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Offiziell wurde der Schlussverkauf bereits vor Jahren abgeschafft.

Schlussverkauf: Kein Gedränge an den Wühltischen

München - Kaum Gedränge und Warteschlangen: Zum Start des Winterschlussverkaufs (WSV) in Bayern ist ein Kundenansturm auf die Läden ausgeblieben.

“Kampfszenen an den Wühltischen sind passé“, sagte Bernd Ohlmann vom Landesverband des Bayerischen Einzelhandels am Montag in München. Auch harrten die Verbraucher nicht mehr stundenlang vor den geschlossenen Geschäften aus, um dann bei Öffnung die besten Schnäppchen zu ergattern.

Offiziell wurde der Schlussverkauf bereits vor Jahren abgeschafft. Der Handel kann zu jeder Zeit seine Lager räumen, auch Preisnachlässe sind ganzjährig erlaubt. Auf freiwilliger Basis spielt der zweiwöchige WSV aber bei den Händlern nach wie vor eine Rolle.

Auf Preisnachlässe von 70 Prozent und mehr können sich die Kunden vor allem bei Winterware einstellen. Solange der Winter noch mit Minusgraden daherkommt, rechnen die Händler mit guten Absätzen bei warmen Jacken, Pullovern, Winterschuhen und Schals. Weil etliche Läden bereits nach Weihnachten die Preise gesenkt haben, rechnet der Branchenverband nicht mit massiven Umsatzsprüngen nach oben. Dennoch sei der WSV nach wie vor für die Händler wichtig, auch weil die Lager geleert werden müssten, sagte Ohlmann.

Am WSV beteiligen sich dem Verband zufolge etwa zwei Drittel der Geschäfte. Auch Möbelhäuser, Bau- und Elektronikmärkte hätten ihre Preise gesenkt. Verbraucherschützer rieten trotzdem, sich nicht zu übereilten Kaufentscheidungen hinreißen zu lassen.

dpa

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