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Ein Gerät erkennt die Straßenverhältnisse.

Winterdienst

Moderne Technik gegen Glatteis

Nürnberg - Moderne Technik soll künftig für eisfreie Straßen sorgen. Ein mobiler Winterdienst-Koffer versorgt den Einsatzleiter mit aktuellen Wetter-Prognosen. Wie das gehen soll:

Bayerische Schnellstraßen und Autobahnen sollen künftig mit moderner Technik besser von Eis und Schnee befreit werden. Helfen solle ein sogenannter Winterdienst-Koffer, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag in Nürnberg. Die mobile Steuerzentrale erlaube Einsatzleitern künftig auch von zu Hause aus, den Ablauf eines Winterdiensteinsatzes zu steuern. Die Mitarbeiter könnten damit etwa an Feiertagen schneller auf überraschende Wintereinbrüche reagieren, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums.

In Bayern sollen 230 Anlagen Glätte melden

Der Koffer mit Telefon und Laptop versorge den Einsatzleiter mit aktuellen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes. Informationen zum Zustand der Straßen lieferten die bayernweit 230 Glättemeldeanlagen. Neben Bildern vom jeweiligen Straßenzustand werden auch Bodentemperaturen drahtlos auf den Laptop übermittelt. „Der Einsatzleiter bekommt damit einen raschen Überblick, ob auf einem bestimmten Straßenabschnitt eventuell noch einmal nachgestreut werden muss“, erläuterte die Sprecherin.

GPS erkennt aktuellen Einsatzort der Räum- und Streufahrzeuge

Dank integrierter GPS-Ortung kenne der Einsatzleiter zudem den aktuellen Einsatzort der eingesetzten Räum- und Streufahrzeuge. Per Laptop könnten die Fahrer rasch zu Straßenabschnitten gelotst werden, die besonders stark von Schnee und Eis betroffen seien.

Für kommenden Winter gut gerüstet

Auch dank der neuen Technik sieht Minister Herrmann die bayerischen Straßenmeistereien für den bevorstehenden Winter gut gerüstet. Insgesamt sollen im Freistaat 2850 Straßenwärter mit 750 Winterdienstfahrzeugen und der selben Zahl angemieteter Wagen für einen reibungslosen Winterdienst auf 22 500 Kilometern Schnellstraßen und Autobahnen sorgen. In den Lagern der Straßenmeistereien seien 580 000 Tonnen Streusalz eingelagert. Für weitere 100 000 Tonnen habe der Freistaat Lieferverträge. In durchschnittlichen Wintern werden rund 400 000 Tonnen gebraucht.

dpa/lby

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