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Der Augsburger Domkapitular Bertram Meier vor dem Dom von Augsburg (l) und Weihbischof Anton Losinger (r).

Wer wird Mixas Nachfolger?

Augsburg - Für die Mixa-Nachfolge werden die ersten Namen genannt. Unmittelbar vor der Papst-Audienz des zurückgetretenen Augsburger Bischofs haben die Spekulationen über seine Nachfolge begonnen.

In katholischen Kirchenkreisen wird über die Grenzen des Augsburger Bistums hinaus über die Nachfolge des zurückgetretenen Bischofs Walter Mixa (69) spekuliert. Die “Augsburger Allgemeine“ (Dienstag) hatte den Augsburger Weihbischof Anton Losinger (52) und Domkapitular Bertram Meier (49) aus Kaufering als die beiden Kandidaten der Vorschlagsliste des Augsburger Domkapitels enthüllt. Der Vorsitzende des Augsburger Diözesanrats, Helmut Mangold, nannte die Veröffentlichung der Namen aus einer geheimen Abstimmung des Domkapitels “seltsam und ungewöhnlich“. Losinger ist als Dompropst für die Kandidatenwahl im Domkapitel zuständig.

Walter Mixa

Beide Kandidaten seien aus Sicht des Diözesanrates “hervorragende Kandidaten“, sagte Mangold. Es sei aber verwunderlich, dass vom Domkapitel nur zwei Namen an den Apostolischen Nuntius gemeldet worden seien. In der Regel würden drei oder mehr Namen für Bischofskandidaten genannt. Die Kandidatennennung ist völlig unverbindlich. Es sei eher davon auszugehen, dass Rom den vakanten Augsburger Bischofsstuhl mit einem Kandidaten von außen besetzten werde, der in dem durch die Mixa-Affäre gebeutelten Bistum durchgreifen werde, hieß es in Kirchenkreisen.

Der bevorstehenden Papstaudienz von Mixa im Vatikan wird eine entscheidende Bedeutung für die Neubesetzung des Augsburger Bischofsstuhles eingeräumt. Erst wenn geklärt sei, wohin Mixa nach dem Auszug aus dem Augsburger Bischofspalais zieht, könne über Nachfolge-Kandidaten diskutiert werden. Neben Losinger und Meier werden auch die Namen des Münchner Domdekans Lorenz Wolf und des Thüringer Weihbischofs Reinhard Hauke als aussichtsreiche Kandidaten genannt. Eine Bischofs-Ernennung in Augsburg könnte zum diesjährigen Weihnachtsfest anstehen, sagte Mangold. Alle Seiten wünschten sich eine rasche Entscheidung.

Die Angelegenheit liegt nun zunächst beim Apostolische Nuntius Jean-Claude Perisset, der den Papst in Deutschland vertritt. Dieser stellt unter Berücksichtigung des Vorschlags aus Augsburg für die Bischofskongregation in Rom substanzielle Vorschläge für eine Mixa-Nachfolge mit entsprechenden Gutachten zusammen, die er dann der Kongregation zuleitet. Dieser Vorgang kann mehrere Monate dauern. Die Bischofskongregation wird dann dem Papst einen Schlussvorschlag mit einer Rangfolge mehrerer Namen zuleiten. Die letzte Entscheidung liegt bei Benedikt XVI. Nach dem Bayerischen Konkordat von 1924 hat die Staatsregierung ein Vetorecht. Vor der Bischofsernennung muss der Vatikan in Bayern die Zustimmung zu dem neuen Bischof einholen.

dpa

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