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Die entgleiste Tram am Romanplatz.

Schnee-Chaos auf Bayerns Straßen

München - Starker Schneefall hat zu Wochenbeginn den Verkehr in Bayern teils erheblich behindert. Am Sonntag und Montag kam es zu zahlreichen Unfällen. Doch schon morgen soll es wieder wärmer werden.

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Auf mehreren Autobahnen stellten sich an Steigungen Lastwagen quer. Am stärksten betroffen war die Autobahn München-Salzburg (A8). Am Irschenberg musste der Verkehr zeitweise angehalten werden, um Platz zu machen für die Räum- und Streufahrzeuge der Autobahnmeistereien. Nach Auskunft des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim gab es zahlreiche Unfälle auch auf Bundes- und Staatsstraßen, die jedoch nach einer ersten Bilanz weitgehend glimpflich verliefen.

München erstickt im Schnee

Schnee-Chaos in München

Bei Holzkirchen ist ein Baum unter seiner Schneelast zusammengebrochen und auf die Straße gefallen. Am Montagmorgen fuhr ein Geretsrieder (31) gegen den Baum.

Am Romanplatz in München ist am Montag eine Tram entgleist. Durch Schnee- und Eisablagerungen in den Schienen konnte der Triebwagen die Spur nicht mehr halten. Dabei riss der Stromabnehmer einige Abspannungen des Fahrdrahtes ab.

Die tiefen Temperaturen ließen in München Rohrleitungen, Sprinkleranlagen und Heizungen platzen. Insgesamt hatte die Feuerwehr 40 Alarme dieser Art alleine am Montagvormittag.

Auf dem McGraw-Graben in München geriet am Sonntagabend ein Wagen ins Schleudern, als er zu schnell beschleunigte. Der BMW rutschte auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen einen Skoda. Beide Fahrer wurden leicht verletzt. Der BMW hatte Sommerreifen.

Zu Problemen kam es am Montagmorgen auch im Münchner S-Bahn-Betrieb. Wegen einer Weichenstörung standen am Ostbahnhof die Züge still. Tausende Pendler kamen deshalb zu spät zur Arbeit.  Kurz vor neun Uhr rollten die S-Bahnen wieder an. Mit Verzögerungen ist aber weiterhin zu rechnen.

Christian Miehling von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sagte, es habe auch Verspätungen im Busverkehr und bei Tram-Bahnen in München gegeben. "Wenn Autos im Stau stehen, dann triff es auch die Busse."

Am Münchner Flughafen gab es für rund 20 Maschinen Verspätungen bis zu einer halben Stunde, teilte der Münchner Flughafen mit.

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Auch im Allgäu gab es starke Schneefälle und mehrere Unfälle. Auf glatten Straßen ereigneten sich ebenso in Franken und in Ostbayern in der Nacht zum Montag zahlreiche Unfälle. Doch auch in diesen Fällen blieb es überwiegend bei Blechschäden. In der südlichen Oberpfalz krachte es in den Abendstunden mehr als 20 Mal. Unfallschwerpunkte waren die Landkreise Neumarkt, Regensburg und Cham. Zehn Unfälle ereigneten sich auf der Autobahn Nürnberg-Passau (A3) zwischen Nittendorf und Velburg sowie auf der Autobahn Holledau-Regensburg (A93) im Bereich Regensburg. Allein in Oberfranken kam es zwischen 18.00 und 1.00 Uhr zu knapp 30 Unfällen.

Vorhersage: Schnee und Glätte

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind in Bayern in der Nacht zum Montag im Flachland bis zu 25 Zentimeter Neuschnee gefallen. In Franken und Niederbayern seien die Temperaturen teilweise unter minus zehn Grad gefallen. Im Allgäu lagen die Temperaturen nur knapp unter dem Gefrierpunkt.

Die Meteorologen erwarten zum Wochenbeginn weitere Schneefälle bis zu zehn Zentimeter und weniger frostige Temperaturen. Der Schnee werde in der Nacht zum Dienstag in Regen übergehen. "Man muss damit rechnen, dass nasse Stellen überfrieren, wodurch Eisglätte entsteht", sagte Volker Wünsche, vom Deutschen Wetterdienst in München.

Die Gefahr von Lawinen ist in den bayerischen Alpen nach den hefitgen Niederschlägen oberhalb der Waldgrenze erheblich. In tieferen Lagen ist die Lawinengefahr gering.

Doch schon Morgen könnte es vorbei sein mit dem Schneegestöber. Und Weihnachten soll es wieder grün in Bayern sein.

Das Wetter in Bayern

mm

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