Wieder mehr Koma-Säufer

München - Die Zahl der stationär behandelten Jugendlichen mit Alkoholvergiftung steigt nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums weiter an.

Der Anstieg habe sich jedoch verlangsamt, sagte Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml am Mittwoch in München. 2009 seien 5500 Jugendliche stationär behandelt worden, 100 mehr als im Vorjahr.

Bei den Jüngeren sei die Zahl sogar absolut zurückgegangen - in der Gruppe der Zehn- bis 14-Jährigen habe es mit knapp 800 Fällen zehn Prozent weniger gegeben als im Vorjahr. Huml führte die niedrigeren Zahlen auf eine staatliche Initiative zurück: das Projekt “Hart am Limit - HaLT“. Das Suchtpräventionsprojekt wird vom bayerischen Gesundheitsministerium finanziert.

Es besteht aus zwei Bausteinen: Einerseits informieren Mitarbeiter Schulen und Festveranstalter, wie sie Alkoholmissbrauch vorbeugen könnten. Andererseits gehen geschulte Mitarbeiter in die Krankenhäuser, um dort mit den Jugendlichen und deren Eltern zu sprechen. “Wenn die Jugendlichen nachher ihre Freunde wiedertreffen, die ihnen auch noch auf die Schulter klopfen, ist es zu spät“, sagte Huml.

dpa

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