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Ein bisschen Schnee gabs am Wochenende - lange wird dieser aber nicht bleiben.

Wie das Wetter wird

Winter gibt Gastspiel - und geht wieder

Bad Wiessee/Neuburg – Der Winter hat ein Gastspiel in Bayern gegeben. Wegen des Wetterumschwungs mussten bei der Montgolfiade in Bad Wiessee sogar die Ballone am Boden bleiben. Trotzdem: Winterfreunde brauchen noch Geduld.

Weiß. Nicht viel davon, aber immerhin: Wer am Sonntagmorgen aus dem Fenster geschaut hat, hat ihn noch gesehen – den ersten Schnee seit langem. In der Nacht zum Sonntag hat es in Bayern teilweise stark geschneit – auch in tiefen Lagen. Aber Winterfreunde müssen sich noch gedulden – der kurze Wetterumschwung war nicht mehr, als ein kleiner Wintergruß.

So wird das Wetter in Bayern

Florian Bilgeri, Meteorologe des Deutschen Wetterdiensts, weiß, dass der Puderzuckeranblick von Sonntagmorgen erstmal eine Seltenheit bleibt: „Das war nur ein kurzes Hallo.“ Nur für die Nacht auf Montag sagte der Meteorologe am Sonntag nochmal Schnee voraus. „Zwei Nächte mit Schnee, das war’s.“

Doch für die Ballonfans in Bad Wiessee (Kreis Miesbach) war das kurze Wintergastspiel genug, um ihnen den Spaß am Fliegen bei der 14. Montgolfiade zu verderben. Wegen Schnee am Freitag und zu viel Wind am Samstag konnten die Ballone nicht starten. Der starke Nordwind hätte sie in Richtung Berge und Wolkenwand gedrückt. „Das kann problematisch werden“, sagte der technische Leiter Michael Unger. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Flüge für Passagiere abgesagt.

Mit den mehr als 2000 abgehärteten Schwimmern in Neuburg an der Donau hatte der Winter bei seinem Kurzbesuch am Sonntag jedoch Mitleid. „Im Bereich der Donau hat es in Bayern am aller wenigsten geschneit“, sagte Meteorologe Florian Bilgeri. „Nur ein bis fünf Zentimeter Neuschnee sind gefallen.“ Eisig war’s beim 45. Donauschwimmen trotzdem. Nur fünf Grad hatte das Wasser. Abgehalten hat das aber keinen der Sportler. Rund 45 Minuten waren die mit Perücken und Hüten verkleideten Schwimmer in Neoprenanzügen auf der 4000 Meter langen Strecke unterwegs. „Allen hat es Spaß gemacht“, sagte Matthias Brendel von der Wasserwacht. „Es gab nur Wenige, die sich unterkühlt haben.“

Am meisten hat es am Sonntag am Alpenrand geschneit. Zwischen fünf und 15 Zentimeter Neuschnee sind gefallen, „insgesamt liegen hier nun zwischen zehn und 30 Zentimeter Schnee“, sagt Meteorologe Bilgeri. „Die kommenden Tage werden in Bayern hingegen trocken.“ Aber auch ohne Schnee sorgt der Winter dafür, dass ihn die Bayern nicht vergessen, denn: Bis Donnerstag wird’s kalt. „Stellenweise ist mit Dauerfrost zu rechnen, die Sonne verschwindet hinter Hochnebel“, sagt Florian Bilgeri.

Am Wochenende blieb eine sonst typische Begleiterscheinung des Schnees aus: Das Verkehrschaos auf Bayerns Straßen. Wann der sich der Winter dauerhaft zeigt, kann der Fachmann von Deutschen Wetterdienst nicht sagen: „Ab Donnerstag sind Vorhersagen extrem schwierig – aber der Winter dauert ja noch länger.“

Christiane Breitenberger

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