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Der Winter hat Bayern fest in Griff. In den nächsten Tagen wird es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vom Freitag in ganz Bayern bei Dauerfrost schneien.

Der Winter ist da: Zahlreiche Rutschunfälle

München - Schnee und Eis behindern in vielen Teilen Bayerns den Verkehr. Auf den Straßen gab es am Freitag vor allem in Schwaben und in Oberbayern Probleme.

Auf dem Main-Donau- Kanal bei Nürnberg beeinträchtigten bis zu 30 Zentimeter dicke Eisschollen die Schifffahrt. In vielen Städten und Gemeinden waren die Winterräumdienste im Dauereinsatz. Auf schneebedeckten, glatten Straßen kam es nach Polizeiangaben vor allem in ländlichen Bereichen zu zahlreichen Rutschunfällen, die aber meist glimpflich verliefen.

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Auf den Straßen Augsburgs geriet der morgendliche Berufsverkehr immer wieder ins Stocken. Alle Streufahrzeuge rückten nach kurzzeitig heftigen Schneefällen aus. Mit rund 100 Tonnen Streusalz wurden Straßen und Fußwege von rund 180 Einsatzkräften gegen Glatteis präpariert. Streusalz ist in Augsburg und Nürnberg noch reichlich vorhanden. “Wir bekommen ständig Nachlieferungen und haben absehbar keinen Engpass“, sagte ein Sprecher des Straßenreinigungsamtes in Augsburg.

Wintersportler können sich auf Pulver- und Neuschnee bis 40 Zentimeter in den Hochlagen freuen. Vorsicht ist aber wegen zunehmender Lawinengefahr geboten. Es bleibt kalt und soll nach dem Wochenende noch frostiger werden. Die Meteorologen erwarten bis zu minus 15 Grad.

Wasserwacht warnt: Eis noch zu dünn

Obwohl es seit Tagen grimmig kalt ist, warnt die Wasserwacht vor trügerischen Eisflächen auf Seen, Bächen und Weihern. “Das Eis ist auf vielen Gewässern noch immer zu dünn, um Menschen sicher zu tragen“, sagte die Wasserwacht-Vorsitzende Ulrike Scharf. Einbrechen bedeute Lebensgefahr. Bei den derzeit niedrigen Wassertemperaturen würden Verunglückte in kürzester Zeit das Bewusstsein verlieren und ertrinken. Eisläufer sollten beachten, dass die Eisschicht mindestens zehn Zentimeter dick sein muss, um eine Person von 75 Kilogramm sicher zu tragen. Sobald mehrere Menschen auf dem Eis unterwegs sind, sind mindestens 15 Zentimeter nötig.

Der Schifffahrt machen derzeit Eisschollen auf dem Main-Donau- Kanal zu schaffen. Südlich von Nürnberg schieben sich auf dem Abschnitt bis Hilpoltstein in Vorhäfen und Schleusenkammern Eisschollen von bis zu 30 Zentimetern Dicke zusammen, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg mit. Auch die Strecke zwischen Bamberg und Nürnberg sei durch Eisschollen beeinträchtigt. In den nächsten Tagen sei mit weiterer Eisbildung zu rechnen. Von Samstag an dürfen zwischen Nürnberg-Eibach und Hilpoltstein nur noch Schiffsverbände bis zu 185 Metern Länge fahren.

Mit einem Winterdienst rund um die Uhr will die Autobahndirektion Nordbayern dafür sorgen, dass Tief “Daisy“ mit Schnee und Eis den Verkehr auf den Fernstraßen nicht allzu sehr beeinträchtigt. In allen Autobahnmeistereien werde im Vollschicht-Betrieb gearbeitet, rund 600 Mitarbeiter seien im Einsatz, sagte Peter Ermer von der Verkehrs- und Betriebszentrale in Nürnberg-Fischbach am Freitag. “Alle Fahrzeuge sind draußen, wir fahren rund um die Uhr.“

Als neuralgische Punkte im Streckennetz gelten unter anderem die Steigungen auf der A9 Nürnberg-Berlin am Hienberg und an der Schiefen Ebene sowie auf der A7 Würzburg-Fulda in der Rhön. Die Behörde betreut rund 1300 Autobahn-Kilometer in Franken sowie Teilen Oberbayerns und der Oberpfalz.

dpa

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