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Verrückter Oktober: Heuer Sonne satt - und vor einem Jahr gab's 40 cm Neuschnee.

So geht der Oktober weiter 

Heute Traumwetter - Vor einem Jahr Neuschnee satt

München - Sonne satt: Am Wochenende zeigt sich der Oktober  noch einmal von seiner besten Seite im Freistaat. Letztes Jahr sah das ganz anders aus. Da gab's Schnee.

April, April, der macht was er will: So lautet eine bekannte Wetterweisheit. Doch eigentlich müsste es Oktober heißen. Denn der zehnte Monat kann eine große Palette an Wettervariationen bieten.

Bis zu 40 cm Neuschnee

So gab es zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr in den Alpen bis zu 40 cm Neuschnee. Selbst in den Tälern des Alpenvorlands fiel Schnee der zu Behinderungen auf Straßen und Schienen führte. Dieses Jahr dagegen erlebt der Süden noch mal einen richtigen Oktobersommer.

Wie erwartet wurde es am Donnerstag noch mal ungewöhnlich warm. In München wurden knapp 27 Grad erreicht. Mehr als 26 Grad wurden auch in Stuttgart, Kempten und Garmisch-Partenkirchen erreicht. „Die Wetterlage am Donnerstag war das exakte Gegenteil der Wetterlage von vor einem Jahr.

Es wird kühler, aber nicht so viel wie erwartet

Und in den kommenden Tagen geht es erstmal warm weiter. Ein Traumwochenende steht dem Freistaat bevor. In den Nächten aber wird es bereits kühl. Die Werte sinken zwischen 5 und 10 Grad. 

Und dann verabschiedet sich das warme Wetter. Aber es wird nicht so kühl wie noch vor einigen Tagen erwartet wurde. "Die Höchstwerte können weiterhin um die 20 Grad erreichen, wenn auch keine 25 oder 26 Grad mehr“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. Die Zeit für Mütze und Schal ist also noch nicht da.

Warmer Oktober - strenger Winter?

Doch sie wird kommen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Doch wie wird der Winter werden, wenn der Oktober so warm ist? So manche Bauernregel weiß da Bescheid.  

So lässt die Freunde von Eis und Schnee sicherlich die folgende Regel das Herz höher schlagen: „Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter hinterdrein.“ Dass der Oktober bisher extrem zu warm ist, daran gibt es derzeit keinen Zweifel. Mit Stand heute früh ist der Monat rund 5 Grad zu warm. Das würde also auf einen „scharfen“ sprich „strengen“ Winter hindeuten.

Würde, wohlgemerkt. Denn ein Blick auf dem letzten deutlich zu warmen Oktober 2006 zeigt, dass damals überhaupt kein strenger Winter folgte. Im Gegenteil: Der Winter 2006/2007 wurde der mildeste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Nächste Regel: „Ist der Oktober aber nass und kühl, mild der Winter werden will.“ Diese Regel wäre zwar dieses Jahr nicht anwendbar, da der Oktober bisher nicht kühl ist, aber die Oktobermonate 2008 und 2009 waren nass und auch recht kühl. Darauf folgte dann aber jeweils ein zu kalter Winter. Auch diese Regel passt also nicht und kann durch ein Beispiel direkt widerlegt werden.

„Bauernregeln sind für Monats- oder gar Jahreszeitvorhersagen gänzlich ungeeignet. Es gibt nur ganz wenige Regeln, deren Eintreffwahrscheinlichkeit statistisch nachweisbar ist. Vom Oktoberwetter kann man nicht auf das Wetter im Winter schließen“ sagt Wetterexperte Jung.

mm

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