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Ein Abschleppwagen zieht am ein Fahrzeug aus dem Straßengraben bei Fleckl im Fichtelgebirge (Landkreis Bayreuth).

Wintereinbruch in Bayern - Erste Unfälle

Bayreuth/Kempten - Mit starken Schneefällen ist am Freitag der Winter in Bayern eingekehrt. Glatte Straßen führten in Oberfranken zu mehreren Unfällen, im Allgäu wurde Kettenpflicht angeordnet. In den Alpen wurden nach ADAC-Angaben die meisten Passstraßen gesperrt.

In der Schweiz sind derzeit nur noch zwei der 16 im Winter geschlossenen Alpenübergänge offen. In Österreich, Italien und Frankreich sehe die Lage ähnlich aus, teilte der Automobilclub am Freitag in München mit.

Für den Riedberpass im Oberallgäu besteht Schneekettenpflicht. Die Straße zwischen Fischen im Oberallgäu und Hittisau im Bregenzerwald ist mit 1420 Meter Deutschlands höchst gelegene Passstraße. Die dortigen Steigungen mit rund 16 Prozent gehören zu den steilsten im Bundesgebiet. Im Flachland gab es Dauerregen, der bis in die Abendstunden in Schnee übergehen sollte. Die Winterdienste im Allgäu sind für die ersten großen Räumaktionen gerüstet.

Unfälle auf A9 und A70

Besonders betroffen von den winterlichen Straßenverhältnissen war die Autobahn A 9 Nürnberg-Berlin. Im Landkreis Hof musste eine Bahnstrecke wegen eines Auto-Unfalls zeitweise gesperrt werden. Auf der A 70 Bayreuth-Bamberg hatten sich an einer Gefällstrecke am Harsdorfer Berg wegen Glätte mehrere Lastwagen quergestellt und die Fahrbahn blockiert. Zeitweise sei es deshalb zu einem Rückstau von zwei Kilometern bis zum Kreuz Bamberg gekommen. Bei einem Unfall auf der A 70 wurde der Insasse eines Autos leicht verletzt.

Bei Hof kam es nach Polizeiangaben auf schneeglatten Fahrbahnen zu fünf kleineren Unfällen. Eine Autofahrerin wurde in Poppenreuth bei Münchberg an einem Bahnübergang von der Straße aufs Gleisbett geschleudert. Die 38-Jährige kam mit dem Schrecken davongekommen, die Bahnstrecke zwischen Münchberg und Kulmbach musste für eine halbe Stunde gesperrt werden. Meteorologen rechneten bis zum Freitagabend auch im südlichen Franken und in Südbayern mit starken Schneefällen.

Schulfrei für das Allgäu

Wegen der zu erwartenden ergiebigen Schneefälle hat die Regierung von Schwaben für das Allgäu den Samstag für schulfrei erklärt. Ursprünglich sollten die Schüler einen Tag der Herbstferien nachholen. Schulfrei gilt nach Angaben der Behörde in den Landkreisen Lindau, Oberallgäu, Unterallgäu und Ostallgäu sowie in den kreisfreien Städten Kempten, Kaufbeuren und Memmingen. In den übrigen Teilen Schwabens (Stadt Augsburg, Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg, Neu-Ulm, Günzburg, Dillingen und Donau-Ries) können die Schulämter je nach Wetterlage selbst entscheiden, ob der Unterricht entfällt.

Vereinzelte Unterrichtsabsagen gab es am Samstagfrüh auch für München und Oberbayern. Wo genau die Schule ausfällt, lesen Sie hier:

Nur vereinzelt Unterrichts-Absagen

Eine weitere gute Nachricht gibt es für Skifahrer: Die Betreiber der Bayerischen Zugspitzbahn erwarteten für Freitag und Samstag jede Menge Neuschnee auf knapp 3000 Metern und gingen davon aus, dass die Skilifte den Betrieb am Sonntag aufnehmen können. "Bis jetzt hat es schon 20 Zentimeter Neuschnee gegeben und wir erwarten noch mehr", sagte eine Sprecherin. Wenn der Wind nicht alles wegfege, dürfe dem Skivergnügen nichts im Wege stehen.

Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) warnte vor Lawinengefahr und rief Bergwanderer auf, vorsichtig zu sein. "Der erste Schnee in diesem Jahr fällt auf warmen Boden. Dadurch kann es sehr schnell zur Selbstauslösung von Lawinen kommen", teilte er mit.

dpa

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