.12 Uhr: Aufgrund der anhaltend niedrigen Temperaturen friert momentan sogar der Tegernsee zu. Selbst für alteingesessene Tal-Bewohner ist das ein seltenes Schauspiel.

Jetzt friert sogar der Tegernsee zu

16 Uhr: Bevor es endlich wieder wärmer wird, ziehen die Temperaturen noch einmal richtig an. Aktuell wurde eine Warnung vor strengem Frost bis Mittwoch 13 Uhr verlängert. Weil am Mittwoch und auch am Donnerstag noch ein beißender Wind hinzukommt, werden zum Beispiel in München gefühlte Temperaturen von bis zu -22 Grad erreicht. Schon jetzt ist der Fischbrunnen in München zugefroren.

15.20 Uhr: Kaum zu glauben angesichts der aktuellen Temperaturen draußen. Aber: Die Winterbilanz fällt ganz anders aus als erwartet. 

12.31 Uhr: Noch hält die Kälte aber an. Und die Wasserwachten warnen: Jetzt bloß nicht aufs Eis, das sich auf Weihern zum Beispiel im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gebildet hat.

11.40 Uhr: Die Temperaturen sind derzeit so richtig im Keller. Doch das bleibt nicht mehr lange so. Alle wetterfühligen Menschen können sich auf turbulente Zeiten einstellen. Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net erklärt: „Wie bereits vor einigen Tagen erklärt, erleben wir derzeit den kältesten Februar seit 2012. Doch nach der Kältepeitsche wird es rasant wärmer. Der Frühling legt offenbar zumindest bei den Temperaturen einen Raketenstart hin. Nach teils eisigen minus 9 Grad, die in diesen Tagen als Höchstwerte gemessen werden, geht es am Sonntag im Südwesten rauf auf bis zu 15 oder 16 Grad. Das ist ein Temperatursprung um satte 25 Grad nach oben. Direkt aus Südwesteuropa strömt von jetzt auf gleich sehr warme Luft nach Mitteleuropa und schlägt die Russenpeitsche offenbar mit Macht zurück.“ 

In Bayern steigen die Temperaturen ab dem Wochenende auch deutlich über null, in München sind für Sonntag laut Deutschem Wetterdienst elf Grad angekündigt.

11.05 Uhr: Der Dauerfrost zeigt auch am Tegernsee langsam Wirkung: Der Alpbach ist bereits zugefroren, Bauhofmitarbeiter schlagen ihn immer wieder frei, um Überschwemmungen zu vermeiden.

Nacht auf Mittwoch bringt neuen Kälterekord

10.02 Uhr: Nachdem schon in den vergangenen Tagen von den kältesten Nächten dieses Winters gesprochen wurde, kündigt Wetterexperte Dominik Jung für die Nacht auf Mittwoch den absoluten Kältehöhepunkt dieses Winters an. Dann kann die Temperaturen an einigen Orten in Deutschland auf bis zu minus 24 Grad sinken. Durch den strammen Ostwind kommen wir dann auf gefühlte Werte von bis zu minus 35 Grad, so Jung.

8.05 Uhr: Auf der Zugspitze war es in der Nacht zum Dienstag so kalt wie zuletzt vor 117 Jahren, berichtet Wetterexperte Dominik Jung. Seit 1901 war es in der dritten Februardekade noch nie minus 30,5 Grad.

6.34 Uhr: Über Skandinavien strömt weiter von Nordosten her arktische Luft nach Bayern. Strenger Frost und Temperaturen zwischen Minus 10 und 18 Grad herrschen am Mittwochmorgen, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Auch tagsüber bleibt es eisig. Am Alpenrand herrscht teils strenger Dauerfrost.

Das waren die Meldungen vom 26. Februar 2018

19.04 Uhr: Und wer in München den kalten Temperaturen trotzen will, der nutzt die Gelegenheit, um auf dem Nymphenburger Kanal ein paar Runden zu drehen. Der Verein Schlitterclub Nymphenburg hat am Sonntag für alle Eislauf-Fans eine gute Nachricht auf Facebook gepostet:

Es ist soweit, der Kanal ist so dick zugefroren, dass sich alle Schlittschuhläufer, Eishockeyspieler und Eisstockschießer auf die Bahn wagen können. Der Schlitterclub misst jedes Jahr, wie dick die Eisfläche ist und räumt sie vor der Eröffnung.

17.10 Uhr: Die kuriose Meldung des Tages erreicht uns heute aus Poing (Landkreis Ebersberg). Dort hat ein Hydrant den Kampf mit der klirrenden Kälte verloren. Außerdem verraten Menschen aus dem Landkreis, was sie gegen die Kälte tun.

Vermisster Peißinger auf einem Campingplatz gefunden

16.57 Uhr: Der vermisste Peißinger (siehe 11.54 Uhr) ist zum Glück wieder aufgetaucht. Auf einem Campingplatz. Ausführlichere Informationen finden Sie hier.

16.40 Uhr: Wie kalt ist es aktuell wirklich? Die tz liefert die Antwort.

16.33 Uhr: Während wir Menschen mit der Zwiebeltaktik, also besonders vielen Kleidungsschichten, durchaus Möglichkeiten haben, uns vor der Kälte zu schützen, ist das bei den Tieren doch etwas problematischer. Wie Sie Ihre Hunde, Katzen und andere Haustiere gut vor der Kälte, erklären unsere Kollegen aus Garmisch-Partenkirchen.

16.20 Uhr: Auch im Landkreis Fürstenfeldbruck laden die Seen zu einem kurzen Spaziergang über das gefrorene Nass ein. Doch auch hier heißt es: Lebensgefahr! „Die Kälteperiode ist viel zu kurz“, sagt Rainer Bertram, Chef der Wasserwacht. Eine milchige Eisschicht deute zudem auf einen hohen Lufteinschluss und damit auch eine geringe Eisdicke hin.

