Nach Informationen eines Fachmagazins

WM-Boom: Bayerische Bierbrauer liegen vorn

München - Vor allem die bayerischen Brauer profitieren von der Fußball-WM: Die Süddeutschen sind gerade dabei, NRW als Bierproduzent Nummer eins abzulösen.

Den Deutschen schmeckt das Bier wieder besser. Nach Informationen des Fachmagazins „Inside-Getränke“ kurbelten das gute Wetter und die Fußball-Weltmeisterschaft im Juni zwar den Absatz an, doch nicht alle Brauereien konnten davon profitieren. Die genauen Halbjahreszahlen will das Statistische Bundesamt am Donnerstag veröffentlichen.

Laut der regelmäßig erstellten Hitliste der Fachzeitschrift haben im ersten Halbjahr bekannte Marken wie Warsteiner (-8,4 Prozent), Radeberger (-6,0), König (-6,0) und das offizielle WM-Bier Hasseröder vom Fifa-Sponsor AB Inbev (-6,0) deutlich weniger Bier in den Markt bringen können als vor einem Jahr. Die absatzstärkste Marke blieb weiterhin Oettinger mit leichten Zuwächsen vor den ebenfalls leicht wachsenden Krombacher und Bitburger.

Große Gewinner aus Bayern

Die großen Gewinner kamen wie im Fußball aus dem Bundesland Bayern. Die Münchner Brauereien Paulaner und Augustiner verzeichneten Zuwächse von annähernd 10 Prozent. Es zeichnet sich ab, dass Bayern das Land Nordrhein-Westfalen als größter deutscher Bierproduzent abgelöst hat.

Nach den bislang vorliegenden Steuerstatistiken haben die bayerischen Brauereien in den ersten fünf Monaten des Jahres 9,01 Millionen Hektoliter (+4,0 Prozent) ausgestoßen und damit die Brauer aus NRW hinter sich gelassen. Deren Ausstoßmenge reduzierte sich um 4,3 Prozent auf 8,97 Millionen Hektoliter.

Die Gesamtbiermenge inklusive der Mischgetränke war bis Ende Mai um 2,2 Prozent auf 38,2 Millionen Hektoliter angestiegen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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