Widersprüchliche Aussagen in Vergewaltigungsfall

Linz/Regensburg - Im Fall des 16-jährigen Mädchens, das am Heiligen Abend nach eigenen Angaben aus Regensburg entführt und in Oberösterreich von einem Unbekannten vergewaltigt wurde, gibt es angeblich widersprüchliche Darstellungen des Opfers.

Der Polizeichef von Linz, Alois Lißl, sagte am Donnerstag der österreichischen Nachrichtenagentur APA, es bestünden "massive Zweifel" an der Darstellung des Tathergangs durch die junge Frau. Die Regensburger Polizei, die den Fall inzwischen übernommen hat, geht dagegen nach wie vor von einem "schweren Sexualdelikt" gegen die Frau aus.

Sie hatte bei der Polizei erklärt, sie sei am frühen Morgen in Regensburg von einem etwa 25-jährigen Mann mit einem in Gmunden (Österreich) zugelassenen Auto entführt, später in Oberösterreich vergewaltigt und nach über sechs Stunden vor dem Linzer Hauptbahnhof ausgesetzt worden. Bei Befragungen durch die Linzer Polizei sagte sie später allerdings, sie sei in Regensburg von einem Regensburger entführt worden.

Von dem als übergewichtig beschriebenen Täter fehlte zunächst jede Spur. Der Mann hatte seinem Opfer während der Entführung gestanden, dass er bereits wegen Vergewaltigung gesucht werde. Nach einer ersten Beschreibung trug der Täter einen Oberlippenbart und fuhr ein silbergraues Auto.

Im Gegensatz zu den Linzer Kollegen geht die Polizei in Regensburg, die den Fall inzwischen übernommen hat, weiterhin von einem "schweren Sexualdelikt" gegen die Frau aus. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt müsse man von einer schweren Straftat ausgehen, sagte ein Sprecher. Gegen diese Annahme würden keine Anzeichen sprechen. Zum jetzigen Zeitpunkt werde im Umfeld der 16-Jährigen ermittelt, hieß es.

dpa

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