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Die Tölzer Hütte am Brauneck (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) versinkt im Schnee.

Bayern ächzt unter den Schneemassen

Erste Skigebiete gesperrt, Straßen dicht, Dächer eingestürzt

Der Freistaat versinkt immer tiefer in den Schneemassen. Jetzt reagieren erste Skigebiete und sperren ihre Pisten. Bei Garmisch-Partenkirchen gab ein Dach unter dem Gewicht nach.  

In einigen bayerischen Skigebieten mussten wegen der hohen Lawinengefahr Pisten gesperrt werden. Vor allem in den Höhenlagen waren Lawinen-Sprengungen notwendig. Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze (2962 Meter), fielen in der Nacht 70 Zentimeter Schnee. Dort liegen derzeit rund vier Meter Schnee. "Es ist natürlich schade, wenn ausgerechnet an Fasching das Wetter nicht mitspielt, aber die Sicherheit geht vor", sagte Eva-Maria Greimel, Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn. Auch am Nebelhorn bei Oberstdorf wurden mehrere Lawinen gesprengt und die betroffenen Pisten gesperrt. Bei starkem Nebel wurde am Dienstag im oberen Bereich des Skigebiets der Liftbetrieb eingestellt. Am Nebelhorn ist die Schneedecke rund 2,70 Meter hoch.

In Oberau (Kreis Garmisch-Partenkirchen) knickte unter der Last des Schnees ein Hallendach ein. Zufällig war zum Zeitpunkt des Vorfalls niemand in dem Gebäude.

In den Alpen herrscht am Dienstag oberhalb der Baumgrenze Lawinenwarnstufe 4 von 5, in weiten Teilen der österreichischen Berge sogar die höchste Warnstufe. Wegen akuter Lawinengefahr wurden am Dienstag Straßenverbindungen zwischen Tirol und Bayern erneut gesperrt. Betroffen war die Bundesstraße 177 im Bereich des ehemaligen Grenzübergangs Scharnitz/Mittenwald. Auch die Bahnstrecke zwischen Scharnitz und Mittenwald wurde vorläufig geschlossen. Die Hochfügenerstraße im Zillertal bleibt gesperrt. In den Salzburger Nordalpen fielen in den vergangenen vier Tagen über 1,50 Meter Neuschnee. Nach Angaben von Statistikern ist dies eine Menge, die gewöhnlich nur alle sieben Jahre registriert wird. Mehrere Lawinenabgänge gingen am Dienstag glimpflich aus. Menschen waren nicht betroffen.

Bayern im Winter-Wahnsinn

Der Wetterdienst gibt immerhin für Mittwoch Entwarnung: Zur Wochenmitte soll Hoch "Irina" vorübergehend für ruhiges und freundliches Wetter sorgen. Allerdings nimmt bereits am Donnerstag der Tiefdruckeinfluss wieder zu. Die Temperaturen liegen weiterhin etwa im jahreszeitlichen Durchschnitt.

Wetterbericht

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