Lkw kracht in Brückenpfeiler

Schneechaos in Bayern: Zahlreiche Unfälle auf glatten Straßen - Eine Region besonders betroffen

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Der erste Schneetag in Bayern führte im ganzen Freistaat zu zahlreichen Unfällen auf den Straßen. Besonders hart traf es den oberfränkischen Landkreis Bamberg.

  • Passend zum Winteranfang passte sich das Wetter* der Jahreszeit an.
  • In vielen Teilen Bayerns fiel ergiebig Schnee.
  • Dies führte zu glatten Straßen und zahlreichen Unfällen.

München - Zum Start in den kalendarischen Winter hat es schon in den frühen Morgenstunden in ganz Bayern intensiv geschneit. Das führte vielerorts zu glatten Straßen und zahlreichen Unfällen. Besonders im oberfränkischen Landkreis Bamberg krachte es häufiger. Auf der A73 stießen zwei Lkw ineinander.

Schneechaos und Unfälle in Bayern: Lkw streift beim Überholen anderen Laster

Bereits in den frühen Morgenstunden kam es auf der A73 bei Bamberg zu einem Unfall, bei dem zwei Lkw beteiligt waren. Laut infranken.de wollte ein 39-Jähriger mit seinem Laster einen Kollegen überholen. Dabei streifte er den Vordermann. Der Überholte - ein 78-Jähriger - verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und knallte gegen einen Brückenpfeiler.

Der 39-Jährige kam auf der schneeglatten Fahrbahn ebenfalls ins Schleudern und blieb auf dem rechten Fahrstreifen stehen. Die später eintreffende Feuerwehr musste den 78-Jährigen aus seinem Führerhaus befreien. Beide Fahrer wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Auf der Höhe der Brücke wurde die Mittelleitplanke über 30 Meter Länge komplett niedergewalzt. Es entstand ein Schaden von etwa 110.000 Euro.

Der Lkw knallte bei einem Überholvorgang auf glatter Straße gegen die Brückenwand.

Das war aber nicht der einzige Unfall im Landkreis Bamberg an diesem Morgen. Allein auf der B12 ereigneten sich im Zusammenhang mit den Schneefällen* zwölf kleinere Crashs. Das führte zu einem großen Verkehrschaos in der Region, wie br24.de berichtet. Die Bundesstraße musste zeitweise gesperrt werden, weil mehrere Lkw einen Anstieg auf der glatten Straße nicht überwinden konnten. Ein Auto prallte dann auch noch in einen der stehenden Lkw.

In Mittelfranken kam es wegen des Schneefalls zu 180 kleineren Unfällen in einer Nacht

Wie der Pressesprecher der Polizei Mittelfranken mitteilte, krachte es dort in der Nacht auf Dienstag gleich 180 Mal. Meistens blieb es dabei bei Sachschäden. 18 Menschen wurden bei den Unfällen leicht verletzt. Eine der Hauptverkehrsadern Bayerns - die A9 - war aufgrund der Schneefälle ebenfalls einige Zeit voll gesperrt. Zwischen Hipolstein und Greding waren mehrere Rettungskräfte im Einsatz. Es bildeten sich kilometerlange Staus.

Im Allgäu zählte die Polizei zwischen 5 und 12 Uhr 51 Unfälle. Auch hier blieb es vorwiegend bei Blechschäden. Fünf Menschen wurden leicht verletzt. Im Rest des Freistaats blieb es weitestgehend ruhig. Doch es kann noch bis in den Abend hinein schneien. Wenn die Temperaturen wieder absinken, kann es auf den Straßen wieder glatt werden. (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Bereits am Montagabend ereigneten sich in Landkreisen Traunstein und Altötting zwei schwere Unfälle. In beiden Fällen verlor ein Autofahrer sein Leben.

Rubriklistenbild: © NEWS5 / Merzbach

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