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Winterende zum Winteranfang?

Arktische Temperaturen ließen die Bayern am vierten Adventswochenende bibbern. Doch trotz Kälte, Eis und Schnee stehen die Chancen auf weiße Weihnachten nicht gut.

Heute ist kalendarischer Winteranfang. Dabei ist es eher ein vorläufiges Winterende. Denn die sibirische Kälte des vierten Adventswochenendes, die die Bayern bei Tiefsttemperaturen von unter minus 20 Grad zittern ließ, ist erstmal überstanden. Ab heute wird es milder, die Polarluft weicht. Das könnte den Schnee dahinschmelzen lassen, so dass es in niedrigen Lagen wohl grüne Weihnachten gibt. Aber es gibt auch Meteorologen, die die Hoffnung auf weiße Weihnachten noch nicht ganz aufgegeben haben.

Der Winter hat Deuschland im Griff

Winter hat Deuschland im Griff

Kontinentale Kälte aus Sibirien, verbunden mit Polarluft aus dem Norden, hüllte den Freistaat in den vergangenen Tagen in bittere Kälte. Die tiefsten Temperaturen maßen die Meteorologen in der Nacht auf Sonntag. So zeigte das Thermometer auf der Zugspitze minus 27,4 Grad, am Wendelstein minus 20. Ähnlich frostig war es in Klosterlechfeld bei Augsburg mit minus 21,3 Grad sowie in Kaufbeuren und Wielenbach (Kreis Weilheim-Schongau) mit minus 20,9 Grad. Die „wärmsten“ Temperaturen ermittelten die Wetterbeobachter mit minus zwölf Grad am Bodensee.

Aber jetzt kommt Tief „Vincent“ und fegt die Eiseskälte hinweg. „Wärmehöhepunkt ist der Dienstag“, sagt Jens Winninghoff, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst. Dann bricht Föhn ins Land. „In einigen Alpentälern wird es über zehn Grad warm.“ In München und dem Umland rechnet er mit rund sechs Grad. Es sei aber schwierig abzuschätzen, wann der Schnee schmelze. Winninghoff geht davon aus, dass die Schneedecke dort weitgehend abtaut, wo sie niedriger als zehn Zentimeter ist. „Nur einige Flecken werden liegen bleiben.“ Weiße Weihnachten gebe es wohl nur oberhalb von 600 Metern.

Mehr Hoffnung macht Alfred Messmer, Meteorologe bei der Wetterwarte auf dem Hohen Peißenberg, wo er am Sonntag in der Früh minus 18,4 Grad maß. Seine Einschätzung: „Südlich von München sind die Chancen groß, dass es weiße Weihnachten gibt. Nördlich nicht.“ Wer jetzt ein paar Zentimeter hat, habe eine Chance auf Schnee an Heiligabend. Denn es dauere eine Weile, bis er abtaut. Angetauter Schnee könne bei nächtlichem Frost oben wieder anfrieren, so dass Harsch entstehe. „Das ist wie ein Schutzpanzer“, sagt Messmer. Wer allerdings nur eine Puderzuckerschicht im Garten hat, der wird grüne Weihnachten erleben.

Am Wochenende aber dominierten noch Eis und Schnee: Auch am Flughafen kam es zu erheblichen Verspätungen. Mehrere Flüge von und nach Düsseldorf (gesperrt) fielen beispielsweise aus. Die Kälte führte auf Bayerns Straßen zu hunderten Unfällen mit mindestens drei Toten. Die Polizei musste sich zudem um Kälteopfer kümmern. In der Nacht auf Sonntag, bei minus 16 Grad, las sie einen Münchner (46) auf, der mit seinem Roller über die Autobahn zuckelte. Das Angebot, ihn nach München zurückzubringen, schlug er aus – er wollte sich auf der Landstraße durchschlagen. Ein 60-Jähriger aus dem Kreis Hof wäre ohne sein Handy erfroren. Er war nachts bei minus 17 Grad im Wald gestürzt. Ein Polizeihund entdeckte ihn im letzten Moment.

Nina Gut

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