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Hier bergen die Retter das Lawinenopfer.

Wendelstein: Lawinen-Opfer steckte eine Stunde im Schnee

Brannenburg - Wieder ein Lawinenunglück in den bayerischen Bergen: Ein Tourengeher wurde am Donnerstag verschüttet - und später erfolgreich wiederbelegt. Der Mann steckte eine Stunde lang zwei Meter tief unter dem Schnee.

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20 Minuten lang wurde der 47-jähriger Mann aus Rosenheim von seinen Rettern reanimiert, dann kam er laut Polizei wieder zu Bewusstsein. Eine Stunde lang soll er schwer verletzt zwei Meter tief unter den Schneemassen gelegen haben. Ein halbe Stunde hatte es zuvor gedauert, bis die vier Begleiter des Mannes ihn mit Hilfe seines Verschüttetensuchgerät orten konnten.

Mit einem Hubschrauber wurde er stark unterkühlt in ein Krankenhaus nach Rosenheim geflogen.  “Er ist noch nicht über den Berg", sagte eine Polizeisprecher.

Das Lawinenopfer war als Tourengeher mit vier Begleitern am Seehang des Wendelsteins unterwegs. Der 47-Jährige löste bei der Abfahrt am 1838 Meter hohen Wendelstein ein 250 Meter breites Schneebrett aus, das ihn mitriss.

Die Begleiter blieben offenbar unverletzt. Sie alarmierten gegen 12.39 Uhr die Rettungskräfte. Im Einsatz waren neben Bergwacht und Polizei auch sechs Hubschrauber.

Der Mann war mit zwei 48 und 51 Jahre alten Männern aus Rosenheim sowie einem Ehepaar am Sudelfeld zu einer Skitour zum 1720 Meter hohen Wildalpjoch gestartet und dann wahrscheinlich Richtung Wendelstein weitergegangen. Bei er Abfahrt am 1838 Meter hohen Wendelstein löste sich ein 250 Meter breites Schneebrett, das den 47-Jährigen mitriss.

Sowohl die Seilbahn als auch die Zahnradbahn am Wendelstein waren wegen Lawinengefahr nicht in Betrieb. Auch am Donnerstag herrschte bei viel Neuschnee noch erhebliche Lawinengefahr. Der Lawinenwarndienst Bayern nahm die Warnstufe jedoch von vier auf drei auf der insgesamt fünfstufigen Skala zurück.

Die Suche nach dem Mann, der am Mittwoch in den Allgäuer Alpen verschüttet worden ist, soll Donnerstagnachmittag wiederaufgenommen werden. Die Hoffnungen, den 40 Jahre alten Allgäuer noch lebend zu finden, sind jedoch verschwindend gering. “Wenn man ihn wirklich lebend finden würde, wäre es ein Wunder“, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor mussten nach Angaben der Polizei Lawinen gesprengt werden, da die Suche sonst zu gefährlich gewesen wäre.  

Der Mann war mit einem 31-jährigen Snowboarder unterwegs gewesen und als Erster vom 1832 Meter hohen Gipfel des Hochgrat abgefahren. Dabei löste er eine riesige Lawine aus.

mol/dpa

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