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Im Freiluftmuseum Glentleiten bei Großweil (Kreis Garmisch-Partenkirchen) waren bunte Eier auf den ersten Blick zu finden.

So sch(n)ee war Ostern

München - Eingepackt in Anoraks und mit Handschuhen suchten die Kinder heuer ihre Ostereier. Mehrere Zentimeter Neuschnee, Temperaturen um den Gefrierpunkt – es war nicht leicht, an seine Geschenke zu kommen.

Wenn’s Weihnachten schon nicht schneit, dann Ostern aber gscheit. So oder so ähnlich könnte eine Wetterregel lauten. Abertausende Kinder durchsuchten am Sonntag wieder die Gärten nach Ostergeschenken. Wie viele davon mit der Schneeschaufel, ist nicht bekannt.

Oberhalb von 800 Metern machten es zehn Zentimeter Neuschnee den Kindern schwer, unterhalb von 800 Metern war es zwar weniger Schnee, dafür aber immer noch bitterkalt – die Temperaturen lagen am Osterwochenende in Oberbayern knapp über dem Gefrierpunkt. Das Wetter hatte zur Folge, dass viele Eltern die Suche nach Ostereiern und anderen Präsenten lieber in die warme Stube verlegten.

Ein bisschen wärmer hingegen war es in Hetzenhausen im Landkreis Freising. Dort loderte am Samstagabend ein riesiges Osterfeuer, um den Winter endgültig auszutreiben. Der jahrhundertealten Tradition nach wird dafür eine Strohpuppe, die den Winter symbolisieren soll, verbrannt.

Auf Bayerns Straßen war vielerorts Winterausrüstung unverzichtbar. Im Allgäu etwa. Der Riedbergpass bei Balderschwang (Kreis Oberallgäu) war am Ostersonntag nur noch mit Schneeketten befahrbar.

Nach Einschätzung des ADAC blieben am Osterwochenende aber sowieso viele Menschen zu Hause. „Wir hatten früher zu Ostern immer richtig viel Verkehr, dieses Jahr ist aber kaum jemand mit dem Auto weggefahren“, sagte Sprecher Maxi Hartung. Große Reisewellen und Staus blieben im Freistaat wegen der Wetterverhältnisse weitgehend aus. „Am Samstag hatten wir etwas Rückreiseverkehr vor allem aus den Alpen, an Ostern selber war es aber wieder sehr ruhig.“ Ein weiterer Grund für die ausbleibende Blechlawine dürfte auch in den hohen Benzinpreisen zu finden sein.

Vergangenes Jahr an Ostern war es aber auch in weiten Teilen Bayerns über 20 Grad warm – entsprechen hoch war das Verkehrsaufkommen gewesen. Ungewöhnlich sei die kalte Wetterlage in diesem Jahr aber keinesfalls, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in München: „Es ist normal, dass im April noch mal Schnee fällt, da kann es auch Ostern treffen.“ Für Dienstag versprechen die Wetterexperten aber wieder frühlingshafte Temperaturen bis zu 18 Grad.

Patrick Wehner

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