Wetter in Bayern macht Obdachlosen zu schaffen

16.00 Uhr: Der strenge Frost macht in der bayerischen Landeshauptstadt vor allem einer Gruppe das Leben schwer: den Obdachlosen. Franz Herzog , der die Teestube „komm“ der Inneren Mission in München leitet, freut sich, dass die Obdachlosen sein Angebot annehmen: „Da ist es proppenvoll.“ Auch auf den Straßen suchen sie nach Hilfsbedürftigen. Aktuell sucht die Arbeiterwohlfahrt auch nach einem Standort für eine zweite Teestube.

Dabei gibt es aber auch Probleme: In den Nachtunterkünften gibt es zwar genug Platz für alle, doch viele Obdachlose wollen dieses Angebot auch in den kältesten Tagen nicht annehmen. „Das Angebot würde ausreichen, da sind nach wie vor Betten frei.“ 

Dabei sind nicht alle so hilfsbereit wie Herzog. Die Banken sperren die Obdachlosen aus ihren Automatenräumen aus.

15.27 Uhr: Das eiskalte Wetter in Bayern hat aber auch seine positiven Seiten, wie das Foto von Wolfgang Wanner an die Kollegen aus Schongau beweist. Die Eiszapfen nehmen eine besonders schöne Form an.

14.39 Uhr: Die Winterlandschaft rund um den Dietlhofer See in Weilheim verleitet aktuell einfach zum Eislaufen oder Eisstockschießen. Aber Vorsicht, erst ab einer Eisschicht mit einer Dicke von 15 Zentimetern darf darauf getollt werden. Bis dahin ist es aber noch weit hin, am Wochenende waren es gerade einmal drei Zentimeter. Und freigegeben war der See schon seit Jahren nicht mehr. Dennoch halten sich viele nicht an die aufgestellten Warnschilder.

Schilder warnen vor zu dünnem Eis, dennoch sind immer wieder einige Wagemutige auf dem Dietlhofer See.

12.40 Uhr: Die eisigen Temperaturen wirken sich auch auf die Schifffahrt aus. Zwischen 22 Uhr abends und sechs Uhr morgens kann auf dem Main-Donau-Kanal nicht geschleust werden. Zwar werde an den Schleusen mit sogenannten Eisstoßern das Eis von den Schleusenwänden entfernt, in der Nacht sei das aber nicht möglich, erklärt Stefanie von Einem vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg am Montag der dpa. Zudem sind sicherheitshalber bereits Eisbrecher auf dem Main-Donau-Kanal unterwegs. Das betreten der Eisflächen auf den Flüssen sei lebensgefährlich.

12.15 Uhr: Die kalten Temperaturen schlagen sich mittlerweile auch auf den Seen nieder. Der Pilsensee hat seit Montagmorgen ebenfalls eine Haut. In den vergangenen Tagen verhinderte der Wind noch die Eisschicht, die kälteste Nacht des Jahres war dann aber doch eine Nummer zu tief. Die Wasserwacht Pilsensee warnt aber davor, den See zu betreten. Das Eis ist noch viel zu dünn!

Am Wochenende war der Pilsensee noch nicht zugefroren. 

83-Jähriger bei Rekordkälte in Bayern verschollen

11.54 Uhr: Ausgerechnet in der kältesten Nacht des Jahres ist der 83-jährige Walter Angerer aus Peißenberg nicht nach Hause gekommen. Rund 80 Einsatzkräfte sind bereits die ganze Nacht und am Morgen auf der Suche. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Weilheim unter 0881/6400 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Weitere Informationen zu Walter Angerer finden Sie hier.

11.38 Uhr: Übrigens: Nicht nur in Bayern war es in der vergangenen Nacht richtig kalt, sondern auch in Baden-Württemberg. Dort wurden vergangene Nacht minus 19,6 Grad gemessen. Das ist die tiefste Temperatur in der letzten Februardekade seit dem Jahr 1945. Der bisherige Rekord lag bei minus 17,9 Grad, gemessen am 28. Februar 2005.

11.10 Uhr: Auch in den kommenden Tagen führt am Dauerfrost kein Weg vorbei. Bis Donnerstag bleibt das Thermometer unter null Grad, wie Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net vorhersagt. Dazu kommt noch der eisige Wind. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern in der Stunde liegt die gefühlte Temperatur auch tagsüber bei minus zehn bis minus 20 Grad. Es bleibt also zapfig.

8.08 Uhr: Hinter den Bayern liegt die bisher kälteste Nacht des Winters. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sanken die Temperaturen in der Nacht auf Montag im oberbayerischen Reit im Winkl (Landkreis Traunstein) auf minus 17,5 Grad. In München zeigten die Thermometer minus 12,6 Celsius an. Auf der Zugspitze war es mit minus 27,5 Grad noch deutlich frostiger. Am wärmsten war es in Bad Kissingen mit minus 9 Grad. Bayernweit hätten sich die Temperaturen aufgrund des Windes aber eher wie minus 20 bis minus 25 Grad angefühlt, sagte ein Meteorologe des DWDs.

Der Kälterekord dieses Winters wird wohl nur ein vorläufiger sein: In der Nacht auf Dienstag soll es noch mal kälter werden. Etwa in Oberstorf könnte es laut DWD bis zu minus 20 Grad kalt werden.

7.32 Uhr: Ein Mann hat sich bei einem Autounfall im oberpfälzischen Bruck (Landkreis Schwandorf) schwere Verletzungen zugezogen. Der 24-Jährige war am Sonntagabend mit seinem Auto rechts von der Straße abgekommen. Der Wagen prallte gegen einen Baum und überschlug sich, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten ins Krankenhaus. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte der Mann zuvor Alkohol getrunken.

Sonntag, 25. Februar: Etliche Unfälle durch Schneeverwehungen - Besondere Vorsicht auf den Straßen

23.15 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt für die Nacht auf Montag bis zum Vormittag vor „strengem Frost“. Bis zu -16 Grad sind in der Region München möglich. Wetterexperte Kai Zorn prognostiziert auf merkur.de: Dem Oberland steht eine extreme Wetterlage bevor.

