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Die frühere Lufthansa-Maschine "Landshut" rottet in Brasilien vor sich hin.

Museumsstück als „Zeichen gegen Terrorismus“

Wettlauf um Ex-Lufthansa-Maschine: Landshut will die „Landshut“

Landshut - Die „Landshut“ rottet in Brasilien vor sich hin. Mehrere Initiativen wollen dem in den „Deutschen Herbst“ 1977 verwickelten Flugzeug nun eine Heimat geben - auch in Landshut.

Immer mehr Menschen möchten die historische Lufthansa-Maschine „Landshut“ in Landshut ausstellen. In die Diskussion um eine mögliche Rückholung des Flugzeugs, das im sogenannten Deutschen Herbst 1977 wegen einer Entführung bekannt wurde und derzeit in Brasilien verrottet, hat sich nun auch der Bundestagsabgeordnete Florian Oßner eingeschaltet. 

Es wäre schön, „wenn zumindest für einen Teil der „Landshut“ die Stadt Landshut der Ort für dieses Gedenken sein könnte“, teilte der CSU-Politiker aus dem Landkreis Landshut mit. Im neuen Stadtmuseum könnten Geschichte und Technik der Boeing 737 aufgearbeitet werden.

Ob das Flugzeug, das palästinensische Terroristen 1977 auf dem Weg von Mallorca nach Frankfurt gekapert hatten, überhaupt nach Deutschland kommt, war laut Auswärtigem Amt zuletzt noch offen. Oßner appellierte an Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD), die „Landshut“ müsse als Erinnerungsort erhalten bleiben: „Gerade in der heutigen Zeit sind Zeichen gegen Terrorismus dringend notwendig, um Freiheit und Demokratie wieder stärker in das Bewusstsein zu rücken.“

Museumsdirektor Franz Niehoff freut sich über die Initiative Oßners: Die Benennung des Fliegers gehe auf einen Landshuter Händler zurück - und die Geiselnahme habe die niederbayerische Stadt in die Schlagzeilen gebracht. Ferner habe das Flugzeug nach der Taufe in München-Riem im Tiefflug die namensgebende Stadt überquert. Platz gebe es auch für die gesamte Maschine. Für die Ausstellung wünsche er sich dann aber Unterstützung: „Solch ein Demokratiemuseum wäre eine nationale Aufgabe“, sagte Niehoff.

Initiativen in Flensburg und Griesheim (Hessen) hatten ebenfalls Interesse bekundet. Der Flensburger Unternehmer Thomas Liebelt bot an, an der Förde ein Museum zu bauen. Burkhard Fiebig vom Verein eines geplanten Luftfahrtmuseums hatte bereits 2007 dem inzwischen verstorbenen Altkanzler Helmut Schmidt deswegen angeschrieben.

dpa

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