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Eine richtige Hitzewelle gibt es derzeit nur in Mittelmeer-Ländern: Hierzulande bleibt es wechselhaft.

Sommer-Endspurt

Samstag hochsommerlich - dann schon wieder Blitz und Donner

München - Hochwasser, Gewitter und zwischendurch die pralle Hitze: Das Wetter ist in diesen Monaten besonders launisch. Doch: War's das schon mit dem Sommer? Wetter - Experten sagen das Ferienwetter voraus - und haben wenig Positives zu vermelden. 

Sommerliebhaber sind bisher nicht auf ihre Kosten gekommen: Wechselhaft und launisch hat sich das Wetter in den vergangenen zwei Monaten präsentiert. Nun befinden wir uns in den sogenannten Hundstagen (benannt nach dem Sternbild "Großer Hund") - eigentlich die heißesten Tage des Jahres. Doch danach sieht es nach Meinung von Wetter-Experten derzeit nicht aus. Sie glauben eher, dass die sommerlichsten Tage bereits hinter uns liegen:„In diesem Jahr hatten wir bereits Spitzenwerte über 36 Grad. Doch davon sind wir auch in den kommenden 7 Tagen sehr weit entfernt. Selbst die 30-Grad-Marke ist kaum in Sichtweite", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. Seine Prognose lautet: Im Sommer könnte sich das unbeständige Wetter fortsetzen, das wir schon aus den Monaten Juni und Juli kennen. 

Kein stabiles Hoch in Sicht

Richtiges Badewetter gibt es in Oberbayern laut Jung vor allem morgen. "Am Samstag wird es bei knapp 30 Grad richtig sonnig", sagt er auf Anfrage. Nur Abends gebe es ein erhöhtes Schauer- und Gewitter-Risiko. Am Sonntag sei es in der Region dann bei einigen Schauern voraussichtlich eher schwül, bei 26 Grad. Auch in der ersten August- und Ferienwoche sieht das Wetter ähnlich aus. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 20 und 27 Grad , wobei sich Sonne, Wolken, Schauer und Gewitter abwechseln. Besonders gewittrig sieht es am Montag, den 1. August aus, die niedrigsten Temperaturen sagt Jung für den kommenden Mittwoch vorher. Dann soll es nur 20 Grad warm werden. "Der August verspricht Auf und Abs, ein stabiles Hoch ist leider nicht in Sicht", erklärt er.  Der vergangene Sommer sei zwar ungleich heißer gewesen, aber ebenso wechselhaft, sagt der Wetter-Experte. 

Der Juli war insgesamt zu trocken

Auch wenn die Schauer und Gewitter der letzten Tage etwas anderes vermuten lassen: Der Juli war in Deutschland in diesem Jahr zu trocken. Mit rund 68 Litern Regen pro Quadratmeter fehlten rechnerisch exakt zehn Liter bis zum vieljährigen Mittel, wie der Deutsche Wetterdienst am Freitag mitteilte. Daran änderten auch die extremen Niederschläge am Monatsende nichts - denn es gab vor allem im Westen Regionen, in denen nur zehn Liter fielen.

Richtig warm wird es nur am Mittelmeer

Wem das zu kalt ist, der muss schon ans Mittelmeer fahren. Dort ist es auch in den nächsten Tagen hochsommerlich heiß und wolkenlos. Temperatur von mehr als 30 Grad gibt es laut Jung nur in Urlaubsländern wie Spanien, Italien und Griechenland. Hierzulande zieht das Wetterportal wetter.net eine nüchterne Bilanz: An Unwettern hat dieser Sommer keineswegs gespart - mit teils verheerenden Folgen, wie im bayerischen Simbach am Inn, wo es nach einem schlimmen Hochwasser sogar Todesopfer zu beklagen gab. Katastrophen wie diese, soll es zwar demnächst nicht geben. Doch das Wetter bleibt weiterhin wechselhaft. 

ae/dpa

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