12.56 Uhr: Durch Schneeverwehungen auf Straßen ist es am Wochenende in Schwaben zu mehreren Unfällen gekommen. Die Autoinsassen kamen dabei mit leichten Verletzungen oder zum Teil sogar unverletzt davon, wie das zuständige Polizeipräsidium in Kempten am Sonntag mitteilte.

Ein 19-jähriger Autofahrer geriet in der Nacht zum Sonntag auf der B16 bei Ichenhausen in eine Schneewehe und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab, überschlug sich und kam in einem Feld zum Stehen. Fahrer und Beifahrer kamen mit leichten Verletzungen davon und wurden in ein Krankenhaus gebracht.

In Günzburg geriet eine 21 Jahre alte Autofahrerin am Samstagmorgen auf der Staatsstraße 1168 ebenfalls in eine Schneeverwehung. Ihr Wagen kam nach rechts von der Fahrbahn ab und blieb in einem Graben stecken. Die Frau erlitt einen Schock und wurde vorsorglich ins Krankenhaus Günzburg gebracht.

Ebenso auf der Staatsstraße 1168 in Günzburg verlor ein 49-Jähriger aufgrund einer Schneewechte am Samstagmorgen die Kontrolle über sein Auto und kam nach links von der Fahrbahn ab. Obwohl der Wagen sich überschlug und dann in einem Feld zum Stehen kam, blieb der Fahrer unverletzt.

In der Nähe von Landensberg (Landkreis Günzburg) kam eine 44-jährige Autofahrerin in der Nacht zum Sonntag wegen Schneeverwehungen nach rechts von der Fahrbahn ab, der Wagen überschlug sich mehrmals und blieb schließlich auf dem Dach liegen. Der in einem zweiten Auto hinter ihr hergefahrene Sohn barg die Frau aus dem Unfallwagen. Sie erlitt einen leichten Schock und wurde am Unfallort vom Rettungsdienst behandelt.

Wegen Schneewechten kamen in der Nacht zum Sonntag in Weißenhorn und Senden (Landkreis Neu-Ulm) drei Pkw von der Fahrbahn ab, einer davon überschlug sich - der 19 Jahre alte Fahrer wurde dabei verletzt.

Doppeltes Glück hatte in der Nacht zum Sonntag ein 18-Jähriger in Neu-Ulm, der mit seinem Wagen wegen Schneeverfrachtungen von der Straße abkam und im Straßengraben steckenblieb: Er blieb unverletzt und auch das Auto blieb unbeschädigt. Unverletzt blieb in der Nacht zum Sonntag auch ein 28-Jähriger in Neu-Ulm, der wegen einer Schneewechte mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und gegen ein Verkehrsschild geprallt war. Mit leichten Verletzungen kam am Samstag ein 77-Jähriger davon, dessen Wagen sich zwischen Senden und Neu-Ulm wegen einer Schneewechte überschlagen hatte. Den gesamten Sachschaden bei all diesen Unfällen bezifferte die Polizei auf rund 35 000 Euro.

Für den Straßenverkehr seien Schneeverwehungen sehr gefährlich, betonte das Polizeipräsidium in Kempten. „Zum einen wird der beständig über die Fahrbahn wehende Schnee durch die Autos festgefahren und kann in den Fahrspuren stark vereisen. Bauen sich größere Schneewehen auf, besteht die Gefahr, sich darin festzufahren oder das Lenkrad zu verreißen und dadurch einen Unfall herbeizuführen.“ Da Schneewehen oft nur schwer zu erkennen seien, komme es vor, dass Autos mit relativ hohem Tempo in eine Schneewehe hineinfahren. Deshalb sei „ein vorausschauendes Fahren mit entsprechend angepasster Geschwindigkeit erforderlich“.

Es wird eisig und dann plötzlich Frühling

11.15 Uhr: Im Freistaat wird es eiskalt in den kommenden Tagen. Erst zum Wochenende ist auch ein Ende des Dauerfrostes in Sicht. Und dann geht es offenbar ganz schnell mit dem Temperaturanstieg. 

Ein Blick auf die Entwicklung in München zeigt dies: An diesem Mittwoch werden in der Landeshauptstadt laut wetter.com Temperaturen bis zu minus 15 Grad erwartet. Am kommenden Sonntag hingegen soll es schon bis zu 8 Grad plus warm werden. Und für Dienstag, 6.3., werden sogar 12 Grad plus prognostiziert. Mit anderen Worten. Es wird frühlingshaft in München. Leider soll es dann aber auch regnen. 

08.57 Uhr: Trotz Sonnenscheins können sich die Menschen im Freistaat am Wochenende nur dick eingepackt nach draußen wagen. In der Nacht zum Sonntag sanken die Temperaturen überall weit unter den Gefrierpunkt. Höchstwerte wurden mit minus 7 Grad im Oberallgäu und minus 8 Grad am Untermain erreicht, besonders kalt wurde es etwa in Hof. Dort maß der Deutsche Wetterdienst (DWD) minus 14 Grad. Tagsüber stiegen die Temperaturen am Wochenende zwar an, erreichten aber nur vereinzelt mehr als 0 Grad Celsius.

Ein Ende der kalten Tage sei erst zum Donnerstag in Sicht, sagte ein Meteorologe am Sonntag. Bis dahin erwartet der DWD weitere Tiefststände von nachts bis zu minus 22 Grad in einigen Alpentälern.

07.21 Uhr: Der Winter zeigt sich in Bayern von seiner eisigen Seite. Trotzdem sollte man sich als Fahrer eigentlich nicht im dicken Anorak oder Wintermantel hinters Steuer setzen, rät der ADAC. Der Sicherheitsgurt liege dann nämlich nicht richtig am Körper an und könne seine volle Wirkung nicht entfalten, erklärte ADAC-Experte Ralf Müller-Wiesenfarth am Samstag in Kempten. Das Risiko für Verletzungen steige dann schon bei relativ geringen Geschwindigkeiten deutlich.

