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Günther Kaufmann vor Gericht.

Wiederaufnahme von Kaufmann-Prozess beantragt

Augsburg - Im spektakulären Fall um die Ermordung des Steuerberaters von Schauspieler Günther Kaufmann im Jahr 2001 hat einer der drei Verurteilten die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt.

Das Landgericht Augsburg bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). Der Anwalt des Verurteilten habe neue Angaben geltend gemacht, wonach sein Mandant unschuldig sein soll. Die Staatsanwaltschaft Augsburg lehnte die Wiederaufnahme des Verfahrens in einer Stellungnahme ab. Das Gericht werde im September über den Antrag entscheiden, hieß es.

Der Schauspieler Günther Kaufmann war 2002 zunächst selbst zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, weil er gestanden hatte, seinen Steuerberater getötet zu haben. Später waren drei andere Verdächtige für die Tat aufgetaucht. Kaufmann hatte daraufhin sein Geständnis widerrufen und war 2005 in Augsburg freigesprochen worden. Die mutmaßlichen Täter waren wegen Raubes mit Todesfolge zu Haftstrafen zwischen zehneinhalb und 14 Jahren verurteilt worden. Ein Revision des Verurteilten, der jetzt die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt hat, war erfolglos geblieben.

dpa

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