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Der erste Schnee soll schon bald fallen: Die Schneefallgrenze sinkt auf 1500 Meter.

Temperaturen purzeln ins Sommerloch

Wetter-Wirrwarr: Jetzt wird's nass und kalt

München - Wer am Mittwoch einen Schneemann bauen will, der muss nicht weit fahren. Bis auf 1500 Metern soll es ordentlich schneien, im übrigen Oberbayern regnen. Der Sommer sagt Pfia Gott – bis zum Wochenende.

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Ein wenig verrückt ist es schon. Gestern saßen die Leute landauf landab noch im Biergarten, zogen ihre Bahnen in den Seen und Freibädern, holten abends den Grill nochmal aus der Garage. Auch für heute sehen die Meteorologen die Menschen bei bis zu 30 Grad schwitzen.

Und ab Mittwoch, da wird’s kalt. Saukalt. Zehn bis 15 Grad sagen die Wetterexperten – und schneien soll es auch noch. Die Schneefallgrenze sinkt auf 1500 Meter herab. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in München sagt für die Zugspitze Null Grad voraus, im übrigen Alpenraum soll die Temperatur weit unter zehn Grad liegen. Am härtesten jedoch wird es den Alpenrand treffen. „Da hat es am Dienstag noch 28 Grad, am Mittwoch dann elf bis 14“, sagt Volker Wünsche, Chef vom Dienst des DWD. Der Internet-Wetterdienst www.wetter.net empfiehlt bei Fahrten in die Alpen sogar Winterausrüstung. Und wer glaubt, das übrige Oberbayern würde verschont bleiben, der irrt. Denn an den Orten, an denen es nicht schneit, regnet es größtenteils. Oder hagelt sogar. Schuld an der Misere ist Grainne, ein recht unfreundliches Tiefdruckgebiet bei Island. Erst schiebt es kalte Luft nach Bayern, danach lässt es Regen, Hagel und Unwetter folgen.

Doch nicht nur die Menschen sind von dem Wettersturz betroffen. In den bayerischen Alpen bringen die Bauern zwar schon seit Anfang September ihr Vieh zurück ins Tal – trotzdem befinden sich noch immer einige Rinder oben in den Bergen. Für die Landwirte und ihr Fleckvieh aber stellt der Kälteeinbruch kein Problem dar, sagt Michael Hinterstoißer. Er ist Chef des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern. „Die meisten Kühe sind von den Hochalmen schon runter“, sagt Hinterstoißer. Für die Tiere die noch auf den höher gelegenen Almen grasen, gebe es Schneefluchtflächen. Generell jedoch würden die Bauern versuchen, ihre Tiere noch vor Mittwoch runterzubringen. „Die Almzeit ist seit 5. September sowieso vorbei“, meint Hinterstoißer. Und der nächste Wetterumschwung ist auch schon programmiert: So schnell es am Mittwoch kalt werden soll, so schnell wird es auch wieder wärmer. Zwar klettert das Thermometer nicht mehr so hoch wie in den vergangenen Tagen – den Wetterdiensten zufolge pendeln sich die Temperaturen aber ab Freitag bei ganz annehmbaren 20 Grad ein. Samstag und Sonntag bringen Sonne und Wolken und es wird bis zu 23 Grad.

Dem Meteorologen Dominik Jung zufolge ist der Herbst auf dem Weg, „besonders golden“ zu werden. „Er wird insgesamt sonniger und wärmer als im langjährigen Durchschnitt ausfallen“, sagt Jung.

Patrick Wehner

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