Wenn man aber keine Sitzheizung im Wagen hat und deshalb als Fahrer auf den Wintermantel nicht verzichten will? Für diesen Fall rät der Experte: „Vor Fahrtantritt den Gurt unbedingt festziehen, so dass der Gurtstraffer im Notfall richtig eingreifen kann.“ Die Autofahrer sollten auch immer die Windschutzscheibe schnee- und eisfrei machen. Nur ein kleines Guckloch freizukratzen, reiche auf gar keinen Fall - man riskiere damit auch ein Bußgeld.

Auf jeden Fall sollte man auch das Autodach schneefrei kehren. Beim Bremsen könne sonst die Dachlast nach vorne auf die Windschutzscheibe rutschen. „Man ist dann im gefährlichen Blindflug unterwegs“, warnte Müller-Wiesenfarth. Und noch ein Tipp des Autoclubs: „Festgefrorene Scheibenwischer sollte man nicht mit Gewalt losreißen, da sonst die Gummilippe beschädigt wird. Bei festgefrorenen Scheibenwischern hilft Enteiser-Spray am schnellsten.“

Samstag, 24. Februar: Zweistellige Minusgrade in der Nacht

22.25 Uhr: Weiterhin gilt die amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor strengem Frost. Die Temperaturen werden in der Nacht im Großraum München und im Alpenraum zweistellige Minusgrade erreichen. In Alpennähe sind -13 Grad möglich. Auch tagsüber am Sonntag erwartet der DWD strenge Minustemperaturen. In München sollen es vergleichsweise milde -3 Grad werden, im Umland aber bis -9 Grad. Wie ergeht es da den Obdachlosen? Lesen Sie hierzu den tz.de-Bericht „Eisiges Wohnzimmer unter der Wittelsbacherbrücke: So trotzen Münchner Obdachlose dem Winter“. Auch spannend ist der tz.de-Artikel „Der Kältebus soll Menschen das nackte Überleben sichern“

13.55 Uhr: Die Gültigkeit der verschärften Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurde erneut verlängert. Sie gilt nun bis Sonntag, 25. Februar, 12 Uhr. Der DWD warnt vor strengem Frost mit Temperaturen von bis zu minus 11 Grad, in Alpennähe sogar bis minus 13 Grad. Derzeit gilt Warnstufe 2 (orange). Auf der Skala darüber befinden sich nur noch die Stufen 3 (Unwetterwarnung) und 4 (Warnungen vor extremem Unwetter).

09.00 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat die Warnstufe für Bayern erhöht. Es wird nun vor strengem Frost bei Temperaturen von bis zu minus 13 Grad gewarnt. 

08.30 Uhr: Die Menschen in Bayern müssen sich auch in den kommenden Tagen auf eisige Temperaturen und Dauerfrost einstellen. Nordostwind sorge dafür, dass sich die Temperaturen in weiten Teilen Bayerns am Sonntag und Montag wie minus 20 Grad anfühlen, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Im Zuge dessen gab der Wetterdienst am Samstagmorgen eine Wetterwarnung der Stufe 1 heraus. Die amtliche Warnung vor Frost bezieht sich auf alle Landkreise in Bayern mit Temperaturen um die 0 bis minus 5 Grad. Die Warnung gilt zunächst bis um 12 Uhr Mittags.

Ganz Bayern friert: Der Deutsche Wetterdienst hat daher eine amtliche Warnung herausgegeben.

In der Nacht auf Sonntag liegen die Temperaturen der Prognose zufolge zwischen minus sieben Grad südlich der Donau und minus 15 Grad im Fichtelgebirge.

Der Sonntag wird tagsüber fast im ganzen Freistaat sonnig - aber richtig kalt. Minus neun Grad werden am Frankenwald und in einigen Alpentälern erwartet, minus ein Grad an der unteren Donau. Lediglich am unteren Main kann die Temperatur über dem Gefrierpunkt liegen, so der DWD.

In einigen Alpentälern fallen die nächtlichen Temperaturen zu Beginn der Woche auf bis zu minus 22 Grad. Weniger frostiges Wetter ist für die kommenden Tage vorerst nicht in Sicht, so die Prognose der Meteorologen.

Das bedeutet die Kälte für Obdachlose, Einsatzkräfte und Zootiere

Bayern friert. Nur wenige Tage vor dem meteorologischen Frühlingsanfang zieht eisige Kälte durchs Land. An diesem Montag sollen die Temperaturen stellenweise auf minus 20 Grad sinken. Manche freuen sich über die Kältewelle, andere bekommen jetzt große Probleme.

