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Ein Fußball liegt vor einer Partie im Netz.

Wichtige Erkenntnisse beim Istanbul-Trip: Stach nach Mainz

Beim 2:3 gegen Fenerbahce werden die Fürther für einen Fehlstart ins Spiel bestraft. Die Reaktion stimmt den Trainer „sehr zufrieden“. Ein Senkrechtstarter verlässt den Aufsteiger.

Istanbul - Solche Startphasen dürfen sich die Aufsteiger der SpVgg Greuther Fürth im Bundesliga-Ernstfall nicht leisten. Beim dem Kurztrip in die Türkei lagen die Franken am Samstagabend im letzten Testspiel vor dem Saisonstart gegen Fenerbahce Istanbul mit Ex-Nationalspieler Mesut Özil nach 30 Minuten mit 0:3 hinten. Das kritisierte Trainer Stefan Leitl nach dem 2:3 (1:3) mit deutlichen Worten: „In den ersten 25 Minuten waren wir nicht auf dem Platz.“

Der Trainer sah „grobe individuelle Fehler“ bei den Gegentoren von Miha Zajc (4. Minute) und des ehemaligen Fürther Angreifers Serdar Dursun, der für den türkischen Fußball-Spitzenclub gleich zeimal traf (8./30.). Abdourahmane Barry (34.) und Jamie Leweling (76.) konnten immerhin später verkürzen und den Fürther Gesamteindruck verbessern.

„Mit der Leistung in der zweiten Halbzeit können wir sehr zufrieden sein“, sagte Leitl: „Da waren wir deutlich die bessere Mannschaft.“ Mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit wäre es sogar möglich gewesen, das Spiel noch zu gewinnen, meinte Leitl: „Aber was wir schon mitnehmen können, ist, dass schon vieles sehr gut ist.“

Die Fürther beendeten die Vorbereitung damit ohne Testspielsieg. Am Samstag müssen sie im ersten Pflichtspiel im Pokal beim SV Babelsberg 03 antreten. „Das waren jetzt Tests, jetzt geht's dann los“, sagte Paul Seguin. Der Mittelfeldspieler mahnte: „Wir müssen lernen, in der Bundesliga noch besser und mit mehr Leidenschaft zu verteidigen.“

Das gilt nicht mehr für Anton Stach. Der U21-Europameister kehrt nach seinem Olympia-Einsatz in Tokio nicht mehr nach Fürth zurück, sondern innerhalb der Bundesliga zum FSV Mainz 05 wechseln. Die Ablösesumme für den 22 Jahre alten Mittelfeldspieler soll laut Medienberichten 3,5 Millionen Euro betragen. „Über die Ablösemodalitäten haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart“, hieß es seitens der Fürther.

Stach soll in Mainz einen Vertrag bis 30. Juni 2025 unterschreiben. Er hat einen steilen Aufstieg hinter sich. Er kam im vergangenen Jahr vom Regionalligateam des VfL Wolfsburg II nach Fürth.

„Anton hat bei uns eine super Entwicklung genommen, die natürlich nicht verborgen geblieben ist. Er wollte jetzt auch direkt noch den nächsten Schritt gehen“, sagte Fürths Sportdirektor Rachid Azzouzi. Man habe dem Transfer zugestimmt, da die Rahmenbedingungen für Fürth „ein sehr gutes Niveau“ erreicht hatten. dpa

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