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Ob mit Laptop oder Block: für die Studierenden beginnt schon bald wieder der Ernst des Lebens.

Am Montag geht es los

Wintersemester-Start in Bayern: So viele Studenten gab es noch nie

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390 000 – noch nie haben mehr Menschen in Bayern studiert. Doch welche Fächer sind besonders beliebt? Gibt es genügend Wohnungen? Und was sagt eigentlich Kultusminister Spaenle zu dem Anstieg der Studentenzahlen?

München – Studieren liegt im Trend. Rund 390 000 Menschen haben sich für das kommende Wintersemester an den Universitäten und Hochschulen in Bayern eingeschrieben. 10 000 mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie. Zwei Drittel davon studieren an der Universität, ein Drittel an den Hochschulen. Auch die Zahl der Erstsemesterstudenten erreicht mit etwa 77 000 ein Allzeithoch.

Zahlen, die Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) gestern auf einer Pressekonferenz veröffentlichte – mit einer gehörigen Portion Stolz in der Stimme. „Vielfältige Spitzenleistungen in Forschung und Lehre sowie ein enorm breites Lehrangebot in ganz Bayern kennzeichnen die Situation von Wissenschaft und Hochschule“, sagte er. Gewachsen sei neben der Zahl der Studierenden auch der Haushalt für die Hochschulen. 5,18 Milliarden Euro hat der Landtag 2017 für die neun Universitäten, 17 Hochschulen für angewandte Wissenschaften und sechs Kunsthochschulen bereitgestellt. Im kommenden Jahr sind es laut Spaenle gar 5,27 Milliarden Euro.

Doch auch von Bundesseite fordert Spaenle mehr finanzielle Unterstützung. Dies wolle die CSU bei den anstehenden Koalitionsgesprächen verdeutlichen. „Kein Land hat in Deutschland gegenwärtig solch ambitionierte Großvorhaben wie Bayern“, betonte er. Als Beispiele führte der Minister unter anderem den Aufbau der Universitätsmedizin Augsburg sowie den Neubau der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München (TUM) an. Auch das Vorantreiben der Digitalisierung sei mit hohen Kosten verbunden. Spaenles klare Forderung an Berlin: „Wir wollen und brauchen mehr Geld.“

Bayerische Hochschulen im internationalen Vergleich: „Wir spielen eine Spitzenrolle“

Einen bundesweiten sowie internationalen Vergleich müssen die bayerischen Hochschulen laut Spaenle nicht scheuen. „Wir spielen eine Spitzenrolle.“ Er belegt das mit der hohe Anzahl von Leibniz-Preisträgern oder damit, dass beim Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft drei bayerische Universitäten unter den ersten zwölf Plätzen rangieren – die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) gar auf dem ersten. Ein weiteres Indiz für das globale Renommee sind nach Ansicht von Spaenle die 43 000 ausländischen Studenten in Bayern. „Ein Trend, den wir weiter verstärken werden.“ An der TU München stehen von den 162 dort angebotenen Studiengängen besonders Elektrotechnik und Informatik bei den rund 41 000 Studierenden hoch im Kurs. Unter den circa 52 000 Frauen und Männern an der LMU sind Betriebswirtschaftslehre, Medizin und Jura am beliebtesten.

Problematisch wirkt sich der Studentenboom auf den Wohnungsmarkt aus. Besonders in Großstädten wie München ist es für die Studierenden oft schwer, etwas bezahlbares zu finden. Nur für jeden zwölften gibt es einen Wohnheimplatz. Der Rest muss privat unterkommen. Eine Lösung kann laut Münchner Studentenwerk das Projekt „Wohnen für Hilfe“ schaffen. Statt Miete zu zahlen, helfen die Studierenden dort den meist älteren Vermietern etwa bei der Gartenarbeit.

Kritik an Minister Spaenle gibt es von der Landtagsopposition. Michael Piazolo von den Freien Wählern sieht ihn und die Regierung in der Pflicht. Er fordert deutlich mehr Unterstützung bei Neubau und Sanierung von Wohnheimen. Auch das Bafög müsse reformiert werden. Die gestrige Pressekonferenz habe für ihn im Wesentlichen nur aus einem bestanden: „Eigenlob und Selbstbeweihräucherung.“

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