  • Die Bauern: Bei den Landwirten herrscht keine Alarmstimmung. Im Gegenteil: „Die Schneedecke schützt die im Herbst ausgesäten Pflanzen vor Kahlfrost“, sagt die Pressesprecherin des Bayerischen Bauernverbands, Brigitte Scholz. Außerdem seien Minustemperaturen gut für die Bodenstrukturen und machten Schädlingen das Leben schwer.
  • Die Obdachlosen: In den vergangenen drei Wochen haben mehr Obdachlose als zuvor die Übernachtungsmöglichkeit in der Münchner Bayernkaserne genutzt. „Am 1. Februar hatten wir 406 Übernachtungsgäste in der Bayernkaserne. Am 20. Februar waren es 458 Personen, die über Nacht blieben“, berichtet Edith Petry vom Sozialreferat München. Für die Kältewelle ist vorgesorgt, denn auch das ausgebaute Dachgeschoss wird für Obdachlose geöffnet. „Die Betten stehen schon bereit.“ Wenn es besonders kalt wird, ist außerdem der Nachtbus unterwegs, der Obdachlose direkt zur Kaserne bringt.
  • Die Einzelhändler: Der Winterschlussverkauf ist vorbei und in den Geschäften hängt bereits die Frühjahrskollektion. Es droht also ein Schal- und Mützennotstand. Der Geschäftsführer des bayerischen Handelsverbands, Bernd Ohlmann, betont: „Es sind nicht alle Lager komplett leer geräumt.“ Das Angebot sei zwar kleiner und man müsse ein wenig suchen, aber die Winterkleidung sei noch nicht komplett aus dem Sortiment. „Viele Händler wissen, dass die kalten Tage nicht nur bis Ende Januar dauern und räumen daher noch nicht alles weg.“ So würden auch Sporthändler ihre Skiausrüstungen länger lagern.
  • Die Zootiere: Der Tierpark Hellabrunn ist vorbereitet. „Unsere Anlagen werden grundsätzlich winterfest gemacht“, erklärt Lisa Reininger, Pressereferentin des Münchner Zoos. Viele Tiere freuen sich über die Kälte und den Schnee. „Gerade die sibirischen Tiger verbringen ihre Tage sehr gerne draußen und sind bei kaltem Wetter deutlich aktiver als im Sommer.“ Auch die Eisbären machen es sich im Schnee gemütlich. Besondere Vorsicht gilt bei den Giraffen: „Glatteis ist für die Giraffen mit ihren langen Beinen durchaus gefährlich.“
  • Die Skifahrer: „Wie viele Besucher sich bei eisigen Minustemperaturen auf die Pisten trauen, hängt sehr stark davon ab, ob es schneit oder die Sonne scheint“, sagt Johannes Stadler von der Arber-Bergbahn. Damit ist es schwer vorherzusagen, wie sich die Eiseskälte auf das Pistentreiben auswirkt. Stadler meint allerdings: „Richtige Wintersportler scheuen kalte Temperaturen nicht. Es gibt ohnehin kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung.“ Außerdem werden die Pisten mit der Kältewelle härter und damit besser befahrbar.
Skifahrer dürften die eisigen Temperaturen freuen.

Im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee freut man sich über die Wettervorhersage. „Wir hoffen natürlich, dass uns damit der Schnee noch lange erhalten bleibt“, so Antonia Asenstorfer von der Alpenbahn Spitzingsee. Wegen der Kälte sei die Skipiste zwar hart, aber gut befahrbar. „Einige Besucher bleiben bei den eisigen Temperaturen sicher zu Hause, aber eingefleischte Skifahrer lassen sich nicht von dem Wetter abhalten.“

Verena Lothes, Pressesprecherin der Zugspitzbahn, sagt: „Winter, Schnee und Eis sind unser tägliches Geschäft.“ Sollte dabei noch die Sonne scheinen, dann fühle sich die Kälte auch gar nicht so schlimm an. „Im Moment haben wir perfekte Pistenbedingungen in beiden Skigebieten: Zugspitze und Garmisch Classic.“ Lothes rät allen Skifahrern: „Wichtig ist, dass man sich warm anzieht und das Gesicht gut vor Kälte schützt, dann steht dem Spaß auf der Skipiste nichts mehr im Weg.“

  • Die Lawinengefahr: „Kälte konserviert die Altschneedecke. Und die ist im Moment relativ günstig“, sagt Hans Konentschy, Leiter des Lawinenwarndienstes Bayern. Derzeit besteht also keine größere Lawinengefahr. Allerdings kann sich das Risiko auch schnell wieder erhöhen: „Starker Wind verfrachtet die obere Schneedecke und schafft damit eine ganz neue Ausgangslage.“
  • Die Rettungskräfte: Die Wasserwacht rät davon ab, auf zugefrorene Seen und Weiher zu gehen. „Trotz starker Kälte kann es sein, dass die Eisschicht nicht trägt, weil sich das Wasser darunter zu stark bewegt“, warnt Peter Astashenko vom Bayerischen Roten Kreuz. Auch dunklere Flecken am Eis deuteten auf eine dünne Eisdecke hin. „Einziger Anhaltspunkt können erfahrene Eisstockschießer sein, die das Eis in der Regel auf seine Tragfähigkeit testen, bevor sie darauf spielen.“ Wirklich sicher seien jedoch nur die Eishallen.
  • Die Forstwirte: Sie freuen sich über gefrorene Waldböden. „Nur bei starken Minustemperaturen können wir sicher gehen, dass der Waldboden durch unsere schweren Fahrzeuge nicht zu Schaden kommt“, erklärt Philipp Bahnmüller, Pressesprecher der Bayerischen Staatsforsten. Der Borkenkäfer freue sich allerdings auch über kalte und trockene Winter: „Der Borkenkäfer hätte - wie die Forstwirte auch - ein größeres Problem mit einem warmen und feuchten Winter. Denn dann drohen dem Schädling Pilzinfektionen.“
  • Die Binnenschiffer: Längerer Dauerfrost behindert die Schifffahrt. „Da der Main-Donau-Kanal zum Teil gut 400 Meter hoch liegt und kaum Durchfluss hat, ist er empfindlich gegen eisige Temperaturen“, sagt Guido Zander, Amtsleiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Nürnberg. Wenn der Kanal langsam zufriert, steht zunächst ein Nachtfahrverbot an, tagsüber kämpfen Eisbrecher und Mitarbeiter des Amtes gegen das Eis. Wenn dieses aber zu dick ist, wird die Schifffahrt komplett gesperrt. Zuletzt war das Ende Januar 2017 nötig. Vier Wochen lang gab es für die Binnenschiffer kein Durchkommen. Der Main-Donau-Kanal zwischen Bamberg und Kelheim ist 172 Kilometer lang.
  • Die Bauarbeiter: „Bestimmte Arbeiten wie etwa Betonieren oder äußere Verputzarbeiten können bei derartigen Minustemperaturen nicht mehr sinnvoll durchgeführt werden“, sagt Andreas Demharter, Geschäftsführer des Landesverbands Bayerischer Bauinnungen. Werden die Arbeiten dennoch fortgesetzt, sind zusätzliche Maßnahmen nötig - „und das ist mit hohen Mehrkosten verbunden“. Der Straßenbau ist derzeit generell eingeschränkt. „Asphaltarbeiten werden im Winter nicht gemacht.“
  • Die Pannenhelfer: Der ADAC hat die Zahl seiner Gelben Engel aufgestockt, denn: „Bei diesen Witterungsbedingungen erhöht sich erfahrungsgemäß das Pannenaufkommen“, erklärt der Autoclub. „Die häufigste Pannenursache im Winter ist eine entladene oder defekte Batterie.“ Weitere Tipps für Autofahrer: den Kühlerfrostschutz und die Scheibenwaschanlage überprüfen, die Türdichtungen mit einem Pflegestift einreiben, damit sie nicht festfrieren. Und ganz wichtig: „Bei Winterwetter liefern nur Winterreifen mit mindestens vier Millimeter Profiltiefe sicheren Halt.“
  • Die Feuerwehr: Bei klirrendem Frost können Wasserleitungen platzen. Feuerwehren und Stadtwerke appellieren daher an Hausbesitzer, ihre Wasserzähler und Hausinstallationen gegen Frost zu sichern. Kellerfenster sollten geschlossen bleiben. Hydranten und andere Löschwasser-Entnahmestellen müssen schnee- und eisfrei bleiben, damit die Feuerwehr nicht behindert wird.
  • Die Imker: Bienen lassen sich von dem Kälteeinbruch nicht stören. „Minustemperaturen im Februar sind für die Bienen ganz gewöhnlich“, sagt Karin Schipphorn vom Landesverband Bayerische Imker. Der schädlichen Varroa-Milbe machen die Minusgrade allerdings auch keine Probleme. „Damit wären viele unserer Probleme gelöst. Leider lässt sich auch die Varroa-Milbe nicht von eisigen Temperaturen unterkriegen.“

