Durchwachsener Sommer in Bayern

Pleite für Biergärten – Ansturm auf Museen

München - Nicht nur für Urlauber ist der diesjährige Sommer ein Reinfall. Auch viele Ausflugsziele haben wegen des schlechten Wetters mit niedrigen Besucherzahlen zu kämpfen.

Es scheint jedes Jahr dasselbe zu sein: Nach einigen vielversprechenden Tagen im Frühsommer mit hohen Temperaturen und Sonne satt macht das Wetter eine Vollbremsung mit anschließender Kehrtwende. Dann heißt es Gewitter und Dauerregen. Diesen Eindruck haben viele Bayern, wenn sie an vergangene Sommer denken. Auch in diesem Jahr waren die Sommermonate wechselhaft.

Den rekordverdächtigen Temperaturen des Pfingstwochenendes folgen ebenfalls starke Niederschläge. Die Besucherbilanz beliebter Ausflugsziele sind ebenfalls durchwachsen.

Wegen des unbeständigen Wetters der Sommermonate und vor allem der Ferienzeit waren besonders Eltern vor Probleme gestellt. Da klassische Sommerbeschäftigungen wie Schwimmen gehen, Ausflüge in die Berge und Aktivitäten im Freien nicht zuverlässig geplant werden können, muss man Alternativen finden.

Zu den Gewinnern des trüben Sommers gehören daher beispielsweise Museen und Indoorspielplätze. „Schlechtes Wetter ist Museumswetter“, weiß Susanne Schneider, Pressesprecherin des Deutschen Museums in München. Auch der Hallenspielplatz Erdino in Erding freut sich über viele Gäste. Gerade im Vergleich zum Sommer 2013 könne man auf jeden Fall zufrieden mit den Besucherzahlen sein, sagen die Betreiber. Manchmal ist das Wetter aber auch gar nicht so relevant für die Besucherzahlen, erklärt Martin Glaab, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Klosters Andechs. Dort habe man „gar keine Zeit“, Besucher zu zählen, so ausgelastet sei man.

Auch wenn der Hochsommer wohl vorbei sein dürfte, besteht durchaus die Hoffnung auf einen freundlichen Spätsommer und Herbst. So könnten dann auch die Verlierer des Sommers ihre Besucherzahlen noch steigern.

Hannah Kapfenberger

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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