Freitag, 23. Februar: Eiswoche mit extrem kaltem Wetter in Bayern

Mittlerweile zeichnet es sich immer deutlicher ab: Bayern steht eine eisige Woche mit Dauerfrost bevor. Besonders ab Sonntag gehen die Temperaturen in den Keller. Und das kann ganz schön gefährlich werden. Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net erklärt: „Wir haben in den vergangenen viel über die russische Kältepeitsche oder den ‘Arctic Outbreak‘ gesprochen. Das mag für den ein oder anderen etwas brachial klingen, diese Sprache ist aber notwendig um für die Gefahren zu sensibilisieren. Das sind vielleicht am Tag „nur minus 5 bis minus 9 Grad“ in vielen Regionen, aber man darf den strammen Ostwind nicht vergessen. Der bläst in den kommenden Tagen in Böen weiterhin mit 30 bis fast 45 km/h. Und dann sieht die Sache schon ganz anders aus, dann kommt die gefühlte Temperatur ins Spiel, der Fröstelfaktor – auch Windchill genannt.“ 

Und weiter: „Bei Spitzenwinden bis 45 km/h und gemessenen minus 8 Grad müssen wir zeitweise mit gefühlten Werten um minus 20 Grad rechnen. Da kann es schon bei 30 Minuten im Freien an ungeschützten Körperteilen zu Erfrierungen kommen. Bei Kindern können Erfrierungen noch schneller eintreten. Daher heißt die Devise in den kommenden Tagen: unbedingt warm einpacken, am besten nach dem bekannten Zwiebelprinzip.“

Aufgrund der fürs Wochenende angekündigten Kältewelle mit zweistelligen Minusgradenwarnt die Bergwacht-Region Chiemgau alle Winterbergsteiger und Skitourengeher, alpine Unternehmen in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen nicht ohne die richtige Schutzkleidung, Ausstattung und Notfall-Ausrüstung durchzuführen und vor allem vernünftig zu planen.


Donnerstag, 22. Februar: Die aktuellen Wetter-News für Bayern

Es bleibt eisig in Bayern: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Donnerstag gibt es tagsüber nur in Franken Plusgrade. Drei Grad werden es in Würzburg und Bamberg und vier Grad in Nürnberg. „Im Norden Sonne, im Süden ein wenig Schnee mit Glättegefahr“, teilte der DWD am Morgen mit. Auch am Freitag bleibt die Temperatur am Tag im Süden unter Null. In Kempten und Oberstdorf soll es bei minus zwei Grad schneien. Autofahrer müssten vereinzelt mit glatten Straßen durch Schnee und überfrierende Nässe rechnen.

Auch in München dürfte es die Leute am Donnerstag eher ins Warme ziehen. In der Landeshauptstadt werden tagsüber minus 3 Grad prognositziert. Brrr.

Das letzte Februarwochenende wird laut DWD eisig kalt - in der Nacht zum Sonntag könnten die Temperaturen am Großen Arber im Bayerischen Wald auf minus 17 Grad fallen. Auf Deutschlands höchstem Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze, erwarten die Experten minus 13 Grad.

Dauerfrost durch Kältephänomen „Arctic Outbreak“ am Wochenende

Zweistellige Minusgrade, Dauerfrost, Gefahr durch Erfrierungen. Das erwartet uns am Wochenende. "Die Behörden sollten nun rasch Vorsichtsmaßnahmen treffen" rät Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. Demnach stelle das größte Problem der mäßig bis frische Ostwind dar - gemessene Temperaturen von minus acht Grad fühlen sich laut Jung an wie minus 20 Grad. Ohne entsprechenden Schutz könnten Erfrierungen drohen. 

In freien Lagen in Bayern kommt es zu stürmischen Böen bis zu 70 km/h, warnt auch der Deutsche Wetterdienst. Zudem komme es an den Alpen und im Vorland in der Nacht zum Freitag stellenweise zu Glätte durch Schnee oder überfrierende Nässe, sonst örtlich durch Reif. 

Mittwoch, 21. Februar: „Russische Kältepeitsche“ trifft Deutschland und Bayern 

Auf Bayern kommen ziemlich frostige Tage zu. Wie der Meteorologe Dominik Jung von wetter.net mitteilt, trifft eine „Russische Kältepeitsche“ Deutschland und damit auch den Freistaat. Jung: „Pünktlich zum Ende des meteorologischen Winters wird es nun richtig eisig kalt. Es werden den aktuellen Berechnungen zufolge sogar die kältesten Tage des gesamten bisherigen Winters geben. In vielen Orten Deutschlands rechnen wir mit mindestens 7 Tagen Dauerfrost am Stück.“

Dementsprechend fällt die Prognose von wetter.net für München aus: Von Mittwoch bis Samstag liegen die Temperaturen in der Nähe des Gefrierpunktes, ab Sonntag fällt das Thermometer noch weiter. Von Sonntag bis Montag erreichen die Tagestiefstwerte sogar -7 bis -9 Grad. Brrr! 


Meteorologe Jung erklärt, worauf wir uns einstellen müssen: „Aus Russland strömt ab dem Wochenende eiskalte Luft Richtung Mitteleuropa und Deutschland. Die berühmt-berüchtigte russische Kältepeitsche schlägt in den letzten Winterzügen noch mal richtig zu. In rund 1500 Metern Höhe ist die Luft minus 16 bis minus 22 Grad kalt: man nennt das auch einen ‚Arctic Outbreak‘.“  

Zwar wird laut Domink Jung immer mal wieder die Sonne scheinen. Aber: „Es weht während der Kälte ein strammer Ostwind und daher empfinden wir die Temperaturen deutlich kälter als sie eigentlich nicht. Verbreitet gibt es Windböen mit 30 bis 40 km/h. Da fühlen sich tagsüber minus 5 Grad locker wie minus 15 Grad an. Und minus 9 Grad – die wir im Osten an einigen Orten als Tageshöchstwerte erwarten- werden sich wie rund minus 20 Grad anfühlen.“

Der Meteorologe warnt sogar vor Gesundheitsschäden: „Bei diesen Werten drohen im Freien rasch Erfrierungen. Man sollte sich unbedingt sehr warm einpacken.“

Bayern muss sich auf kaltes Wetter einstellen.

Dienstag, 20. Februar: Kommt das Kältephänomen „Arctic Outbreak“ jetzt nach Bayern?

Der Winter liegt in seinen letzten Zügen. Doch im Endspurt zieht er wohl nochmal so richtig an. Temperaturen im zweistelligen Minusbereich, Dauerfrost und das seltene Kältephänomen „Arctic Outbreak“ könnten dann die letzten Februartage sowie den März bestimmen. Dann könnte es eine „Wetterlage, wie wir sie in einem solchen Ausmaß schon seit Jahren nicht mehr gesehen haben“ geben, meint der wetteronline.de-Meteorologe Björn Goldhausen. Demnach baut sich derzeit zwischen Island und Skandinavien ein „mächtiges Hoch“ auf, während von der Ostseite kalte Polarluft Richtung Europa gelenkt wird. Bei diesem Szenario sprechen die Experten laut Goldhausen von dem „Arctic Outbreak“, das nur selten vorkommt. 

DLRG warnt: Bei diesem Wetter bloß nicht aufs Eis

Dass allerdings trotz der kalten Temperaturen höchste Vorsicht geboten ist, davor warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). „Derzeit sorgt der tiefe Nachtfrost dafür, dass auf kleineren Seen eine Eisdecke entsteht. Aber Vorsicht: Sie ist trügerisch und noch nicht tragfähig“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dabei gibt die DLRG allen Winter-Begeisterten eine ganz klare Regel mit auf den Weg: „Eisflächen auf Gewässern überhaupt nicht betreten.“ Wer sich trotzdem nicht davon abhalten lässt, der sollte bei Seen darauf achten, dass die Eisfläche mindesten 15 cm dick ist. Wie man sich selbst und andere auf dem Eis schützt, und was zu tun ist, falls jemand auf dem Eis einbricht, erklärt die DLRG mit ihren Eisregeln.

9.30 Uhr: Bis zu 25 Zentimeter Neuschnee fielen am Wochenende in Bayern. Laut Wetterexpteren Dominik Jung von wetter.net bleibt es am Montag in München zwar kalt, aber trocken. In den kommenden Tagen kann es auch vereinzelt schneien - und es wird bitter kalt. „Neben Dauerfrost am Tag, wären nachts Werte zwischen minus 10 und minus 20 Grad möglich.“ In der letzten Februar-Woche droht also ein eisiges Finale. Die russische Kältepeitsche hat Deutschland nämlich weiter fest im Griff. 

Bis Mittwoch überschreiten die Temperaturen am Tag gerade noch so die null Grad, dann steigt das Quecksilber ab Donnerstag vorerst nicht mehr über den Gefrierpunkt. An den Alpen schneit es ab Donnerstag auch wieder leicht. Ab Sonntag wird es dann richtig frostig. „Massive Kaltluft ist im Anmarsch“, erklärt Jung. Der Start in den März, den meteorologischen Frühlingsbeginn, ist also alles andere als frühlingshaft.

7.49 Uhr: Am Sonntag gegen 19.05 Uhr kam eine 25-jährige Münchnerin mit ihrem Pkw auf der A 8, Gemeindebereich Brunnthal, in Fahrtrichtung München aus bisher nicht geklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab und prallte in die Mittelleitplanke, der Pkw wurde anschließend quer über die komplette Fahrbahn geschleudert und prallte nochmals in die rechte Leitplanke und kam schließlich auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen. Alle drei Insassen des Pkw wurden dabei leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von insgesamt 18.000 Euro.

Ebenfalls am Sonntag geriet ein 32-jähriger Münchner mit seinem Wagen aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei schneeglatter Fahrbahn auf der A 8 beim Spurwechsel ins Schleudern, prallte zunächst gegen die rechte Leitplanke und blieb schließlich auf dem linken von zwei Fahrstreifen entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung stehen. Verletzt wurde hier niemand, es entstand ein Sachschaden von ca. 6.500 Euro.

So oft krachte es am Sonntag

14.59 Uhr: Ebenfalls auf der A95 krachte es am Sonntagfrüh gegen 7.15 Uhr. Kurz vor dem Autobahnende am Luise-Kiesselbach-Platz wechselte ein 32-Jähriger aus Oberschleißheim mit seinem Wagen die Spur und verlor dabei die Kontrolle über seinen BMW. Das Fahrzeug schleuderte auf der winterglatten Fahrbahn zuerst in die Mittelschutzplanke, dann gegen die rechte Schutzplanke und schlussendlich nochmals gegen die Mittelschutzplanke. Trotz allem bleib der Fahrer glücklicherweise unverletzt. Aufgrund der drei Anstöße an der Leitplanke wurde der BMW aber erheblich beschädigt, es entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von geschätzt mindestens 25.000 Euro.

14.34 Uhr: Unfall auf der A95! Eine 63-jährige Frau aus dem Landkreis Amberg war am Samstag gegen 19.30 Uhr mit ihrem Pkw Audi auf der A 95 in Fahrtrichtung München unterwegs. Im Gemeindebereich Münsing geriet sie kurz vor der Anschlussstelle Wolfratshausen bei einem Überholvorgang auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Schleudern und verlor die Kontrolle über Ihren Pkw. Vermutlich war die Frau zu schnell unterwegs. Nachdem der Audi über die komplette Fahrbahn geschleudert war, prallte er in die rechte Distanzschutzplanke und gegen eine Notrufsäule. Anschließend blieb der Pkw am rechten Fahrbahnrand stark beschädigt liegen. Die Fahrerin des Audi wurde bei dem Unfall leicht verletzt und ins Krankenhaus Wolfratshausen eingeliefert. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf geschätzt etwa 12.000 Euro.

12.12 Uhr: Ein Opel kam am frühen Sonntagmorgen bei Bad Tölz von der Bundesstraße 472 ab, ü berschlug sich und blieb im Straßengraben liegen. Die beiden Insassen überstanden den Unfall ohne größere Verletzungen.

11.39 Uhr: Großes Glück hatten Samstagnacht bei Sindelsdorf die fünf Insassen eines rumänischen Kleinbusses bei einem schweren Verkehrsunfall. Ihr Bus samt Anhänger war kurz vor der Loisachbrücke von der B472 geschleudert. Auf der schneeglatten Bundesstraße verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug.

11.19 Uhr: In ihrem Fahrzeug eingeklemmt wurde eine 50-jährige Raistingerin am Samstagabend bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen Pähl und Raisting. Laut Polizei hat die Frau auf der glatten Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren. Hier sehen Sie Bilder vom Unfall.

11.04 Uhr: Gerade bei den derzeit glatten Straße hätte das tragisch enden: Eine 28-Jährige aus Böbing trat auf die Bremsen ihres Autos - ohne jede Wirkung. Ein Unbekannter hatte das Fahrzeug mit Fett manipuliert.

10.27 Uhr: Bei Schneematsch hat ein 18-Jähriger die Kontrolle über seinen Wagen verloren und ist bei Schäftlarn in den Gegenverkehr geschlittert. 

10.23 Uhr: Eine 37-jährige Frau aus Odelzhausen ist am Samstagmittag bei einem Unfall zwischen Ried und Egenburg ums Leben gekommen. Ein BMW-Fahrer war auf schneebedeckter Straße in einer Kurve in den Gegenverkehr geraten und mit der Toyota-Fahrerin zusammengeprallt - mit großer Wucht.

Wetterwarnungen am Samstag, 17. Februar

Am Samstag gilt es in der Region um München und die angrenzenden Landkreise Starnberg, Erding und Ebersberg eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Schneefall mit Mengen bis zu 5 Zentimeter. Verbreitet soll es glatt werden. In Teilen der Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck warnt der DWD vor Schneemengen zwischen 10-15 cm. Ebenso im Großraum Augsburg und Schwaben. Die Wetterwarnungen gelten bis 3 Uhr am Sonntag.

Wetterexpertin: „Irgendwas ist im Busch“

In den kommenden Tagen kommt Schnee auf uns zu - wie viel, ist allerdings noch unklar. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Donnerstag gibt es ab Freitag in Niederbayern und an den Alpen wenige Zentimeter Neuschnee. Durch gefrierenden Regen könnten Straßen glatt werden, wie der DWD warnte. Im Allgäu könnten örtlich bis zu 50 Liter Regen oder Schnee pro Quadratmeter fallen. Tagsüber kommt bei Temperaturen um die sechs Grad in Nürnberg und Bamberg die Sonne im Freistaat kaum durch.

Auch das Wochenende wird den Experten zufolge überwiegend trüb. Die Nächte werden mit minus sechs Grad am Großen Arber und minus drei Grad in Oberstdorf nicht mehr ganz so kalt wie zuvor. Die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen bleibt gering bis mäßig. Je nach Umfang von Wind und Niederschlag steige die Gefahr jedoch am Freitag wieder, teilte der Lawinenwarndienst Bayern mit.

Ab Anfang der nächsten Woche soll laut den Experten von wetter.com (Video) ein Wettermodell namens „Schneebombe“ auf uns zukommen. „Irgendetwas ist im Busch, meint Meteorologin Anna Gröbel. „Von einer regelrechten Schneebombe bis zu nur ein paar Schneeflocken kann alles passieren“, mutmaßt sie.

Während für den Montag in Berlin viel Niederschlag vorhergesagt ist, wird der deutsche Süden von einem Tief heimgesucht. Das bringt Regen und Schnee. Die Schneefallgrenze sinkt auf 500 Meter.

Schnee: So wird das Wetter in München

Laut wetter.com liegen die Temperaturen ab Montag in München bei 0 bis minus 2 Grad. Am Dienstag und Mittwoch soll es bei bis zu minus 5 Grad in der Landeshauptstadt Bayerns schneien.

Lesen Sie auch: Frostiger Winter-Endspurt: Glatteis und Regen im Anmarsch

dpa, mke

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